Swarzewo
| Swarzewo Swôrzewò | ||||||
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| Vorlage:Platzhalterbild Hilfe zu Wappen |
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: |
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| Woiwodschaft: | Pommern | |||||
| Powiat: | Puck | |||||
| Gmina: | Puck | |||||
| Geographische Lage: | 54° 46′ N, 18° 24′ O
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| Einwohner: | 1044 (31. März 2011<ref>GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 6. Juli 2017</ref>) | |||||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||||
| Eisenbahn: | Bahnstrecke Reda–Hel | |||||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |||||
Swarzewo (deutsch Schwarzau, früher Schwarsau, kaschubisch Swôrzewò) ist ein Dorf in der Landgemeinde Puck (Putzig) im Powiat Pucki der polnischen Woiwodschaft Pommern.
Geographische Lage[Bearbeiten]
Das Kirchdorf liegt in der historischen Landschaft Westpreußen, westlich der Danziger Bucht, am Nordufer der Zatoka Pucka (Putziger Wiek), etwa sieben Kilometer nördlich von Puck und 47 Kilometer nördlich von Danzig.
Geschichte[Bearbeiten]
Das Dorf wurde auf einer vor Hochwasser geschützten Bodenerhebung am Putziger Wiek errichtet.<ref>August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 413.</ref> Wie Steinkistengräber mit pommerellischen Gesichtsurnen belegen, waren die Bodenerhebungen in der Region, die sogenannten ‚Kämpen‘, bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt.<ref>Sitzung des anthropologischen Vereins zu Danzig vom 13. August 1873. In: Corrsepondenz-Blatt der deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Nro. 9, Braunschweig, September 1873, S. 65–67.</ref><ref>Ernst Förstemann: Das nördliche Pommerellen und seine Alterthümer. In: Preußische Provinzial-Blätter, Band 9, Königsberg 1850, S. 254–275.</ref>
Im Jahr 1340 wurde der Ort unter dem Namen Swarsow erwähnt.<ref name="HP">Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 208.</ref> Hier in der Nähe wurden Grabstätten aus heidnischer Zeit gefunden.<ref>Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 9.</ref> Das Dorf wurde am 16. Oktober 1340 von dem Danziger Ordenskomtur Winrich von Kniprode dem Schultheißen Conrad verliehen, mit 40 Hufen nach culmischem Recht und der Erlaubnis, für den Eigenbedarf im Haff mit leichtem Gerät zu fischen.<ref name="HP" /> Das Privileg ging später bei einem Brand verloren; deshalb stellte 1552 König Sigismund II. August von Polen ein weitgehend gleichlautendes aus.<ref name="HP" />
Durch die Erste Teilung Polen-Litauens 1772 wurde das westliche Preußen mit dem Gebiet um Neustadt und Putzig unter Friedrich II. von Preußen mit dem östlichen Teil des Königreichs Preußen in dem Maße wiedervereinigt, wie diese Teile zur Zeit des Deutschordensstaats miteinander verbunden gewesen waren. Schwarzau gehörte danach zum Königreich Preußen. Im Jahr 1789 wird Schwarsau als ein königliches Dorf mit einer katholischen Kirche, einem Lehnmannsgut und 23 Feuerstellen (Haushaltungen) bezeichnet.<ref name="JFG">Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preußen. Teil II, Marienwerder 1789, Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, S. 205.</ref> 1845 gehörte Schwarzau zum Land- und Stadtgericht Putzig.<ref>A. C. v. Vegesack: Westpreußisches Provinzialrecht. Band 1, Danzig 1845, S. 16.</ref>
Im Jahr 1919 war Schwarzau dem Kreis Putzig im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs zugeordnet.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde der größte Teil des Kreises Putzig, und damit auch das Dorf Schwarzau, aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors mit Wirkung vom 20. Januar 1920 an Polen abgetreten. Durch den Überfall auf Polen 1939 kam das völkerrechtswidrig annektierte Gebiet des Korridors zum Deutschen Reich, und Schwarzau wurde dem Kreis Neustadt im Reichsgau Danzig-Westpreußen angegliedert, zu dem es bis 1945 gehörte.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befreite im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region und Swarzewo kam wieder zu Polen. Soweit die deutschen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit vertrieben.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1864 | 448 | <ref>Preußisches Finanzministerium: Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Danzig (7. Kreis Neustadt). Berlin 1867, S. 26, Nr. 166.</ref> |
| 1871 | 469 | <ref>Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 230–231, Nr. 177.</ref> |
| 1905 | 573 | <ref>http://www.agoff.de/?p=26037</ref> |
| 1910 | 540 | <ref>Landkreis Putzig. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Januar 2023; abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> |
| 2008 | 988 | <ref name="TERYT">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Central Statistical Office (GUS) - TERYT (National Register of Territorial Land Apportionment Journal).] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Januar 2014 (polnisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
Kirche[Bearbeiten]
Das Kirchengebäude von Schwarzau gehörte der katholischen Kirche. Seine Architektur diente als Vorbild für den Kirchenbau in Kußfeld (Kuźnica).
Literatur[Bearbeiten]
- Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 208.
Weblinks[Bearbeiten]
Siehe auch[Bearbeiten]
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
