Sumpf-Haubenpilz
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| Sumpf-Haubenpilz | ||||||||||||
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| Datei:Mitrula paludosa 0895.jpg
Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mitrula paludosa | ||||||||||||
| Fr. |
Der Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa)<ref name="Gerhardt2002" /> ist ein Schlauchpilz aus der Familie der Mitrulaceae.<ref>Ah Ekanayaka: Preliminary classification of Leotiomycetes. In: Mycosphere. Band 10, Nr. 1, 2019, S. 310–489, doi:10.5943/mycosphere/10/1/7 (mycosphere.org [PDF; abgerufen am 17. Februar 2023]).</ref><ref>Sung-Eun Cho, Hyung So Kim, Young-Nam Kwag, Dong-Hyeon Lee, Jae-Gu Han, Chang Sun Kim: Mitrula aurea sp. nov., A New Aero-Aquatic Species from the Republic of Korea. In: Mycobiology. Band 50, Nr. 4, 4. Juli 2022, ISSN 1229-8093, S. 213–218, doi:10.1080/12298093.2022.2097770, PMID 36158040, PMC 9467578 (freier Volltext).</ref>
Er wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2023 ernannt.<ref name="DGfM2022"/>
Merkmale[Bearbeiten]
Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Die keuligen Fruchtkörper haben einen deutlichen weißen, im feuchten Zustand fast durchsichtigen Stiel mit einem deutlich abgegrenzten dottergelben bis orangen Kopfteil. Sie werden 2 bis 4 cm hoch und sind nicht gelatinös, sondern brüchig.<ref name="Gerhardt2002" /><ref name="Ryman1992"/>
Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Die Schläuche sind zylindrisch bis keulig. Die Paraphysen sind fadenförmig und gerade. Die zylindrisch-elliptischen bis leicht keuligen Sporen sind durchscheinend und glatt und messen 11–19 × 2,5–3 µm. Sie sind meist unseptiert.<ref name="Gerhardt2002" /><ref name="Ryman1992"/>
Artabgrenzung[Bearbeiten]
Der Wasser-Kreisling (Cudoniella clavus) wächst ebenfalls an sehr feuchten Standorten. Er ist aber blasser gefärbt und mehr scheibenartig geformt. Andere Haubenpilze wie der Zierliche Haubenpilz (Mitrula gracilis) leben zwischen Moosen an nicht sehr feuchten Standorten.<ref name="Gerhardt2002" />
Ökologie und Phänologie[Bearbeiten]
Der Sumpf-Haubenpilz lebt auf verschiedenen pflanzlichen Abfällen wie abgefallene Nadeln oder feuchte Zweige, die meist im flachen Wasser liegen. Man findet ihn daher in Sümpfen, feuchten Wäldern, Tümpeln und Gräben, oft nur mit dem Köpfchen aus dem Wasser ragend. Besonders ist er im Gebirge zu finden.
Er fruktifiziert im Frühjahr und Sommer.<ref name="Gerhardt2002" /><ref name="Ryman1992"/>
Verbreitung[Bearbeiten]
Der Sumpf-Haubenpilz ist in ganz Europa von Portugal bis ins nördliche Skandinavien verbreitet. Vereinzelt gibt es Funde aus Japan und den Vereinigten Staaten (Pennsylvania).<ref name="GBIF" />
Systematik[Bearbeiten]
Der Sumpf-Haubenpilz wurde 1816 von Elias Magnus Fries erstbeschrieben. Allerdings wurde schon 1790 von Jean Baptiste François Bulliard die Art als Clavaria phalloides beschrieben.<ref name="MycoBank" />
Literatur[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="DGfM2022">Deutsche Gesellschaft für Mykologie: Pilz des Jahres 2023: Sumpf-Haubenpilz. 5. November 2022, abgerufen am 5. November 2022.</ref>
<ref name="GBIF"> Mitrula paludosa Fr., 1816. In: GBIF Portal. Abgerufen am 22. Mai 2016.</ref>
<ref name="Gerhardt2002"></ref>
<ref name="MycoBank"> Mitrula paludosa. In: MycoBank. Abgerufen am 21. Mai 2016.</ref>
<ref name="Ryman1992"></ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
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