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Tesat-Spacecom

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Tesat-Spacecom GmbH & Co.KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Tesat_Logo.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1949
Sitz Backnang, Deutschland Deutschland
Leitung Caroline Weishäupl-Breitsamter, Matthias Edler von Hayek-Boelingen, Rolf Leonhardt
Mitarbeiterzahl 1139 (2025)<ref name="JA_25">Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 im Unternehmensregister</ref>
Umsatz 219,94 Mio. EUR (2025)<ref name="JA_25" />
Branche Luft- und Raumfahrttechnik
Website www.tesat.de
Stand: 31. Dezember 2025

Die Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG (Tesat) aus Backnang ist Teil des Airbus-Konzerns und entwickelt, produziert und testet nachrichtentechnische Nutzlasten für internationale Satellitenhersteller.

Geschichte[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Datei:Tesat home-klein.jpg
Tesat-Spacecom in Backnang
Datei:ILA 2018, Schönefeld (1X7A5209).jpg
Von Tesat hergestelltes Laser Communication Terminal

Im Jahr 1949 wurde die AEG (Allgemeine Elektricitäts Gesellschaft) Fernmeldetechnik von Berlin nach Backnang verlagert.<ref>AEG am Funkturm, Wirtschaftsrevue vom 18. Oktober 1950, Seite 5, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.</ref> 1955 wurde die AEG Fachgebiet Richtfunk von Ulm nach Backnang verlagert und die Gründung der Telefunken GmbH erfolgte.<ref>Heinz Wollenhaupt: Richtfunk in Deutschland von 1936 bis 1956: Die Vorgeschichte zum Backnanger Richtfunk, in: Backnanger Jahrbuch 25, 2024. S. 180.</ref> Der Standort blieb auch nach der Fusion mit der AEG zur AEG Telefunken AG im März 1967 bestehen. 1981 erfolgte im Rahmen der lang anhaltenden Krise der AEG die Umwandlung des in Backnang ansässigen Unternehmenszweigs in eine GmbH, die AEG-Telefunken Nachrichtentechnik GmbH.<ref>Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Historischer Auszug zur Registernummer 21827, abgerufen unter handelsregister.de.</ref><ref>Das lange Siechtum der AEG, Stuttgarter Zeitung vom 16. November 1991.</ref>

AEG-Telefunken hatte mit 51 % der Gesellschafter-Anteile weiterhin die Mehrheit, 49 % gingen an ein Konsortium aus Bosch, Mannesmann und Allianz. Im Rahmen des Vergleichs-Antrags der AEG-Telefunken wurde 1983 der Anteil des Konzerns von den drei Mitgesellschaftern eingezogen und im gleichen Verhältnis zum vorherigen Gesellschafterbestand aufgeteilt. Das Unternehmen wurde nun unter dem Namen ANT Nachrichtentechnik GmbH geführt.<ref>Robert Bosch, Mannesmann und Allianz erwerben Mehrheit: AEG-Telefunken verliert ATN Backnang, Computerwoche vom 3. Dezember 1982.</ref>

Im Jahr 1995 fand die Überführung der ANT Nachrichtentechnik GmbH in die Bosch Telecom GmbH statt.<ref>Neue Strategie für Mobilfunk-Markt, Handelsblatt vom 10. März 1995.</ref> Der Bosch-Produktbereich Raumfahrt wurde im Jahr 2000 in eine eigenständige Gesellschaft, die Bosch SatCom GmbH, eingebracht. Im November 2001 wurde die Bosch SatCom GmbH in die Tesat-Spacecom GmbH & Co.KG umfirmiert und im Dezember 2001 von der EADS Astrium GmbH erworben.<ref>Bosch Stacom dockt bei Astrium an, Börsen-Zeitung vom 24. Juli 2001.</ref> Tesat wurde für die Produktion nachrichtentechnischen Nutzlasten von Satelliten ausgebaut und blieb als eigenständiges Unternehmen erhalten.<ref>High Tech aus dem Land im Weltall, Stuttgarter Zeitung vom 27. September 2006.</ref>

Datei:3-1-2.jpg
Wanderfeldröhrenverstärker von Tesat

Wichtige Projekte[Bearbeiten]

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1971 startete die AEG Telefunken AG ihr erstes Raumfahrtprojekt mit dem Namen Intelsat IV. Im Jahr 1989 vollendete die ANT Nachrichtentechnik das erste komplette Satellitenprojekt DFS-Kopernikus gemeinsam mit MBB/Erno, die 1990 in die Deutsche Aerospace Aktiengesellschaft (DASA) überging. Mit dem Projekt Tempo startete die Bosch Telecom GmbH 1997 seine Großserienproduktion von Wanderfeldröhrenverstärkern. Im Jahr 2006 lieferte Tesat das Radarverstärker-Subsystem und die Datentransmitter für das deutsche Satellitenaufklärungssystem SAR-Lupe, ein Projekt der Bundeswehr.<ref>OHB (Hrsg.): SAR-Lupe nimmt Form an. Hochleistungsverstärker erfolgreich demonstriert / Bau des ersten Flugmodells in neuer Halle begonnen. 19. Dezember 2003 (HTML [abgerufen am 5. Juni 2018]).</ref> Der Forschungssatellit NFIRE der US Air Force wurde 2007 mit einem Laser Communication Terminal (LCT) von Tesat-Spacecom ausgestattet. Bei einer optischen Testverbindung im März 2008 der NFIRE mit TerraSAR-X, einem deutschen Erdbeobachtungssatelliten, konnte erstmals eine erfolgreiche Laserdatenverbindung mit 5,5 Gbit/sec hergestellt werden, dies entspricht 200.000 DIN-A4-Seiten pro Sekunde.<ref>Astrium (Hrsg.): TerraSAR-X laser communication terminal successfully tested. (Die nachstehende Seite ist nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2015. (Suche im Internet Archive) @1@2Vorlage:Toter Link/www.infoterra.de HTML [abgerufen am 17. Februar 2012]).</ref> Im Rahmen des European Data Relay Satellite System wurde 2014 mit einem Laser Communication Terminal (LCT) von Tesat-Spacecom erstmals ein optischer Inter-Satellite-Link zwischen einem geostationären Satelliten und einem niedrigfliegenden LEO-Satelliten hergestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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