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Tatort: Der Hammer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Produktions­unternehmen Colonia Media Filmproduktion GmbH im Auftrag des WDR<ref name="presseheft_s2" />
Regie Lars Kraume
Drehbuch Lars Kraume
Produktion Sonja Goslicki
Musik
Kamera Jens Harant
Schnitt Barbara Gies
Premiere 13. Apr. 2014 auf Das Erste
Besetzung
→ Episodenliste →

Der Hammer ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort. Der Film wurde vom WDR produziert und am 13. April 2014 von den Sendern Das Erste, ORF 2 und SRF 1 erstausgestrahlt. Er ist die 907. Folge der Tatort-Reihe, der 25. Fall mit dem von Axel Prahl und Jan Josef Liefers dargestellten Ermittlerduo Thiel und Boerne. Regie führte Lars Kraume, der auch das Drehbuch schrieb.<ref name="presseheft_s2">WDR/Das Erste: Presseheft (PDF; 2,79 MB), S. 2, abgerufen am 16. März 2014</ref>

Thiel und Boerne ermitteln in der Folge gegen einen als Superhelden getarnten Serienmörder, der seine Opfer mit einem Hammer erschlägt.

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Wolfgang Öhrie, ein einflussreicher Bauunternehmer, wurde in seinem Büro mit Säure angegriffen, mit einem Hammer erschlagen und anschließend aus dem Fenster auf die Straße geworfen. Mit der Waikiki-Oase hatte er in Münster ein umstrittenes Bauprojekt geleitet, von dem die Mitglieder einer Bürgerbewegung vermuten, dass es sich nicht um ein herkömmliches Wellness- und Erlebnisbad, sondern um ein riesiges Bordell handelt, das in Münster entstehen soll. Kommissar Frank Thiels Vater Herbert avanciert zu einem der Wortführer der Demonstranten gegen den Bau und richtet in seinem Haus die Kommandozentrale der Bürgerbewegung ein. Während einer Demonstration lässt er sich zusammen mit einer Freundin an ein Baustellenfahrzeug ketten. Münsters Bürger sind aufgebracht, denn die Häuser der Anwohner sind aufgrund ihrer Nähe zu dem geplanten Bordell von einem hohen Wertverlust betroffen.

Kurz darauf wird der Zuhälter Bruno Vogler in einem Münsteraner Parkhaus erschlagen aufgefunden. Neben einer trauernden Witwe und einer hysterischen Geliebten hinterlässt er einen handfesten Korruptionsskandal. Das Video der Überwachungskamera zeigt den maskierten Täter, der ein Superheldenkostüm trägt und mit einer Wasserpistole Säure auf das Opfer schießt, bevor er es erschlägt. Boernes Assistentin Silke Haller gibt den Hinweis, dass der Täter sich an dem Superhelden-Comic The Hunter aus den 70er Jahren orientiert. Boerne stellt fest, dass erneut ein Hammer die Mordwaffe war, mit der die Zahl „2“ auf die Stirn des Toten geschlagen wurde. Er untersucht erneut die Leiche des Bauunternehmers Öhrie und findet dort eine auf der Stirn eingeschlagene „1“. Vom Ehrgeiz gepackt, führt ihn seine akribische Recherche schließlich in einen Baumarkt, in dem er einen Schlagzahlhammer, wie ihn Forstarbeiter zur Markierung von Bäumen verwenden, findet. Durch Versuche an Schweineköpfen kann Boerne nachweisen, dass beide Opfer durch einen solchen Hammer zu Tode kamen.

Thiel zeigt Voglers Witwe Fotos vom Tatort. Ihr fällt auf, dass Vogler eine Zeitung bei sich hatte, obwohl er sonst nie gelesen hat. Auf der Zeitung finden sich Fingerabdrücke, die Boerne und Thiel auf die Fährte des wegen Betrugs vorbestraften Leif Claasen führen, der bereits mehrmals mit dem Unternehmen zusammengearbeitet hat, das den umstrittenen Bordellbau plant. Als sie mit einer Spezialeinheit bei seinem Haus eintreffen, finden sie ihn jedoch tot im Pool. Er wurde bereits vor mehreren Tagen auf die gleiche Weise ermordet wie die anderen Opfer und trägt eine „3“ auf der Stirn eingeschlagen. Es wird offensichtlich, dass der Mörder die Ermittler dorthin führen wollte. Im Computer können Beweise für Claasens Korruption sichergestellt werden.

