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Synagoge Embken

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Datei:Embken(Nideggen) Gedenktafel Jüdische Gemeinde Synagoge622.JPG
Gedenktafel am Dorfplatz in Embken

Die Synagoge Embken stand in Nideggener Stadtteil Embken im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen.

Zur damaligen Synagogengemeinde, die seit über 600 Jahren bestand, gehörten auch die Juden aus Wollersheim und Berg. Der Bevölkerungsanteil der jüdischen Mitbürger in Embken lag um 1900 bei 7,5 %.

Das Fachwerkgebäude wurde wahrscheinlich 1869 erbaut. Es stand auf dem Flurstück Im Kirschgarten in der Neffeltalstraße.<ref>Franz-Josef Brandenburg: Der Untergang der Embkener Synagogengemeinde in Jahrbuch des Kreises Düren 1988, S. 48–54, ISSN 0342-5835</ref> Fotos und Pläne existieren nicht mehr.

Das Gebäude hatte keinen Keller. Die Mauern im Erdgeschoss bestanden aus Bruchsteinen, darüber aus Fachwerk. Die Gebäudehöhe bis zur Traufe betrug etwa 5–6 m. Neben der Synagoge wohnte der Hausmeister. Das Haus gehörte ebenfalls der jüdischen Gemeinde.<ref>Ludger Dowe in Synagogen im Kreis Düren, herausgegeben 2013 von der Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren, 2013, ISBN 978-3-930808-12-0.</ref>

Während der Novemberpogrome am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt und das Inventar wurde zerstört. Im Hof wurden die Gewänder und die Gebetsrolle verbrannt. Hierzu wurde aus einem benachbarten Stall Stroh als Brandbeschleuniger geholt. Das Löschen des Brandes war nicht erlaubt.

An die jüdische Gemeinde und die Opfer der NS-Herrschaft – mindestens 13 Embkener Juden sollen dem Holocaust zum Opfer gefallen sein – erinnert seit Mitte der 1980er-Jahre eine metallene Gedenktafel am Rande des Dorfplatzes. Die Inschrift unter der Darstellung eines Davidsterns lautet „Unseren jüdischen Mitbürgern den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945 zum ehrenden Andenken“.<ref>Synagoge Embken. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands RheinlandVorlage:Abrufdatum</ref>

Am 10. November 2015 wurde eine Gedenktafel am ehemaligen Synagogenstandort enthüllt, die von den Eheleuten Brandenburg gestiftet worden war.<ref>gkli: Chronisten stiften Gedenktafel in Embken. In: aachener-zeitung.de. 17. August 2018, abgerufen am 18. Februar 2024.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 50° 41′ 0,1″ N, 6° 34′ 20,2″ O

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