Surfers Paradise
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Surfers Paradise ist ein Ortsteil der Stadt Gold Coast in der Region South East Queensland in australischen Bundesstaat Queensland. Surfers Paradise, umgangssprachlich auch nur Surfers genannt, ist bekannt und berühmt für seine Skyline sowie seinen kilometerlangen Sandstrand am Korallenmeer.
Oftmals wird Surfers Paradise auch als „Miami des Südens“ bezeichnet. Aufgrund des verhältnismäßig geringen Wellengangs bietet der Strand, anders als der 1933 festgelegte Name des Ortes andeutet, keine sonderlich guten Bedingungen für den Surfsport.
Geschichte[Bearbeiten]
Der erste Europäer, der sich in der heutigen Gegend um Surfers Paradise ansiedelte, war James Beattie. Beattie, ein Farmer, bestellte zunächst eine ca. 32 Hektar große Farm am nördlichen Ufer des Nerang-Flusses. Die Farm befand sich unweit der heute mitten im Zentrum Surfers gelegenen Cavill Avenue.
Aufgrund schlechter Ausbeuten verkaufte Beattie die Farm im Jahre 1877 an den deutschen Immigranten Johann Meyer. Dieser wandelte die Farm in eine Zuckerrohrmühle um und baute folglich Zucker an. Meyer musste sich jedoch, genau wie Beattie, dem sandigen und unfruchtbaren Boden geschlagen geben und war dadurch gezwungen, das Land seinerseits nach nicht ganz einem Jahrzehnt zu verkaufen.
Johann Meyer gründete nach dem Verkauf seiner Farm ein Fährunternehmen und eröffnete kurz darauf das Main Beach Hotel, welches ab 1889 auch über eine Postannahmestelle verfügte. Neben der Poststelle bildete sich nach und nach auch eine kleine Siedlung um das Main Beach Hotel. Der Komplex wurde Elston genannt, nach dem Namen der Heimatstadt der Frau des Southporter Postamtsvorstehers.
Nach dem Tod Meyers im Jahre 1901 erlosch die Hotellizenz des Main Beach Hotels. Elston, das sich zu einer kleinen Touristenstadt entwickelt hatte, verfügte anschließend 16 Jahre lang weder über ein Postamt noch ein Hotel.
Im Jahre 1917 veranstaltete die Brisbane Real Estate eine Versteigerung zum Verkauf der Grundstücke in Elston und bezeichnete die Grundstücke Surfers Paradise Estate. Die Bezeichnung ist die erste schriftliche Erwähnung des Ausdrucks Surfers Paradise, wenngleich der Begriff vermutlich unter der Bevölkerung schon längere Zeit gängig war.
Im weiteren Verlauf der 1920er Jahre kamen, begünstigt durch den Bau der von 1922 bis 1966 bestehenden Jubilee Bridge über den Nerang River und den Ausbau der South Coast Road, immer mehr Touristen nach Elston.
Durch die bessere Verkehrsanbindung rückte Elston auch in das Blickfeld von Spekulanten und Investoren, die immer mehr Land an der Küste erwarben und Hotels eröffneten.
Als eines der ersten Wahrzeichen eröffnete im Jahr 1925 der aus Brisbane stammende Jim Cavill das Surfers Paradise Hotel. Cavill war es auch, der dafür warb, Elston in den aussagekräftigeren Namen Surfers Paradise umzubenennen. 1933 hatten seine Bemühungen zur Umbenennung schließlich Erfolg.
Während eines Booms in den 1950er und 1960er Jahren entstanden die ersten in die Höhe gebauten Apartmentkomplexe. Von nun an nahm die Bebauungsdichte ständig zu und die flachen Inseln im Broadwater genannten Gezeitendelta des Nerang River, die für das Hinterland von Surfers Beach und Teilen von Gold Coast charakteristisch sind, wurden nach und nach durch Brücken verbunden. Dort entstand eine suburbane Siedlungsstruktur aus Kanalsiedlungen und geschützten Wasserwegen.