Nachdem Thiel von Silke Haller drei der seltenen Hunter-Comics bekommen hat, liest er sie abends im Bett und schläft dabei ein. Als er aufwacht, ist er mit Handschellen an sein Bett gefesselt. Der als Superheld verkleidete Mörder steht vor ihm, stellt sich als „Der Hammer“ vor und erklärt Thiel, dass er ihn schon seit langem beobachtet und fotografiert. Er verstrickt den Kommissar in ein Gespräch über Gerechtigkeit und fragt, auf welcher Seite er stehe. Bevor er das Haus verlässt, fordert er Thiel auf, den korrupten Landrat Seelig zu überführen, ansonsten werde er diesen als Nächsten töten. Thiel ruft nach Boerne und kann sich mit seiner Hilfe befreien. Auf einer DVD, die der Mörder hinterlassen hat, sehen sie in einem Video, wie er Claasen zu einem Geständnis gezwungen hat, das Seelig belastet, aber nicht als Beweis vor Gericht verwendet werden kann.

Thiel will den Hammer-Mörder in eine Falle locken, indem er sich selbst als korrupt darstellt und so zum Lockvogel macht. Bei einem Gespräch mit Landrat Seelig im Tennisclub behauptet er, Beweise gegen ihn zu haben und sie zu vernichten, wenn er dafür bei einem späteren Treffen 50.000 Euro bekäme. Dieser Plan schlägt jedoch fehl. Statt des Landrats erscheint sein Anwalt, der Thiel mitteilt, dass eine Anzeige wegen Verleumdung und Erpressung gegen ihn gestellt wird. Der Hammer-Mörder hat zwar wie erhofft das Gespräch im Tennisclub beobachtet und erscheint am Treffpunkt, kann jedoch wieder fliehen. Am nächsten Tag wird Thiel von Staatsanwältin Klemm vom Dienst suspendiert, da sowohl Seelig als auch das Wirtschaftsdezernat gegen ihn vorgehen. Darauf übernimmt Thiels Assistentin Nadeshda Krusenstern die offiziellen Ermittlungen.

Thiel und Boerne arbeiten jedoch weiter an dem Fall. Sie schlussfolgern aus der Vorgehensweise des Mörders, dass er mit Forstwirtschaft oder Chemikalien zu tun haben muss und vermutlich Familie und Kinder hat, da er sich von Comics inspirieren lässt. Mit Hilfe von Nadeshda, die ihnen Zugriff auf Akten verschafft, können sie den möglichen Täterkreis auf wenige Personen einschränken, von denen Thiel schließlich den Chemiker Thomas Schuster als seinen nächtlichen Besucher wiedererkennt. Der Langzeitarbeitslose Schuster gehört zu den durch den Bordellbau geschädigten Münsteranern, ist nach einer Scheidung verarmt und darf seine Kinder nicht mehr sehen. Die Verdachtsmomente reichen für eine Hausdurchsuchung, die jedoch kein Ergebnis erbringt, woraufhin Nadeshda die Ermittlungen gegen den harmlos wirkenden Mann einstellt.

