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Wucherblumen

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Wucherblumen
Datei:Tanacetum parthenium3.jpg

Mutterkraut (Tanacetum parthenium)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Wucherblumen
Wissenschaftlicher Name
Tanacetum
L.

Die Wucherblumen (Tanacetum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die 150 bis 160 Arten gedeihen in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Tanacetum coccineum - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-037.jpg
Illustration aus Köhler's Medizinalpflanzen der Rotblütigen Wucherblume (Tanacetum coccineum)
Datei:Chrysanthemum corymbosum Sturm48.jpg
Illustration aus Sturm der Straußblütigen Wucherblume (Tanacetum corymbosum)
Datei:Illustration Tanacetum vulgare0.jpg
Illustration des Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Tanacetum-Arten sind meist ausdauernde, sehr selten einjährige, krautige Pflanzen oder selten Halbsträucher oder Sträucher. Viele Arten verholzen an ihrer Basis mehr oder weniger stark.<ref name="FoNA2006" /> Sie bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Es handelt sich meist um aromatisch riechende Pflanzen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder ungestielt.<ref name="FoNA2006" /> Die Blattspreiten sind selten einfach, meist sind sie gefiedert.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Vorherrschend sind aus körbchenförmigen Teilblütenständen zusammengesetzte (oft in Form einer Schirmrispe) Gesamtblütenstände, selten ist nur ein einzelner körbchenförmiger Blütenstand vorhanden. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von selten 3 bis, meist 5 bis über 22 Millimetern auf. Die (selten 20 bis) meist 30 bis mehr als 60 Hüllblätter stehen in (selten zwei) meist drei bis fünf Reihen. Spreublätter sind keine vorhanden. Die Blütenkörbe enthalten 10 bis über 21 Zungenblüten und 60 bis über 300 Röhrenblüten. Die meist weiblichen, fertilen oder sterilen Zungenblüten sind weiß oder gelb. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten sind gelb.

Die Achänen sind meist fünf- bis zehnrippig (vier- bis über zwölfrippig). Der Pappus besteht aus nur einem häutigen, krönchenförmigen Saum, selten ist kein Pappus vorhanden.

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9. Es liegt oft Polyploidie vor.<ref name="FoNA2006" />

Datei:Tanacetum achilleifolium 144722776.jpg
Blütenkörbe von Tanacetum achilleifolium
Datei:Tanacetum balsamita (15158676427).jpg
Frauenminze (Tanacetum balsamita)
Datei:Flowers of Tanacetum cinerariifolium 20180430.jpg
Dalmatinische Insektenblume (Tanacetum cinerariifolium)
Datei:Tanacetum coccineum1.jpg
Rotblütige Wucherblume (Tanacetum coccineum)
Datei:Tanacetum densum 2020-02-08 8067.jpg
Habitus und Laubblätter von Tanacetum densum
Datei:Tanacetum macrophyllum-Stueber.jpg
Habitus, Laubblätter und Gesamtblütenstand der Großblättrigen Wucherblume (Tanacetum macrophyllum)
Datei:Tanacetum macrophyllum-Stueber6.jpg
Ausschnitt eines Gesamtblütenstandes mit Blütenkörben im Detail der Großblättrigen Wucherblume (Tanacetum macrophyllum)
Datei:Tanacetum millefolium 2015-07-15 4473.JPG
Gesamtblütenstand mit Blütenkörben von Tanacetum millefolium
Datei:Tanacetum sericeum kz02.jpg
Habitus und Blütenkörbe von Tanacetum sericeum
Datei:Boerenwormkruid in berm.jpg
Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

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Pyrethrum[Bearbeiten]

Das Insektizid Pyrethrum wird aus den getrockneten Blüten von Tanacetum-Arten durch Zerkleinern oder Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen. Das „montenegrinische bzw. dalmatinische Insektenpulver“ wird aus der Dalmatinischen Insektenblume, Insektenpulverkraut (Tanacetum cinerariifolium, Syn.: Chrysanthemum cinerariifolium, Pyrethrum cinerariifolium), hingegen das „armenische, persische bzw. kaukasische Insektenpulver“ aus der Kaukasischen Insektenblume (Tanacetum coccineum, Syn.: Chrysanthemum coccineum, Pyrethrum roseum, Pyrethrum carneum) gewonnen. Die Pyrethrum-Arten waren eine eigene Gattung, sind aber heute in die Gattung Tanacetum eingegliedert.