Die Jubilee Bridge wurde 1966 durch die bis heute bestehende Sundale Bridge als wichtige Straßenverbindung sowie seit 2014 auch Straßenbahnbrücke der Gold Coast Light Rail ersetzt.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Q1 Tower[Bearbeiten]
Das höchste Gebäude in Surfers Paradise ist der Q1 Tower (Queensland Number One Tower). Mit einer Höhe von 323 Metern ist der Q1 Tower das höchste Gebäude Australiens und war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahre 2006 das höchste Wohngebäude der Welt.
Der Q1 Tower verfügt über ein 230 m hohes, 400 Personen fassendes Skydeck, von dem man einen weiten Blick über die gesamte Region hat.
Home of the Arts[Bearbeiten]
Home of the Arts ist ein 2013 auf Initiative der Stadt Gold Coast gegründetes Kunst- und Kulturzentrum mit einem Park.
Mall[Bearbeiten]
Die Cavill Mall liegt mitten im Zentrum Surfers im Bereich der Cavill Avenue. Am oberen Ende mündet sie am Haupteingang zum Strand mit einem großen Schriftzug Surfers Paradise.
An der ca. 500 Meter teilweise verkehrsberuhigten Straße reihen sich Souvenirshops, Supermärkte, Fast-Food-Restaurants, Lokale und Clubs aneinander.
Einkaufs- und Freizeitangebote in überdachten Einkaufszentren (Malls) finden sich ebenfalls im Zentrum von Surfers Paradise.
Nachtleben[Bearbeiten]
Surfers Paradise verfügt über ein ausgeprägtes Nachtleben und gilt seit den 1960er Jahren als Australiens heimliche Hauptstadt der Unterhaltung. Speziell um The Esplanade am Strand sowie rund um die Cavill Avenue und Orchid Avenue befinden sich zahlreiche Clubs und Pubs aber auch Nachtclubs und Table Dance Bars. Bedingt durch die zahlreichen Touristen und Backpacker sind die Clubs gut besucht. Weit verbreitet sind darüber hinaus auch Pub und Club Crawls, bei denen gegen einen Pauschalpreis in der Regel 5–6 Clubs betreten werden können und es meist noch Freigetränke gibt.
Restaurants[Bearbeiten]
An der Cavill Avenue Ecke Surfers Paradise Boulevard befindet sich das Hard Rock Cafe von Surfers. Das Themenrestaurant Bavarian Haus am unteren Ende der Cavill Avenue war ab 1975 in Surfers Paradise und schloss 2024.
Strand[Bearbeiten]
Der zu Surfers gehörende Teil des Strandes entlang der Gold Coast beläuft sich auf eine Länge von ca. 3 Kilometern. Die Strandabschnitte sind, wie in Australien üblich, in Schwimmer- und Surferbereiche unterteilt. An einigen Stellen ist das Baden wegen starken Strömungen untersagt. Der Strand wird das ganze Jahr über von den Surf Lifesavers überwacht.<ref>The beach. In: surfersparadise.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Mai 2010; abgerufen am 20. April 2018.</ref> Der Strand verfügt auch über Volleyballfelder und ist nachts teilweise beleuchtet.
Er wurde sowohl vom Discovery Channel als auch vom Lonely Planet als einer der kultigsten und legendärsten Strände der Welt bezeichnet, vom American Travel Channel zu einem der besten der Welt gekürt.<ref>https://www.travelchannel.com/ vom 6. Dezember 2006</ref> und im Jahre 2006 vom Keep Australia Beautiful Council zu Queenslands sauberstem Strand gekürt.
Seit dem Start des Shark Control Program in den 1960er Jahren sind Sichtungen von Haien an den freigegebenen Strandabschnitten selten geworden (ca. zwei Sichtungen im Jahr). Die letzte tödliche Haiattacke an einem Strand der Gold Coast war im Jahr 1964. Im dahinter liegenden Nerang-Fluss und in den Kanälen gab es von 1990 bis 2012 zwei tödliche Angriffe auf Schwimmer.<ref>Gold Coast Shark Attacks. In: goldcoastaustralia.com. e-CBD and Intaanetto.com, 2018, abgerufen am 21. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
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Surfers Paradise Beach
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Strand während Indy 300
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Sicherheitstafel am Zugang zum Strand
Wetter[Bearbeiten]
Surfers Paradise verfügt über feuchtes subtropisches Klima.