Thiel ist sich nach einem Gespräch mit Schuster jedoch seiner Sache sicher und observiert mit Boerne weiterhin Schusters Haus. Schließlich beobachten sie Schusters Katze, die in den Keller eines leerstehenden Nachbarhauses einsteigt, in dem ihr Besitzer seine Mordwerkzeuge, Säure-Vorräte und Opferfotos aufbewahrt. Der ertappte Schuster versucht ein weiteres Mal zu fliehen. Nach einer Verfolgungsjagd klettert er auf einen Kran an der Baustelle der Waikiki-Oase und droht hinunterzuspringen. Thiel folgt ihm und versucht, ihn mit einem Gespräch davon abzubringen. Dabei klagt Schuster darüber, dass sein Haus durch den geplanten Bordellbau nichts mehr wert sei und dass er ohne das Geld kein neues Leben anfangen könne. Er gibt Thiel den Hinweis auf umfangreiches Beweismaterial in seinem Keller gegen Landrat Seelig und springt schließlich vom Kran hinunter, landet jedoch auf einem Sandhaufen und überlebt verletzt. Im Keller findet Thiel tatsächlich das nötige Beweismaterial gegen Seelig und ist dadurch rehabilitiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Am 5. Oktober 2013 fand ein Casting für Komparsenrollen in Münsteraner Tatort- und Wilsberg-Folgen im Cineplex Münster statt.<ref>Westfälische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Komparsen gesucht: Casting für „Tatort“ und „Wilsberg“ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de, Münster, 1. Oktober 2013</ref><ref>Münstersche Zeitung: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Komparsen-Casting: Boerne, Thiel und Wilsberg brauchen Unterstützung (Memento vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive), Münster, Marc Geschonke, 30. September 2013</ref><ref>Hallo Münster: Im Lieblingsfilm mitspielen: Großes Casting für „Wilsberg“ und „Tatort“ im Cineplex, Tipp der Woche, Ausgabe 78/2013, 2. Oktober 2013, S. 2</ref><ref>Westfälische Nachrichten: Casting für „Tatort“ und „Wilsberg“, Münster, Münster, 1. Oktober 2013</ref> Der Einladung zum Casting folgten mehr als 1000 Bürger, die Casting-Agentur Eick zählte 1050 Bewerber.<ref>KINO aktuell, Großer Andrang beim Casting für MÜNSTER-TATORT und WILSBERG, Extras Rückblick, Ausgabe 41, 10. – 16. Oktober 2013, S. 75</ref><ref>Westfälische Nachrichten: „Wilsberg“ lockt die Massen, Titelseite, Münster, 7. Oktober 2013</ref><ref>Westfälische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Über 1000 potenzielle Statisten im Cineplex: Großer Andrang beim Komparsen-Casting für „Tatort“ und „Wilsberg“ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de, Münster, Julia Kwiatkowski, 6. Oktober 2013
Westfälische Nachrichten: Schlangestehen für „Wilsberg“: Mehr als 1000 Menschen bewerben sich um eine Komparsenrolle/Auch Münster-Tatort sucht Statisten, Münsterischer Anzeiger, Münster, Julia Kwiatkowski, 7. Oktober 2013</ref>

Am 28. Oktober 2013 lud der Münsteraner Polizeipräsident Hubert Wimber per Radio die in Münster geborene Schauspielerin Mechthild Großmann ein, die im Münster-Tatort die Rolle der Staatsanwältin Wilhelmine Klemm spielt, sich während der Dreharbeiten zur nächsten Tatort-Folge über Behördenarbeit auszutauschen.<ref name="WN_2013-10-29">Westfälische Nachrichten: @1@2Vorlage:Toter Link/www.wn.de Münster-„Tatort“ Wimber lädt Staatsanwältin ein (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Münster, rr, 29. Oktober 2013
Westfälische Nachrichten: Wimber lädt Staatsanwältin ein, Münster, rr, 29. Oktober 2013</ref> Großmann nahm die Einladung in der WDR-Sendung MonTalk an.<ref name="WN_2013-10-29" />

