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Susanna Kraus

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Susanna Kraus (* 1957 in München; † 9. März 2025) war eine deutsche Schauspielerin und Künstlerin.<ref>Erik Heier: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Du bist Berlin: Susanna Kraus – die Großbildjägerin (Memento vom 25. Oktober 2020 im Internet Archive). In: tip Berlin, abgerufen am 14. Mai 2015</ref> Neben ihrer Schauspielkarriere widmete sie sich der Porträtfotografie mit der begehbaren Imago Camera. Diese Großformatkamera war 1972 von Kraus’ Vater Werner Kraus und dem Goldschmied Erhard Hößle erfunden worden. Susanna Kraus machte den Apparat ab 2004 nach 30 Jahren wieder betriebsbereit. Seit 2004 entstanden großformatige Bilder von u. a. Akrobaten, Punks und Holocaust-Überlebende. Kraus stellte z. B. in der Pinakothek der Moderne, dem Kunsthistorischen Museum Wien und am ZKM aus.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Susanna Kraus machte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fotoassistentin bei ihrer Mutter, der Modefotografin Karin Kraus. In den 1970er Jahren verwirklichte sie mit ihrem Vater, dem Physiker Werner Kraus, experimentelle Arbeiten mit der von ihm und dem Goldschmiedeprofessor Erhard Hößle<ref name=":0" /> 1972<ref name=":5" /> entwickelten analogen Großformatkamera Imago. Diese Werke wurden u. a. auf der Photokina, im Haus der Kunst und auf der Weltausstellung der Fotografie gezeigt.<ref name=":1">Kunsthistorisches Museum Wien (Hrsg.): Göttliches Spiel. Susanna Kraus, Annegret Kohlmayer, Wien 2007. Wien 2007, ISBN 978-3-85497-116-0.</ref> Ab 1978 wurde das Fotopapier, auf dem die Kamera direkt belichtete, nicht mehr hergestellt, und ihr Betrieb wurde eingestellt.<ref>Gerrit Wiesmann: Taking a Selfie in Berlin, With a 3-Ton Camera. In: The New York Times. 29. November 2016, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 23. März 2025]).</ref>

Anfang der 1980er Jahre<ref name=":2">Die Künstler. In: Wir! Sind! Hier! Ein künstlerisches "Dennoch!" History & Documentation e.V., abgerufen am 23. März 2025.</ref> absolvierte Kraus eine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München.<ref>Bernhard Schulz: Die Fotografin, die den Porträtierten die Regie überließ | Monopol. In: Monopol Magazin. 14. März 2025, abgerufen am 21. März 2025.</ref> Sie nahm ab 1982 Engagements am Theater sowie im Film- und Fernsehbereich wahr. Nach einer 20-jährigen Laufbahn als Schauspielerin konzentrierte sie sich ab 2004 wieder auf die Fotografie.<ref name=":2" /> Sie reaktivierte die Imago Camera, deren 7 × 4 × 3 Meter großer Korpus bei der Neuen Sammlung eingelagert war, die Optik lag bei ihrem Vater. Gemeinsam mit ihren beiden Söhnen und unter Schirmherrschaft von Dieter Rehm baute Kraus die Kamera in den Räumen der Kunstakademie München wieder zusammen.<ref name=":4">Imago Geschichte. Berlin Tourismus & Kongress GmbH, Oktober 2019 (visitberlin.de [PDF]).</ref> Sie sorgte dafür, dass die Firma Ilford das spezielle Schwarzweiß-Umkehrpapier neu auflegte, auf das die Imago direkt belichtet. 2006 entstand das erste Bild nach der erneuten Inbetriebnahme – es zeigte die beiden Erfinder Werner Kraus und Erhard Hößle. Im selben Jahr stellte Kraus Imago-Bilder von Wiener Psychoanalytikern aus. Kennzeichnend für ihre Arbeit mit der Großbildkamera war, dass die Fotografierten die Kamera alleine betraten und sich dort einem seitenrichtigen Spiegelbild gegenübersahen. Sie entschieden sich selbst dafür, den Auslöser zu betätigen. In den kommenden Jahren entstanden auf diese Weise je 60 × 200 Zentimeter große Schwarzweißaufnahmen, z. B. von Peter Sloterdijk, Peter Weibel, Suzanne von Borsody und anderen Prominenten.<ref name=":5">Mach dir dein eigenes Bild. In: Die Zeit. 4. Februar 2010, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 23. März 2025]).</ref> Kraus konzipierte auch Serien, neben den Wiener Psychoanalytikern lichteten sich Akrobaten des Circus Roncalli, Kreuzberger Punks und Holocaust-Überlebende mit der Kamera selbst ab.<ref name=":3">Bernhard Schulz: Die Fotografin, die den Porträtierten die Regie überließ. In: Monopol. 14. März 2025, abgerufen am 18. März 2025.</ref>

Susanna Kraus lebte seit 1990 mit den beiden Söhnen in Berlin.<ref name=":1" /> Sie verstarb im März 2025.<ref name=":0">Kirsty Hazlewood: Remembering Susanna Kraus – Imago Camera visionary. In: Cinematography World. 13. März 2025, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke in Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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