Teilweise kann es speziell in den Monaten September–Februar bis zu 40 Grad heiß werden.
Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur liegt bei 25,1 Grad, die durchschnittliche Tagestiefsttemperatur liegt bei 17,2 Grad.
Die trockensten Monate sind Juli, August und September (ca. 4–5 Regentage), verhältnismäßig reich an Niederschlag sind die Monate November bis März mit je ca. 8–9 Regentagen.
Veranstaltungen[Bearbeiten]
Motorsport[Bearbeiten]
Surfers Paradise verfügt seit 1991 über einen Stadtkurs namens Surfers Paradise Street Circuit – ähnlich dem zum Großen Preis von Monaco – der extra für die Rennen aufgebaut wird. Die Strecke ist 2,98 km lang und verläuft entlang der Küste durch die Stadtteile Surfers Paradise und Main Beach.
Der Kurs in der heutigen Form ist der dritte seiner Art in Surfers Paradise. Zu den Vorläufern gehörte zum einen der Southport Street Circuit (1954) und zum anderen der Surfers Paradise International Raceway (1966–1987).
Gegenwärtig zählt das Rennen der V8 Supercars, vornehmlich stattfindend in der zweiten Jahreshälfte, zu den wichtigsten Motorsportereignissen. Bis 2009 fuhren dort die US-amerikanische Champ Cars bzw. IndyCars.
Schoolies Week[Bearbeiten]
Schoolies (auch: Schoolies Week) ist eine jährliche Veranstaltung, die vornehmlich zwischen Ende November und Anfang Dezember stattfindet. Zu dieser Zeit strömen tausende High-School-Absolventen (Schoolies) aus allen Landesteilen in die Stadt, um den Abschluss der Prüfungsphase zu feiern. Während dieser Zeit herrscht – vor allem nachts – Ausnahmezustand in und um die in der City gelegene Cavill Avenue mit ihren Clubs und Pubs.
Auch tagsüber wird üblicherweise ein Rahmenprogramm, teils von der Stadt selbst, aber auch von Privatunternehmen angeboten. Beispielsweise finden Konzerte am Strand sowie diverse Beachvolleyball-Turniere statt.
Umgebung[Bearbeiten]
Die Hauptstadt Queenslands, Brisbane, liegt ca. 75 km nördlich und ist damit ca. eine Autostunde entfernt.
Weitere bekannte Orte in der unmittelbaren Umgebung von Surfers sind:
- Byron Bay (80 km)
- das Hochplateau Mount Tambourine (40 km) in der Scenic Rim Region
- Coolangatta mit nächstgelegenem Flughafen Gold Coast Airport (25 km)
- Tweed Heads/Point Danger (25 km)
Verkehrswesen[Bearbeiten]
Surfers Paradise ist an das Verkehrsnetz von Gold Coast und der Region South East Queensland angeschlossen.
Es gibt den zentral gelegenen Busbahnhof Surfers Paradise Transit Centre, an dem Fernbus-Verbindungen nach Brisbane, Byron Bay, Coffs Harbour, Lismore, Casino und Sydney angeboten werden von den privaten Unternehmen Greyhound Australia, NSW TrainLink und Premier Motor Service (Stand Mitte der 2020er Jahre).
Der örtliche Personennahverkehr mit Bussen wird größtenteils von Kinetic Gold Coast, bis 2022 Surfside Buslines, bedient. Das private Busunternehmen fährt im Auftrag von Translink, einer Abteilung des Verkehrsministeriums von Queensland.
Translink entstand als Initiative der Regierung Queenslands zur Erschließung des Großraums Brisbane, bestimmt das Fahrtenangebot von Bussen und Bahnen, setzt einheitliche Fahrpreise fest und betreibt das regionale System zum Fahrkartenverkauf.
Bahnverkehr[Bearbeiten]
Im Zentrum verkehrt die als G:link bezeichnete Straßenbahn Gold Coast, die Surfers Paradise mit weiteren Ortsteilen der Stadt, von Burleigh Heads im Süden bis Helensvale im Norden, verbindet. (Stand 2026)
Der nächstgelegene Fernverkehr-Bahnhof ist die Nerang Railway Station, die ca. 11 km von Surfers Paradise entfernt ist. Die Queensland Rail unterhält Direktverbindungen nach Brisbane entlang der Gold Coast Railway Line. Von hier verkehren Busse in alle Stadtteile der Gold Coast. Die Straßenbahn hat an ihrer nördlichen Endstation am Bahnhof Helensvale eine direkte Umsteigemöglichkeit zu Queensland Rail.