Pyrethrum-liefernde Pflanzen werden bevorzugt angebaut in bzw. exportiert aus Afrika (beispielsweise Tansania, Kenia), Mittelamerika (beispielsweise Ecuador, Kolumbien), Neuguinea und Japan.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Tanacetum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 843 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref name="Euro+Med" /> Synonyme für Tanacetum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Balsamita Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill., Gymnocline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass., Pyrethrum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik., Pyrethrum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zinn, Spathipappus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tzvelev.<ref name="Euro+Med" />

Das Hauptverbreitungsgebiet der Gattung Tanacetum liegt in der Holarktis. Die Tanacetum-Arten gedeihen in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel in Eurasien, Nordafrika und Nordamerika. Einige Arten werden weltweit angebaut.

Es gibt 150 bis 160 Tanacetum-Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />

Die Gattung Tanacetum gehört zur Subtribus Anthemidinae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cass.) Dumort. der Tribus Anthemideae in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie Asteraceae.<ref name="Oberprieler2007" /><ref name="Oberprieler2009" />

Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Mit molekulargenetischen Daten wurde die Gattungen der Tribus Anthemideae in ihrem Umfang verändert und viele Arten in andere Gattungen gestellt.<ref name="Oberprieler2007" /><ref name="Oberprieler2009" /> Nicht mehr zur Gattung Tanacetum sondern nicht mal zu gleichen Subtribus gehören bei wenigen Autoren (Auswahl):<ref name="GRIN" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Robert Vogt: A new subtribal classification of the tribe Anthemideae (Compositae). In: Willdenowia. Band 37, Nr. 1, 2007, S. 89–114, doi:10.3372/wi.37.37104.
  • Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Mari Källersjö, Joan Vallès-Xirau, Linda E. Watson, Robert Vogt: 38 Anthemideae. S. 631–666. In: V. A. Funk, A. Susanna, T. F. Stuessy, R. J. Bayer (Hrsg.): Systematics, Evolution, and Biogeography of Compositae. Vienna: International Association for Plant Taxonomy (IAPT), 2009, ISBN 978-3-9501754-3-1. Volltext-PDF.
  • Flora of Pakistan. Volume 207 & 210. Tanacetum bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
  • Linda E. Watson: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. Tanacetum. S. 489–490 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Zhu Shi, Christopher J. Humphries, Michael G. Gilbert: Tanacetum. S. 763–765 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-07-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Tanacetum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Tanacetum In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoNA2006"> Linda E. Watson: Tanacetum. S. 489–490 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York / Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. </ref> <ref name="FoC"> Zhu Shi, Christopher J. Humphries, Michael G. Gilbert: Tanacetum Linnaeus., S. 763–765 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-935641-07-0. </ref> <ref name="FlPakistan"> Flora of Pakistan. Volume 207 & 210. Tanacetum bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberprieler2009"> Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Mari Källersjö, Joan Vallès-Xirau, Linda E. Watson, Robert Vogt: 38 Anthemideae. S. 631–666. In: V. A. Funk, A. Susanna, T. F. Stuessy, R. J. Bayer (Hrsg.): Systematics, Evolution, and Biogeography of Compositae. Vienna: International Association for Plant Taxonomy (IAPT), 2009, ISBN 978-3-9501754-3-1. Volltext-PDF. </ref> <ref name="Oberprieler2007"> Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Robert Vogt: A new subtribal classification of the tribe Anthemideae (Compositae). In: Willdenowia. Band 37, Nr. 1, 2007, S. 89–114, doi:10.3372/wi.37.37104. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wucherblumen (Tanacetum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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