In einer Drehpause während der Dreharbeiten zum Frankfurter Tatort wurde Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume auf ein „Privates Hammermuseum“ aufmerksam.<ref name="presseheft_s3">WDR/Das Erste: Presseheft (PDF; 2,79 MB), S. 3, abgerufen am 16. März 2014</ref><ref>vollderhammer.eu, abgerufen am 16. März 2014</ref><ref name="rp_online-2014-04-13" /> Unter den unzähligen Hämmern befand sich ein Nummerierungsschlägel, der in der Forstwirtschaft zum Markieren von Bäumen verwendet wird und Kraume für das Drehbuch zur Folge Der Hammer inspirierte. Nach der Produktion wurde das Tatwerkzeug dem Hammermuseum überlassen.<ref name="presseheft_s3" /><ref name="rp_online-2014-04-13" /><ref>Oskar Mahler hat einfach ein Hammermuseum, mit dem Hammer aus dem Hammer. Boernepedia, abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref>

Datei:Dreharbeiten Tatort Der Hammer Raphaelsklinik.JPG
Dreharbeiten zwischen der Clemenskirche und der Raphaelsklinik
Datei:Dreharbeiten Tatort Der Hammer Stubengasse.JPG
Dreharbeiten an der Stubengasse

Die Dreharbeiten begannen am 7. November 2013 in Leichlingen.<ref>Westfälische Nachrichten: Thiel und Boerne und „Der Hammer“ (@1@2Vorlage:Toter Link/www.wn.deonline (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)), Münster, 8. November 2013</ref><ref name="MZ_2013-11-07">Münstersche Zeitung: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dreharbeiten haben begonnen: Der nächste Münster-Tatort ist der Hammer (Memento vom 10. November 2013 im Internet Archive), Münster, 7. November 2013</ref><ref name="tatort_blog_2013-11-07">tatort-blog.de: „Der Hammer“: Neuer Tatort aus Münster wird gedreht, Tobias Weidekemper, 7. November 2013</ref><ref name="crew_united">Der Hammer bei crew united, abgerufen am 16. März 2014.</ref> In den Abendstunden des 16. November 2013 sowie des Folgetages entstanden Außenaufnahmen mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers am Treff-Hotel an der Stubengasse in Münster.<ref>Westfälische Nachrichten: Tatort-Dreharbeiten an der Stubengasse: Sperrungen rund ums Treff-Hotel am Samstag- und Sonntagabend (@1@2Vorlage:Toter Link/www.wn.deonline (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)), Münster, Münster, Martin Kalitschke, 15. November 2013</ref> Am 17. November 2013 fand in den Abendstunden ein Pressetermin mit Axel Prahl und Friederike Kempter am Prinzipalmarkt nahe der Lambertikirche statt, bevor die Dreharbeiten erneut in der Stubengasse rund um das Treff-Hotel aufgenommen wurden.<ref name="WN_2013-11-17">Westfälische Nachrichten: Prahl würde gerne mehr in Münster drehen: Tatort-Team filmt für die neue Folge „Der Hammer“ (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de), Münster, Münster, Sandra Peter, 18. November 2013</ref><ref>Westfälische Nachrichten: Tatort-Dreharbeiten in Münster, Münsterischer Anzeiger, 18. November 2013</ref> Dort entstanden zwischen der Clemenskirche und der Raphaelsklinik die Szenen, in denen ein Busfahrer beinahe die aus dem Fenster geworfene Leiche des Bauunternehmers Wolfgang Öhrie überfährt.<ref name="WN_2013-11-17" /> Am 28. November 2013 und dem Folgetag wurde in einer Privatwohnung in der Siebengebirgsallee in Köln-Klettenberg gedreht.<ref name="ksta_2013-11-28">Kölner Stadt-Anzeiger: Tatort: Münster liegt in Köln, Köln, uk, 28. November 2013</ref> Das Ende der Dreharbeiten erfolgte am 7. Dezember 2013.<ref name="crew_united" /><ref name="MZ_2013-11-07" /><ref name="tatort_blog_2013-11-07" />

