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Tasmanischer Bergpfeffer

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Tasmanischer Bergpfeffer
Datei:CSIRO ScienceImage 3982 Leaves and Berries of the Mountain Pepper Tasmannia lanceolata.jpg

Tasmanischer Bergpfeffer (Tasmannia lanceolata)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Canellales
Familie: Winteraceae
Gattung: Tasmannia
Art: Tasmanischer Bergpfeffer
Wissenschaftlicher Name
Tasmannia lanceolata
(Poir.) A.C.Sm.

Der Tasmanische Bergpfeffer (Tasmannia lanceolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Poir.) A.C.Sm., Syn.: Drimys lanceolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Poir.), auch Tasmanische Pfefferbeere oder Australischer Pfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tasmannia innerhalb der Familie der Winteraceae.

Datei:Tasmannia lanceolata female.jpg
Mit weiblichen Blüten

Merkmale[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Der Tasmanische Bergpfeffer ist ein bis zu 5–10 m hoher, immergrüner Strauch oder Baum. Der Hauptstamm ist gerade, die Zweige entspringen aus spitzen Winkeln. Die Zweigstellen sind rötlich, dick und unbehaart mit einer dunkelbraunen, glatten Borke mit rauen Leisten, die sich von der Basis jeden Blattes ziehen. Die untere Borke ist ebenso dunkelbraun und dünn. Die jungen Zweige sind rötlich.

Die einfachen Laubblätter sind wechselständig mit einem kurzen (2–6 mm), dicken, roten Stiel. Die dicken, kahlen, ledrigen, lanzettlichen oder eilanzettlichen bis verkehrt-eilanzettlichen<ref name="nswfo" /> Blätter sind ganzrandig, mit einer rundspitzigen bis spitzen Spitze und einer keilförmigen Basis. Die Blätter sind gewöhnlich 5 bis 10 cm lang und 7 bis 20 mm breit<ref name="nswfo"/>, auf beiden Seiten glatt und seidig, dunkelgrün auf der Oberseite und etwas blasser, manchmal „bereift“, glauk auf der Unterseite. Sie weisen zahlreiche kleine Tupfen auf, die Öldrüsen.<ref name="dpipwe" /> Die Nervatur ist gefiedert mit etwas undeutlichen Seitenadern.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Der Tasmanische Bergpfeffer ist zweihäusig diözisch. Die eingeschlechtlichen Blüten mit doppelter Blütenhülle sind klein. Jede Blüte entspringt aus der Achsel einer Knospenschuppe und sie bilden Büschel von acht bis zehn Blüten, die einer kleinen Enddolde ähneln. Die gelblich-weißen Blüten sind 1–2 cm groß, an 5–15 mm langen, dicklichen Stielen, es sind rötliche Deckblätter vorhanden. Es sind zwei bis drei äußere, blattähnliche 5 mm große, kalyptrate Kelchblätter vorhanden, die verwachsen sind und bald nach dem Aufblühen abfallen. Die vier bis acht länglichen Kronblätter sind 5–9 mm groß. In der meist größeren männlichen Blüte sind etwa 20 Staubblätter mit dicklichen Staubfäden vorhanden und meist nur ein unfruchtbares Fruchtblatt. In der weiblichen Blüte ist meist nur ein geteiltes, gefurchtes und oberständiges Fruchtblatt vorhanden.

Die kugelige, zweiteilige, glatte Frucht ist beerenähnlich, erbsengroß, glänzend, zuerst dunkelrot und wird bei Reife schwarz. Sie enthält 10 bis 18 Samen.<ref name="dpipwe" /> Die schwärzlichen Samen sind nierenförmig.

Chromosomenzahl[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />

Datei:Tasmannia lanceolata (12994683473).jpg
Tasmanischer Bergpfeffer (Tasmannia lanceolata)

Ökologie[Bearbeiten]

Der Tasmanische Bergpfeffer überlebt mäßig kalte Winter und toleriert kurzzeitig Temperaturen bis −15 °C. Er kann an felsigen, windexponierten Stellen überleben, bevorzugt aber geschützte Stellen. Er wächst auf fruchtbaren, feuchten, gut entwässerten kalkfreien Böden – wobei auch Tonböden toleriert werden – am liebsten an halbschattigen Stellen. Er blüht in Tasmanien von September bis Januar. Die Beeren reifen von März bis April. Die Beeren werden von Vögeln z. B. aus der Gattung Strepera verzehrt. Die gesamte Pflanze ist aromatisch, scharf, das Holz ist ziemlich weich. Der Tasmanische Bergpfeffer ist resistent gegenüber dem Hallimasch, aber empfindlich auf Phytophthora cinnamomi.<ref name="dpipwe" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Tasmanische Bergpfeffer kommt in New South Wales, in den Blue Mountains<ref name="nswfo" />, in Victoria und in Tasmanien vor.<ref name="POWO" /> In Tasmanien kommt er vom Meeresspiegel bis in alpine Regionen von 300 bis 1400 m vor. Er bevorzugt kühle, feuchte Habitate und ist in kühl gemäßigten Regenwäldern und offenen Wäldern verbreitet. Er kommt auch in subalpinen Waldgebieten vor.<ref name="dpipwe" />

Taxonomie[Bearbeiten]

Der Tasmanische Bergpfeffer wurde 1808 von Jean Louis Marie Poiret in Encyclopédie méthodique. Botanique Band 8 Seite 799 als Winterana lanceolata ("Winterania") erstbeschrieben. Die Art wurde 1969 von Albert Charles Smith in Taxon Band 18 Seite 267 als Tasmannia lanceolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Poir.) A.C.Sm. in die Gattung Tasmannia gestellt.

Verwendung[Bearbeiten]

Die Blätter und Beeren werden normalerweise getrocknet als Gewürz verwendet.<ref name="katzer" /> Die Früchte und Blätter dienen als Ersatz von Pfeffer oder Piment, wie auch der ähnliche „Dorrigo Pepper“ von Tasmannia insipida und Tasmannia stipitata. Ähnlich verwendet werden die Früchte der nah verwandten Winterrinde (Drimys winteri).

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew N. Doust, Andrew Drinnan: Floral development and molecular phylogeny support the generic status of Tasmannia (Winteraceae). In: American Journal of Botany. 91(3), 2004, S. 321–31, doi:10.3732/ajb.91.3.321, online auf researchgate.net.
  • P. N. Ravindran: The Encyclopedia of Herbs and Spices. CABI, 2017, ISBN 978-1-78064-315-1 (2 Volume Set), S. 339 f, 984 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tasmanischer Bergpfeffer (Tasmannia lanceolata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="dpipwe">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Department of Primary Industries, Parks, Water and Environment (Tasmanian Government). Tasmannia lanceolata (Memento vom 19. April 2018 im Internet Archive) (PDF).</ref> <ref name="nswfo">Tasmannia lanceolata. bei New South Wales Flora Online.</ref> <ref name="katzer">Gernot Katzer: Tasmanischer Bergpfeffer.</ref> <ref name="IPCN">Tasmannia lanceolata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO">Tasmannia lanceolata. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>