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Susan Wolf

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Datei:Susan Rose Wolf (born 1952) giving the 2024 Howison Lecture Character and Agency.png
Susan Wolf

Susan Rose Wolf (* 23. Juli 1952) ist eine US-amerikanische Philosophin auf den Gebieten der Handlungstheorie und Moralphilosophie. Sie hat seit 2002 die Edna J. Koury-Professur für Philosophie an der University of North Carolina (UNC) at Chapel Hill inne.

Laufbahn[Bearbeiten]

Wolf studierte ab 1970 und schloss an der Yale University ihren Bachelor in Philosophie und Mathematik ab. Darauf erwarb sie den M.A. und PhD (1978) in Philosophie an der Princeton University. Thomas Nagel war Mentor ihrer Dissertation.<ref>Asymmetrical Freedom, in: The Journal of Philosophy 77 (March, 1980), 151–166</ref>

Bevor sie an der UNC anfing, lehrte sie an der Harvard University, der University of Maryland und bis 2002 an der Johns Hopkins University. Ihr Mann Douglas MacLean lehrt ebenso Philosophie an der UNC.

Sie wurde 1999 zum Fellow (Mitglied) der American Academy of Arts and Sciences,<ref>Amacad Chapter W. (PDF) S. 652, abgerufen am 17. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2006 der American Philosophical Society<ref>APS Member History. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2025; abgerufen am 17. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 2025 der British Academy<ref>92 new Fellows welcomed to the British Academy in 2025. British Academy, 18. Juli 2025, abgerufen am 22. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> gewählt. Sie gewann den Preis für hervorragende Leistung in den Humanities (Geistes-, Human- und Sprachwissenschaften) der Mellon Foundation 2002.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Philosophisches Werk[Bearbeiten]

In ihrem Buch Freedom Within Reason argumentiert sie für eine Sicht auf den freien Willen als ein Vermögen, zu tun, was einem begründbar als das vernünftig Richtige erscheint. Dadurch ergeben sich für uns in einem determinierten Universum dennoch Verantwortlichkeit und das Gefühl der Autonomie.

In einem Essay (1987) führte sie Jojo ein, den Sohn eines grausamen Diktators, der es nur gelernt hat, sich grausam zu verhalten, und es genau so tut. Sie bezweifelt seine moralische Verantwortlichkeit, weil sein Verhalten nur eine Wirkung der Einfluss nehmenden Ursachen sei. Viele Philosophen wehren sich gegen diese kontraintuitive Vorstellung.<ref>David Faraci, David Shoemaker: Insanity, Deep Selves, and Moral Responsibility: The Case of Jojo. In: Review of Philosophy and Psychology. Band 1, Nr. 3, 2010, S. 319–332, doi:10.1007/s13164-010-0026-z (philpapers.org [abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref>

Wolf schrieb ebenso über moralisches Schicksal („moral luck“), womit sie eine Verbindung von rationalistischen und irrationalistischen Positionen vorschlug.<ref>The Moral of Moral Luck. Philosophic Exchange; reprinted in: Cheshire Calhoun (Hg.): Setting One’s Moral Compass: essays by women philosophers, New York, Oxford, 2004.</ref>

Sie veröffentlichte einflussreiche Aufsätze über moralische Forderungen. Ihr Essay Sanity and the Metaphysics of Responsibility untersuchte die philosophischen Implikationen der Verteidigung von Wahnsinn für das Problem des freien Willens und der Verantwortlichkeit.<ref>Susan Wolf: Sanity and the Metaphysics of Responsibility. In: Responsibility, Character, and the Emotions: New Essays in Moral Psychology. Cambridge University Press, Cambridge 1988, ISBN 978-0-521-32720-6, S. 46–62, doi:10.1017/CBO9780511625411.003.</ref> In diesem Feld erlangte die Schrift Moral Saints einen gewissen Ruf, in welcher sie die Idee des moralisch perfekten Menschen als ethisches Ideal angreift, weil nichtmoralische Werte wie Humor und Schönheit auch wertvoll seien.<ref>Des Guten zu viel? 40 Jahre Susan Wolfs „Moral Saints“ – Eine Relektüre. Forschungsportal Sachsen-Anhalt, 1. Februar 2022, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> Mit Philippa Foot und Bernard Williams argumentiert sie gegen die Übergewichtung von Moral in der praktischen Philosophie.<ref>Susan Wolf Moral Saints Analysis – 1713 Words. In: Cram. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>

Sie äußerte ihre Kritik an der einflussreichen Ethik von Derek Parfit in der Berkeley Tanner-Vorlesung (2002). Neben ihr gehörten Barbara Herman, Allen W. Wood und Thomas M. Scanlon zu den ausgesuchten Kontrahenten unter den renommierten Kantforschern.<ref>Susan Wolf: Hiking the Range. In: Derek Parfit (Hrsg.): On what matters (= The Berkeley Tanner Lectures). Band 2. Oxford University Press, Oxford; New York 2011, ISBN 978-0-19-957280-9, S. 33–57.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Mentale Gesundheit und die Metaphysik der Verantwortung (1987). In: Christoph Halbig et al. (Hrsg.): Moralische Verantwortung: Grundlagentexte (= suhrkamp tb wissenschaft. Nr. 2401). Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-30001-5.
  • Charles Taylor, Amy Gutmann, Steven C. Rockefeller, Michael Walzer, Susan R. Wolf, Jürgen Habermas: Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung (= Suhrkamp-Tb. Wissenschaft. Nr. 1929). 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-518-29529-8.
  • The Variety of Values. Essays On Morality, Meaning, And Love. Oxford University Press 2014, ISBN 0-19-533281-4.
  • Hrsg. mit Christopher Grau: Understanding Love: Philosophy, Film, And Fiction. Oxford University Press, 2013, ISBN 0-19-538450-4.
  • Meaning in Life and Why It Matters. 2012, Princeton University Press, ISBN 978-0-691-15450-3.
  • 'Mit Neil Stanley: 'Wolf and Stanley on Environmental Law., Cavendish Publishing 2010, ISBN 0-415-41846-1.
  • Freedom Within Reason. Oxford University Press 1994, ISBN 0-19-508565-5.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Susan Wolf. In: Department of Philosophy UNC. 11. Oktober 2013, abgerufen am 17. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Video: LoveAndHumanAgency.org: Susan Wolf: „The Importance of Love“. 31. Oktober 2014, abgerufen am 17. Februar 2026. Konferenz Love and Human Agency am Franklin & Marshall College, 19. September 2014.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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