Mit einem Foto von den Dreharbeiten, das ihn in der Rolle des Gerichtsmediziners Boerne am Seziertisch mit zwei Schweineköpfen zeigt, und dem Kommentar „Wochenende – Zeit für ein gutes Gespräch unter Freunden!“ sorgte der Schauspieler Jan Josef Liefers nach der Veröffentlichung bei Facebook für Aufregung, in dessen Verlauf er am 25. November 2013 für mehrere Stunden vorübergehend von Mitarbeitern der Internet-Plattform gesperrt wurde.<ref>Westfälische Nachrichten: Was für ein Fall: Boerne und die toten Schweine… – Tatort-Schauspieler löst mit Foto Aufschrei im Netz aus (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de), Münster, Martina Döbbe, 27. November 2013</ref><ref>Münstersche Zeitung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.muensterschezeitung.deFacebook-Account: Liefers wegen Schweine-Bild kurzzeitig gesperrt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Münster, 26. November 2013</ref><ref name="ksta_2013-11-28" /> Die Westfälischen Nachrichten führten eine Umfrage mit der Fragestellung „Das Foto von Jan Josef Liefers und den Schweineköpfen ist…“ durch, an der sich 352 Leser beteiligten.<ref name="WN_votings">Westfälische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Foto von Jan Josef Liefers und den Schweineköpfen ist… (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de, Votings, abgerufen am 15. März 2014</ref> Jeweils 45 Leser (12,78 %) antworteten, das Bild sei „geschmacklos“ bzw. „witzig“.<ref name="WN_votings" /> 262 Leser (74,73 %) vertraten die Meinung „Halb so schlimm. Ich verstehe die Aufregung nicht.“<ref name="WN_votings" />

Datei:Premiere Tatort Der Hammer Cineplex Münster.JPG
Premiere im Cineplex Münster

Die Kinopremiere im Cineplex Münster wurde am 27. März 2014 vom Filmservice Münster.Land, dem WDR und den Münsterischen Filmtheater-Betrieben präsentiert.<ref name="WN_2014-03-06">Westfälische Nachrichten: 25. Münster-Tatort hat Premiere (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de), Münster, Menschen, 7. März 2014</ref><ref name="MZ_2014-03-08">Münstersche Zeitung: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Drehbeginn am Montag: Mord ist im nächsten Münster-Tatort „die beste Medizin“ (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive), Münster, Marc Geschonke, 8. März 2014</ref><ref>Westfälische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kein Tatort-Ende: Boerne und Thiel sollen? bleiben: Umfrage unter Münsteranern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de, Münster, Karin Völker, 14. März 2014</ref><ref name="WN_2014-03-28">Westfälische Nachrichten: Freude zur „Silberhochzeit“: Die 25. Tatort-Folge feiert mit großem Staraufgebot im Cineplex Jubiläum (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de), Münster, Münster, Karin Völker, 28. März 2014</ref><ref>Westfälische Nachrichten: Tatort-Jubiläum mit Frank Zander, Münsterischer Anzeiger, 28. März 2014</ref> Bei der Premiere waren die beiden Hauptdarsteller Jan Josef Liefers und Axel Prahl anwesend, für die sie die Dreharbeiten der nächsten Folge Mord ist die beste Medizin unterbrachen.<ref name="WN_2014-03-06" /><ref name="MZ_2014-03-08" /><ref name="WN_2014-03-28" /> Zudem waren ARD-Intendant Tom Buhrow, der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe, Titus Dittmann sowie die Darsteller Christine Urspruch, Claus D. Clausnitzer, Friederike Kempter, Mechthild Großmann, Xenia Seeberg und Gesche Tebbenhoff bei den Vorführungen vor Ort.<ref name="WN_2014-03-28" /><ref>Münstersche Zeitung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.muensterschezeitung.deInterview mit WDR-Intendant Tom Buhrow: Im Tatort kommt Münsters Facettenreichtum voll zur Geltung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Münster, Christoph Ueberfeld, 27. März 2014</ref><ref name="MZ_2014-03-27" /> Ebenso wohnte Frank Zander, der in der Folge in einer Gastrolle zu sehen ist, der Kinopremiere bei.<ref name="WN_2014-03-28" /><ref name="MZ_2014-03-27">Münstersche Zeitung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.muensterschezeitung.deKino-Premiere: Tatort-Stars feierten 25. Folge aus Münster (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Münster, 27. März 2014</ref>

Lars Kraume führte bereits 2003 in der Folge Sag nichts des Münster-Tatorts Regie.

