Susanne Kalss
Susanne Kalss (* 1966 in Sankt Martin am Grimming<ref name="manz">MANZintern 2/2009: Susanne Kalss. Abgerufen am 8. Oktober 2017.</ref><ref name="wu-rotm">WU: Researcher of the Month: Susanne Kalss. Artikel vom 19. Juli 2017, abgerufen am 8. Oktober 2017.</ref>) ist eine österreichische Rechtswissenschafterin. Seit 2003 ist sie Professorin am Institut für Unternehmensrecht der Wirtschaftsuniversität Wien.
Leben[Bearbeiten]
Susanne Kalss absolvierte nach der Matura ein Studium der Rechtswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, wo sie 1989 mit einer Dissertation über den Umweltschutz im österreichischen Forstrecht zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. iur.) promovierte.<ref>Der Umweltschutz im österreichischen Forstrecht. Dissertation 1989, Universität Wien.</ref> Anschließend war sie im Rahmen eines Postgradualen Studiums am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz<ref name="manz"/>, das Studium schloss sie als Master of Laws (LL.M.) ab.<ref name="linde">Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss, LL.M. (Florenz). Abgerufen am 8. Oktober 2017.</ref> 1996 erhielt sie Apart-Stipendium und forschte am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg zum Thema Börserecht.<ref name="manz"/>
1999 habilitierte sie sich an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) mit einer Schrift über Die Wahrung von Anlegerinteressen zwischen Vertrag, Verband und Markt.<ref>Die Wahrung von Anlegerinteressen zwischen Vertrag, Verband und Markt. Habilitationsschrift, Wirtschaftsuniversität Wien 1999.</ref> Im Jahr 2000 wurde sie für ein Forschungsprojekt über Kapitalgesellschaften aus rechtsvergleichender und rechtshistorischer Sicht mit dem Start-Preis des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) ausgezeichnet und als Professorin für Privatrecht an die Universität Klagenfurt berufen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Universität Wien: Univ.-Prof. Dr. Susanne Kals ( vom 8. Oktober 2017 im Internet Archive). Abgerufen am 8. Oktober 2017.</ref> 2003 wechselte sie zurück an die WU Wien, wo sie Professorin am damaligen Institut für Zivil- und Unternehmensrecht wurde. Bis 2013 hatte sie den Vorsitz im Department für Unternehmens-, Arbeits- und Sozialrecht, in dieser Funktion folgte ihr Martin Winner nach.<ref>diepresse.com: Zivilrecht an WU: Susanne Kalss legt Vorsitz zurück. Artikel vom 13. Jänner 2013, abgerufen am 8. Oktober 2017.</ref>
Im September 2018 wurde an der WU Wien das Institut für Unternehmensrecht gegründet.<ref>Gründung des Instituts für Unternehmensrecht. Abgerufen am 10. Juli 2020.</ref> Seither ist sie Institutsvorstand und hat den Lehrstuhl für Unternehmensrecht I inne.<ref>WU (Wirtschaftsuniversität Wien). Abgerufen am 10. Juli 2020.</ref> 2021 ehrte sie die Bucerius Law School mit einer Ehrendoktorwürde.<ref name="law-school.de">Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Susanne Kalss. 9. November 2021, abgerufen am 5. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Funktionsperiode 2023 bis 2027 ist sie unter dem Vorsitz von Heinz W. Engl stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates des Wissenschaftsfonds FWF.<ref>Aufsichtsrat. In: fwf.ac.at. Abgerufen am 21. März 2024.</ref>
Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen das Gesellschaftsrecht, das Kapitalmarktrecht und das Unternehmensrecht.<ref name="manz"/><ref name="linde"/> Sie gibt mit Wulf Goette und Mathias Habersack den mehrbändigen und in mehreren Auflagen erschienenen Münchener Kommentar zum Aktiengesetz heraus.
Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]
- Forstrecht: Walderhaltung und Umweltschutz, Springer, Wien/New York 1990, ISBN 978-3-211-82196-1.
- Das Höchststimmrecht als Instrument zur Wahrung des Aktionärseinflusses. Service-Fachverlag, Wien 1992, ISBN 3-85428-218-4.
- mit Karin Wessely: Die Rechte des Aktionärs. Manz-Verlag, Wien 1994, ISBN 978-3-214-04955-3.
- mit Thomas Bachner: Verschmelzung, Spaltung, Umwandlung: die gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen (AktF, GmbHG, SpaltG und UmwG) in der Fassung des EU-Gesellschaftsrechtsänderungsgesetzes. Manz, Wien 1997; 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-214-05042-9.
- Anlegerinteressen: der Anleger im Handlungsdreieck von Vertrag, Verband und Markt. Springer, Wien/New York 2001, ISBN 978-3-211-83553-1.
- mit Brigitta Lurger: Rücktrittsrechte. Verlag Österreich, Wien 2001, ISBN 978-3-7046-1711-8.
- mit Martin Schauer: Allgemeines Handelsrecht. Springer, Wien/New York 2002, ISBN 978-3-211-83760-3.
- mit Holger Fleischer: Das neue Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz: einführende Gesamtdarstellung und Materialien. C.H. Beck, München 2002, ISBN 978-3-406-49234-1.
- mit Christoph Diregger, Martin Winner: Das österreichische Übernahmerecht: vier Jahre Übernahmepraxis – ein Gesamtüberblick. Linde-Verlag, Wien 2003; 2. Auflage 2007, ISBN 978-3-7073-0917-1.
- mit Christina Burger, Georg Eckert: Die Entwicklung des österreichischen Aktienrechts: Geschichte und Materialien. Linde-Verlag, Wien 2003, ISBN 978-3-7073-0221-9.
- mit Martin Oppitz, Johannes Zollner: Kapitalmarktrecht: System. Linde-Verlag, Wien 2005; 2. Auflage 2015, ISBN 978-3-7073-1511-0.
- mit Christian Nowotny, Martin Schauer: Österreichisches Gesellschaftsrecht: systematische Darstellung sämtlicher Rechtsformen. Manz-Verlag, Wien 2007; 2. Auflage 2017, ISBN 978-3-214-14299-5.
- mit Peter Kunz: Handbuch für den Aufsichtsrat. Facultas, Wien 2010; 2. überarb. und erw. Auflage 2016, ISBN 978-3-7089-1362-9.
- mit Christoph Klampfl: Europäisches Gesellschaftsrecht. C.H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-68600-9.
- mit Martin Schauer, Martin Winner: Allgemeines Unternehmensrecht. 3. revidierte Auflage, Facultas, Wien 2017, ISBN 978-3-7089-1433-6.
- mit Stephan Frotz, Paul Schörghofer: Handbuch für den Vorstand. Facultas, Wien 2017, ISBN 978-3-7089-1364-3.
- mit Ulrich Torggler: Treuepflichten. Manz-Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-214-10606-5.
- mit Ulrich Torggler: Aktuelle Fragen bei M&A. Manz-Verlag, Wien 2019, ISBN 978-3-214-15898-9.
- mit Martin Oppitz: Kapitalmarktrecht. Facultas, Wien 2023, ISBN 978-3-7089-2467-0.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1998: Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Rechts- und Staatswissenschaften<ref>Kardinal-Innitzer-Förderungspreise - Rechts- und Staatswissenschaften, auf kardinal-innitzer-fonds.at, abgerufen am 15. August 2023</ref>
- 2021: Ehrendoktorwürde der Bucerius Law School<ref name="law-school.de" />
- 2026: Women in Law Academic Award 2026<ref>Auszeichnung für Susanne Kalss als „Women in Law Academic 2026“. In: extrajournal.net. 29. April 2026, abgerufen am 9. Mai 2026.</ref><ref>Susanne Kalss erhält Women in Law Academic Award 2026. In: intenture-news.com. 8. Mai 2026, abgerufen am 9. Mai 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Susanne Kalss im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Susanne Kalss auf der Website der Wirtschaftsuniversität Wien
- Publikationen auf der Website der Wirtschaftsuniversität Wien
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kalss, Susanne |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Rechtswissenschafterin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 1966 |
| GEBURTSORT | Sankt Martin am Grimming |
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- Geboren 1966
- Frau
- Ehrendoktor einer Hochschule
- Bucerius Law School