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Sven Simon (Fotograf)

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Datei:Sven-Simon-Park Falkenstein - Gedenkstein.jpg
Gedenkstein im Sven-Simon-Park
Datei:3269 Axel Springer jr.JPG
Grab von Katrin Springer und Axel Springer jr.

Sven Simon (Pseudonym von Axel Springer junior; * 7. Februar 1941 in Hamburg; † 3. Januar 1980 ebenda) war ein deutscher Fotograf und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Verlegers Axel Springer war zeitweise Chefredakteur der Welt am Sonntag, hat sich jedoch vor allem einen Namen als Sportfotograf gemacht und für seine Arbeit zahlreiche Preise gewonnen: So wurde Simons Fotografie des damaligen deutschen Nationalspielers Uwe Seeler, der beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 mit hängendem Kopf das Spielfeld des Wembley-Stadions verlässt,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die Tragödie von Wembley.] stern, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. September 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> von der Welt am Sonntag zum „Sportfoto des Jahrhunderts“ gewählt. Nicht minder ikonenhaft wurde sein Bild des ‚Kniefalls von Warschau‘ des damaligen Kanzlers Willy Brandt.<ref>Süddeutsche Zeitung: Wahre Lügen. Abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref><ref>Michael Sontheimer, Der Spiegel: Willy Brandt in Warschau – Der Spiegel – Geschichte. Abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref> Ebenfalls von ihm stammt das bekannte Bild von einem sichtlich erschütterten Bundeskanzler Helmut Schmidt auf der Trauerfeier für Hanns Martin Schleyer zwischen den Angehörigen.<ref>Bild zu: Schmidt erhält Schleyer-Preis: Aussöhnung nach 36 Jahren – Bild 1 von 1 – FAZ. In: faz.net. Abgerufen am 10. November 2015.</ref>

Sven Simon heiratete mit 21 Jahren und trennte sich von seiner Frau 1970.<ref name="WDR.de">Stichtag: 3. Januar 1980 – Axel Springer junior erschießt sich, wdr.de, 3. Januar 2015</ref> Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn<ref>Fotograf Sven Simon: »Was mag dich in diese Hölle gezogen haben?« In: spiegel.de. 8. Februar 2021, abgerufen am 20. November 2021.</ref> und eine Tochter.<ref>Marc Bartl: Wir sind überzeugt: Axel-Springer-Enkel verkaufen Anteile an KKR, kress.de, 16. August 2019</ref><ref name="WDR.de" />

Am 3. Januar 1980, dem Tag der Beerdigung Rudi Dutschkes<ref>Wolfgang Kraushaar: Die blinden Flecken der 68er-Bewegung. In: Youtube. Stiftung Demokratie Saarland, 30. Juli 2018, abgerufen am 18. April 2024.</ref>, beging Axel Springer jr. im Alter von 38 Jahren in Hamburg Suizid.<ref>Ins Ungewisse. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1980 (online).</ref> Er wurde auf dem Friedhof Groß Flottbek in Hamburg begraben.

Um sein Andenken zu wahren, stiftete die Welt am Sonntag den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Sven-Simon-Preis für Natur- und Sportfotografie, Axel Springer senior den Sven-Simon-Park am Falkenstein in Hamburg. Sein Sohn Axel Sven Springer (* 1966) arbeitete den tragischen Verlust des Vaters in seinem 2012 erschienenen Buch Das neue Testament<ref>Axel Sven Springer: Das neue Testament. Mein Großvater Axel Springer, Friede, ich und der Strippenzieher; die wahre Geschichte einer Erbschaft. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-12-1.</ref> auf.<ref>3. Januar 1980 – Axel Springer junior erschießt sich. Westdeutscher Rundfunk, 3. Januar 2015, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Sven Simon (Hrsg.): Sylt – Abenteuer einer Insel. Hoffmann und Campe, Hamburg 1980, ISBN 3-455-08920-8
  • Axel Sven Springer: Das (neue) Testament. Mein Großvater Axel Springer, Friede, ich und der Strippenzieher. Die wahre Geschichte einer Erbschaft. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-12-1.
  • Axel Sven Springer, Lars-Broder Keil (Hrsg.): Das besondere Bild – Werk und Leben des Fotografen Sven Simon. Edition Braus, Berlin 2020, ISBN 978-3-86228-220-3.
  • Ins Ungewisse. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1980 (online).
  • Michael Jürgs: Der Erlöser aus Altona. In: Der Spiegel. Nr. 27, 1995 (online – über Axel Springers Leben).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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