Mit Frank Zander spielte nach der Münsteraner Folge Summ, Summ, Summ aus dem Jahr 2013, in der Roland Kaiser zu sehen war, erneut ein Musiker eine Gastrolle.<ref name="WN_2014-04-12" /> Nach der Suspendierung von Hauptkommissar Frank Thiel durfte Nadeshda Krusenstern nach zwölf Jahren und 25 Episoden ihren ersten Fall lösen.<ref>Westfälische Nachrichten: 25 gute Gründe, warum Sie den „Hammer“ gesehen haben müssen: Münster-Tatort, Münster, Günter Benning, Carsten Vogel, 14. April 2014</ref>

Thiels Schlussfolgerung, der Täter müsse Kinder haben, weil er sich einer Comicfigur bedient, ist deshalb nicht nachvollziehbar, da The Hunter nach Alberichs Aussage aus den 70ern stammt und von daher eher eine eigene Idolfigur des Täters ist. Dass der Täter tatsächlich Kinder hat, die bei seiner geschiedenen Ehefrau leben und er sie nicht sehen darf, spielt nur ganz am Rande eine Rolle. Alberich besorgt Thiel drei Hefte der Hunter-Reihe, die als Sammlerstücke zusammen 87,- Euro kosteten. Für die Ermittlungen spielen sie aber keine Rolle. Die Zeichnungen für die fiktive Comicreihe wurden vom Schweizer Comickünstler David Boller gestaltet<ref>Tatort Comic von David Boller! Zampano online, 14. April 2014, abgerufen am 13. August 2014.</ref>, allerdings mit Rechtschreibfehlern.

Tatsächlich wurde im Frühjahr 2014 der Bau eines Freizeitbades in Münster im Kommunalwahlkampf thematisiert.<ref>Westfälische Nachrichten: „Tatort“ mit Münster-Bezug: Wahlkampf um Waikiki-Oase, Münster, Karin Völker, 29. März 2014</ref> Zudem wurde Anfang April 2014 der Bau eines Hotels am Dortmund-Ems-Kanal im Osten Münsters vom Planungsausschuss, Hauptausschuss und Rat abgelehnt, da dieser bei 103 geplanten Betten auf engstem Raum in 45 Zimmern die Vermutung nahelegte, dass es sich um ein geplantes Stundenhotel handeln könne, zumal kein gemeinsam nutzbarer Frühstücksraum, sondern eine kleine Küchenzeile in jedem einzelnen Zimmer vorgesehen war.<ref name="WN_2014-04-09">Westfälische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hotel-Neubau verliert die letzten Fürsprecher: Bordell am Kanal? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wn.de, Münster, Lukas Speckmann, 9. April 2014</ref><ref name="MZ_2014-04-09">Münstersche Zeitung: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Skurrile Beratungen über ein neues Hotel: Die unerhörte Möglichkeit eines Bordells (Memento vom 21. Juli 2014 im Internet Archive), Münster, Stefan Bergmann, 9. April 2014</ref> Daraufhin wurde der Bebauungsplan für das Grundstück an der Wolbecker Straße geändert, so dass zukünftig weder ein Hotel noch ein Bordell an dieser Stelle entstehen kann.<ref name="WN_2014-04-09" /><ref name="MZ_2014-04-09" />

Rezeption[Bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten]

