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Super Ape

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Super Ape
Remixalbum von The Upsetters

Veröffent-
lichung

August 1976

Label(s)

Upsetter • Island • Mango

Format(e)

LP

Genre(s)

Dub, Reggae

Titel (Anzahl)

10

Länge

38:03

Besetzung

siehe Mitwirkende

Produktion

Lee Perry

Studio(s)

Black Ark

Chronologie
Revolution Dub
(1975)
Super Ape Return of the Super Ape
(1978)

Super Ape (auch Scratch the Super Ape) ist ein Album der jamaikanischen Band The Upsetters. Als Komponist, Arrangeur, Produzent und Toningenieur war Lee Perry verantwortlich. Super Ape ist stilistisch dem Reggae beziehungsweise dem Dub zuzuordnen.<ref name="Liner Notes von Super Ape">The Upsetters: Super Ape (Liner Notes)</ref>

Entstehung[Bearbeiten]

Das Album erschien zuerst 1976 in Jamaika unter dem Titel Scratch the Super Ape auf dem Upsetter-Label. Mit einer überarbeiteten Tracklist wurde die LP noch im August desselben Jahres von Island Records als Super Ape veröffentlicht.<ref name="roots-archive" />

Das Album besteht aus neuen Dub-Versionen, aber auch aus überarbeiteten Single-B-Seiten der Upsetters. Das Album beginnt mit Zion’s Blood. Der Eröffnungstrack ist eine Überarbeitung des Songs When Jah Come von Devon Irons. Hervorstechendes Merkmal ist der Harmoniegesang der Heptones. Croaking Lizard feat. Prince Jazzbo ist die B-Seite der Single Chase the Devil zu Max Romeos Album War Ina Babylon. Das anschließende Black Vest ist nach dem Revelation Dub eine weitere Dub-Bearbeitung des Songs War in a Babylon – It Sipple Out Deh von Max Romeo.<ref>War in a Babylon – It Sipple Out Deh bei Discogs</ref> Underground feat. The Full Experience ist eine bassbetonte Überarbeitung des Roots-Reggae-Songs From Creation von Clive Hylton.<ref>David Katz: People Funny Boy – The Genius of Lee „Scratch“ Perry. White Rabbit, London 2021, ISBN 978-1-3996-0154-2, S. 278.</ref> Am Ende des Albums greift Perry mit den Heptones und Egbert Evans auf der Flöte in Super Ape den Riddim vom Albumbeginn wieder auf, der musikalische Kreis schließt sich.

Gestaltung[Bearbeiten]

Das Plattencover der jamaikanischen Pressung Scratch the Super Ape zeigt einen Affenmenschen mit Löwenmähne. Die Zeichnung stammt von dem Künstler Anthony Witten. Das Cover der Island-Pressung ist von Tony Wright gemalt, der schon das Cover für War Ina Babylon gestaltet hat. Das Cover imitiert die Ästhetik eines amerikanischen Comic-Hefts und zeigt einen riesigen Affen von der Größe King Kongs in einer brennenden Waldlandschaft. Der „Superaffe“, dessen Bauch mit Bratfisch, Maisbrot und Makrele gut gefüllt ist, hält in der rechten Hand einen Ganja-Spliff und in der linken einen ausgerissenen Baum.<ref>David Katz: People Funny Boy – The Genius of Lee „Scratch“ Perry. White Rabbit, London 2021, ISBN 978-1-3996-0154-2, S. 278.</ref>

Folgeprojekte[Bearbeiten]

Im Jahr 1978 brachte der Upsetter mit Return of the Super Ape eine „Fortsetzung“ von Super Ape heraus.<ref>The Upsetters – Return of the Super Ape bei Discogs</ref>

Als Mitte der 1990er Jahre mit Jungle ein Musikgenre existierte, dass sich stark an Reggae und Raggamuffin orientierte, nahm Perry zusammen mit dem Mad Professor das Album Super Ape Inna Jungle auf.<ref>Lee Perry feat. Mad Professor / Douggie Digital / Juggler – Super Ape Inna Jungle bei Discogs</ref>

Im Herbst 2017 veröffentlichten Lee Perry und das Subatomic Sound System mit Super Ape Returns to Conquer eine zeitgenössische Überarbeitung des inzwischen 40 Jahre alten Albums. Zu den Gastmusikern gehörte Ari Up von The Slits (in Underground Roots).<ref>Super Ape Returns To Conquer by David Katz bei The Wire vom Oktober 2017 (englisch)</ref>

Titel[Bearbeiten]

Auf Super Ape sind im Original zehn Songs zu hören, bei der Island-CD sind es 13 Titel inklusive Bonustracks:<ref name="Liner Notes von Super Ape" />

Seite 1

  1. Zions Blood feat. The Heptones (3:56)
  2. Croaking Lizard feat. Prince Jazzbo (3:25)
  3. Black Vest feat. Prince Jazzbo (4:39)
  4. Underground Root feat. The Full Experience (2:54)
  5. Curly Dub (4:13)

Seite 2

  1. Dread Lion feat. The Heptones (4:31)
  2. Three in One feat. The Heptones (3:37)
  3. Patience (3:50)
  4. Dub Along feat. The Full Experience (3:10)
  5. Super Ape feat. The Heptones (3:48)

CD-Bonus

  1. Rastaman Shuffle (Single Version) – 7:49
  2. Magic Touch (Album Version) – 4:02
  3. Corn Fish Dub (Single Version) – 4:26

Mitwirkende[Bearbeiten]

Super Ape wurde im Jahr 1976 in den Black-Ark-Studios auf Jamaika in folgender Besetzung aufgenommen:<ref name="roots-archive">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.roots-archives.com: Super Ape (Produktionsdetails) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.roots-archives.com</ref>

  • Lee Perry (Produktion, Komposition, Arrangement, Percussion)
  • The Upsetters
  • Noel „Scully“ Simms (Percussion)
  • Bläser
  • The Heptones
    • Leroy Sibbles (Hintergrundgesang)
    • Earl Morgan (Hintergrundgesang)
    • Barry Llewelyn (Hintergrundgesang)
  • Anthony Witter (Illustration)
  • Tony Wright (Artwork)

Rezeption[Bearbeiten]

In der Musikdatenbank Allmusic wird Super Ape mit fünf von fünf möglichen Sternen geführt.<ref name="allmusic">www.allmusic.com: Super Ape (Rezension)</ref>

“The album was a tour de force of Black Ark wizardry, weaving musical streams through the various pies Perry had his fingers in to form a startling organic whole of dub unity, with a smattering of standard vocals and an experimental jazz underpinning throughout.”

„Das Album war eine Meisterleistung der Black-Ark-Zauberkunst, bei der musikalische Strömungen aus den verschiedenen Bereichen, in denen Perry tätig war, zu einem verblüffenden organischen Ganzen aus Dub-Harmonie verwoben wurden – mit einer Prise konventionellem Gesang und einer durchgängigen experimentellen Jazz-Grundlage.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.David Katz<ref>David Katz: People Funny Boy – The Genius of Lee „Scratch“ Perry. White Rabbit, London 2021, S. 277.</ref>

Die Rezensentin Kaline Thyroff vom Jugendkanal des Bayerischen Rundfunks bezeichnete Super Ape als „das wohl beste und vielschichtigste Dub-Reggae-Album überhaupt.“<ref name="br">Kaline Thyroff: Lee Perry & The Upsetters: Super Ape beim BR-Puls vom 22. Juni 2012.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Musikbeispiele

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />