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Tadeusz Breza

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Tadeusz Breza, 1970

Tadeusz Breza (* 31. Dezember 1905<ref>Dąbrowski, Mieczysław: Tadeusz Breza. Warschau 1982, S. 5</ref> in Siekierzyńce; † 19. Mai 1970<ref name="Vgl. 1983">Vgl.: Milosz, Czeslaw: The History of Polish Literature. Berkeley et al. 1983, S. 502</ref> in Warschau) war ein polnischer Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1924 in Posen<ref>Dąbrowski, Mieczysław: Tadeusz Breza. Warschau 1982, S. 5 bzw. S. 212</ref> studierte Breza zunächst in Warschau und London Jura und Philosophie und schloss dies mit einer Arbeit über David Hume ab,<ref name="Vgl. 2014">Vgl.: Lüderssen, Klaus: Nachwort zu „Audienz in Rom“ von Tadeusz Breza. In: Ders.: Produktive Spiegelungen III. In: Juristische Zeitgeschichte. Abteilung 6, Bd. 43. Berlin/Boston 2014, S. 107</ref> absolvierte jedoch auch eineinhalb Jahre<ref name="Vgl. 1983"/> das Noviziat der Benediktiner in Belgien.<ref name="Vgl. 2014"/> Breza war dann von 1929 bis 1932 Sekretär und Attaché in London,<ref name="Vgl. 2014"/> von 1933 bis 1937 arbeitete er für die Warschauer Zeitung Kurier Poranny. Von 1955<ref>Neu erschienen: Tadeusz Breza: „Das eherne Tor“. In: Der Spiegel. Nr. 29, 1963, S. 77 (online – 17. Juli 1963, nennt jedoch den Zeitraum 1955 bis 1958).</ref> bis 1959<ref>Dąbrowski, Mieczysław: Tadeusz Breza. Warschau 1982, S. 214. Nennt Zeitraum 1955 bis 1959.</ref> war er Kulturattaché in Rom, von 1961 bis 1965 arbeitete er als Kulturattaché in Paris.<ref name="Vgl. 1983"/> Breza war der Bruder des Architekten Achilles Breza.

Breza debütierte 1936<ref name="Vgl. 1983"/> mit dem Roman Adam Grywałd,<ref>Vgl.: Sterzenbach, Georg: Verdrehtes Theater. Justizbilder bei Franz Kafka und Tadeusz Breza. Mit einem Blick auf Thomas Bernhard. In: Weber, Hermann (Hg.): Recht und Juristen im Spiegel von Literatur und Kunst. Recht und Rechtsgeschichte Bd. 19. Berlin 2014, S. 46. Sterzenbach erwähnt dabei eine Rezension durch Bruno Schulz, nennt allerdings als Erscheinungsjahr 1930.</ref> nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er den Romanzyklus Die Mauern von Jericho (1946). Er schrieb weiterhin Das Gastmahl des Balthasar (1952, dt. 1955) und das Tagebuch aus seiner Zeit in Rom Das Bronzetor (1959, dt. 1962). Seine Erfahrungen mit der Kurie verarbeitete er in dem Roman Audienz in Rom (1960, dt. 1962).

Breza weilte auf Einladung des Comité International pour le Placement des Intellectuels Réfugiés vom November 1947 bis zum Januar 1948 in der Westschweiz. Er verfasste währenddessen eine kritische Artikelfolge für die polnische Wochenzeitung Odrodzenie mit dem Titel "Schweizer Notizbuch". Darin konstatiert Breza sterile Sauberkeit, ein Unverständnis für die Leiden und Gräuel des Kriegs sowie geistige Stagnation als Folge der Furcht vor jeder Veränderung.<ref>Breza, Tadeusz. Abgerufen am 8. August 2025.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Lüderssen: Nachwort zu Audienz in Rom von Tadeusz Breza. In: Ders.: Produktive Spiegelungen III. In: Juristische Zeitgeschichte. Abteilung 6, Bd. 43. Berlin/Boston 2014, S. 107–114.
  • Georg Sterzenbach: Verdrehtes Theater. Justizbilder bei Franz Kafka und Tadeusz Breza. Mit einem Blick auf Thomas Bernhard. In: Hermann Weber (Hg.): Recht und Juristen im Spiegel von Literatur und Kunst. Recht und Rechtsgeschichte Bd. 19. Berlin 2014, S. 43–60.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tadeusz Breza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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