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Synagoge Abterode

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Datei:Abterode Synagoge .png
Die Synagoge in Abterode um 1900 (Ausschnitt aus einer Ansichtskarte)

Die Synagoge in Abterode, einem Ortsteil von Meißner im Werra-Meißner-Kreis in Hessen, wurde 1870 errichtet. Die profanierte Synagoge befindet sich am Hinterweg 1.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Die zweigeschossige Synagoge im Stil des Historismus ist aus roten Sandsteinquadern erbaut. Ein separater Eingang führte auf die Frauenempore. Der symmetrische Bau ist an der Ost- und Westseite durch Mittellisenen in drei Felder unterteilt. Die Gurtgesimse ergeben eine Aufteilung in jeweils sechs Flächen, wobei jede Fläche eine Tür- oder Fensteröffnung besitzt. Der Innenraum war mit einer kunstvollen Ausmalung geschmückt, die Pflanzenornamente und stilisierte Vorhänge zeigte.

Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge von überwiegend auswärtigen SA-Angehörigen vernichtet.

Datei:Synagoge Abterode 2.jpg
Das Gebäude der Synagoge im Jahr 2016

1944 wurde das Synagogengebäude vom Spar- und Darlehensverein gekauft und dann als Lagerraum genutzt. 1990 wurde das Gebäude zu einer Bankfiliale umgebaut.

Im Jahr 2015 wurden von den neuen Nutzern im Dachgeschoss Wandmalereien entdeckt.<ref>Constanze Wüstefeld: Dachgeschoss der ehemaligen Synagoge Abterode beherbergt Wandmalereien. In: Werra-Rundschau vom 25. Mai 2015</ref>

Der Text auf der Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge lautet: Ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde Abterode. Erbaut 1871. Seit 1944 im Besitz des Spar- und Darlehenskassenvereins Abterode. Niederlassung der Raiffeisenbank Meißnervorland eG., die das bis dahin als Zahlstelle und Lager genutzte Gebäude in 1992/93 grundlegend renovierte. Dem Schicksal der Abteröder Synagoge und ihrer Gemeinde gedenkt die Eintragung Abterodes im Tal zerstörter jüdischer Gemeinden 'Yad Vashem' in Israel.

Geniza[Bearbeiten]

Auf dem Dachboden der Synagoge wurde 1988 eine Geniza mit zahlreichen Schriften, Gebetbüchern und rituellen Gegenständen gefunden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Band 1: Aach – Groß-Bieberau. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-08077-2 (Online-Ausgabe).
  • Thea Altaras: Synagogen und jüdische Rituelle Tauchbäder in Hessen – Was geschah seit 1945? 2. Auflage, Königstein im Taunus 2007, ISBN 978-3-7845-7794-4, S. 188–189.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Synagoge Abterode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 51° 12′ 38,7″ N, 9° 56′ 14,5″ O

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