Straßenverkehr[Bearbeiten]
Surfers Paradise ist von Brisbane aus über den M1 Motorway und von Sydney kommend über den Pacific Highway (Teil des National Highway 1) zu erreichen. Aus dem Hinterland führt die Beaudesert Nerang Road (Nr. 90) direkt nach Surfers Paradise. Die Gold Coast selbst wird vom Gold Coast Highway (Nr. 2), der direkt an der Küste verläuft, erschlossen.
Luftverkehr[Bearbeiten]
Der nächste internationale Flughafen ist der Gold Coast Airport in Coolangatta. Er ist ca. 25 km südlich von Surfers Paradise entfernt. Er wird von vielen landesweit operierenden Carriern angeflogen. Der mehr Destinationen abdeckende Brisbane International Airport in Brisbane ist ca. 90 km entfernt.
Fähre[Bearbeiten]
Eine Fährlinie mit dem Namen Hopo<ref>Hopo - Gold Coast Sightseeing Cruises & Hop-On Hop-Off Ferry. The Tour Collective, April 2025, abgerufen am 21. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> verbindet seit 2019 Surfers Paradise (Cavill Avenue) mit dem Themenpark Sea World, der auf der dem Gold-Coast-Stadtteil Southport vorgelagerten Barriereinsel Southport Spit liegt. Es werden Zwischenanleger am Home of the Arts, in Main Beach und Southport bedient. Mit Stand Anfang der 2020er Jahre war der Betrieb der Fähre bis 2027 gesichert.
Backpacking[Bearbeiten]
Surfers Paradise ist das ganze Jahr über ein beliebtes Ziel von zahlreichen Rucksacktouristen aus aller Welt. Durch seine zentrale Lage auf der typischen Reisestrecke entlang der Ostküste zwischen Sydney und Cairns und den vor allem in der Gastronomie verfügbaren Jobs ist Surfers Paradise Ziel von Touristen, die ein Work & Travel-Visum besitzen.
Surfers verfügt über Hotels und besonders bei Backpackern sehr beliebte Hostels. Durch die vielen Hostels auf einer relativ kleinen Fläche konkurrieren die verschiedenen Betreiber meist um die Gunst der Gäste. Während der Pool und die Bar oftmals zum Standard gehört, bieten viele Betreiber zusätzlich ein Abendprogramm an.
Kriminalität[Bearbeiten]
Der Stadtteil Surfers Paradise ist statistisch gesehen der gefährlichste der sieben Stadtteile von Gold Coast.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 23. September 2009 im Internet Archive) (PDF; 1,9 MB)</ref> Zu den häufigsten Vergehen gehören Körperverletzung, Drogenmissbrauch und Raub/Diebstahl. Zu den Brennpunkten gehören die Partymeilen Cavill Avenue und Orchid Avenue sowie The Esplanade. Speziell während Veranstaltungen und Feiertagen kommt es hier vermehrt zu Straftaten.
In der Populärkultur[Bearbeiten]
- Die Surfers Paradise Meter Maids sind junge Frauen in knapper Bekleidung, die in Surfers Paradise ab 1965 die lokalen Parkuhren auffüllten und in jüngerer Zeit die Bedienung der Parkscheinautomaten erklären.<ref>Clock is ticking for Australia's bikini-clad Meter Maids. Abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>
- Surfers Paradise wurde zu Australia’s top landmark for destruction gewählt.<ref>http://news.smh.com.au/breaking-news-national/surfers-paradise-tops-demolition-list-20090604-bwdd.html</ref>
- Das Ziel der Flüchtlinge in Mad Max II – Der Vollstrecker ist Surfers Paradise.
- Im Rennspiel Forza Horizon 3 wurde Surfers Paradise für die Spielwelt nachgebildet und stellt einen Austragungsort für allerlei Autorennen des namensgebenden Horizon-Festivals dar.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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