Mit 12,78 Millionen Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 35,0 Prozent war Der Hammer die erfolgreichste Tatort-Folge der fünfzehn bis dahin ausgestrahlten Episoden des Jahres 2014 und holte zugleich den Tagessieg.<ref name="WN_2014-04-14">Westfälische Nachrichten: Thiel und Boerne verfehlen eigenen Rekord nur knapp: Hammer-Quote für Münster-„Tatort“, 14. April 2014</ref><ref name="MZ_2014-04-14">Münstersche Zeitung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.muensterschezeitung.deRekord nur knapp verfehlt: Hammer-Quote für den Münster-»Tatort« (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), dpa, 14. April 2014</ref><ref name="quotenmeter_2014-04-14">quotenmeter.de: «Tatort: Der Hammer» auf Rekordjagd, Timo Nöthling, 14. April 2014</ref> Der Folge fehlten lediglich 30.000 Zuschauer, um den Rekord der bisher einschaltquotenstärksten Folge des Münsteraner Tatorts Summ, Summ, Summ aus dem Jahr 2013 zu schlagen.<ref name="WN_2014-04-14" /><ref name="MZ_2014-04-14" /> Auch beim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren erreichte die Ausstrahlung mit 28,2 Prozent Marktanteil einen hohen Wert.<ref name="quotenmeter_2014-04-14" /> Auffällig war, dass sogar unter den 14- bis 29-Jährigen mit 20,6 Prozent Marktanteil ungewöhnlich viele Zuschauer erreicht werden konnten.<ref name="quotenmeter_2014-04-14" />

In Österreich wurden 821.000 Zuschauer erreicht und damit eine durchschnittliche Reichweite von 11 % sowie ein Marktanteil von 26 % erzielt.<ref>Medienforschung ORF, Daten von Sonntag, 14. April 2014</ref>

Kritik[Bearbeiten]

Der Film wurde überwiegend positiv bewertet.

Überwiegend positive Kritiken[Bearbeiten]

Jens Szameit vom Weser-Kurier vertritt die Meinung, Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume zeige „spektakulär auf, zu was die oft unterforderten »Tatort«-Publikumslieblinge Boerne und Thiel im Idealfall fähig sind“.<ref name="Weserkurier_2014-03-21">Weser-Kurier: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Avanti Vigilanti (Memento vom 25. März 2014 im Internet Archive), Jens Szameit, 21. März 2014</ref> Der titelgebende Maskierte sehe „kauziger als seine Kollegen aus den US-Blockbustern“ aus und passe in den Film, der „genau der richtige Fall für das Klamauk-Duo“ sei, denn Kraume „tariert Komik und Schockeffekte wunderbar aus in einem Krimi, den man zu den allerbesten der unangefochtenen Publikumslieblinge aus Münster zählen muss“.<ref name="Weserkurier_2014-03-21" /> Dass Kraumes „ansonsten sehr ernsthafter Stil zum Schmunzelgespann aus Münster passen würde, hätte man gar nicht zwingend gedacht“, doch Thiels und Boernes „Frotzeleien [sind] diesmal auf Top-Niveau“ und gleich „der Einstieg ist famos geraten“.<ref name="Weserkurier_2014-03-21" /> „Die Komik ist indes niemals aufgesetzt, sie platzt bitterböse heraus aus einer doch recht gruseligen und im Kern sogar tragischen Geschichte“, die „stimmungsvoll unterlegt mit Gänsehautmusik“ daherkomme.<ref name="Weserkurier_2014-03-21" /> Szameit freut sich, man müsse „unendlich dankbar sein um den Eifer, die Sorgfalt und den Einfallsreichtum hinter dieser herausragenden »Tatort«-Arbeit“, denn „im Grunde wäre der Aufwand gar nicht nötig gewesen“, „Quotenkönige wären Boerne und Thiel ganz sicher auch mit Business as usual geblieben“.<ref name="Weserkurier_2014-03-21" />

Rainer Tittelbach urteilt, „an Einfällen und dramaturgischen Besonderheiten mangelt“ es der Folge nicht, „gewitzelt wird dafür mit gebremstem Schaum“.<ref name="tittelbach">tittelbach.tv: Reihe „Tatort – Der Hammer“, Rainer Tittelbach, 23. März 2014</ref> „Die Stimmungslagen sind vielfältig, der Film enthält viele attraktive Einzelszenen, viele Nacht-Aufnahmen, originelle Situationen, vier telegene Leichen, einen verhältnismäßig dramatischen Showdown und sogar mit ein bisschen Action kann Lars Kraume dienen“, fährt Tittelbach fort.<ref name="tittelbach" /> Mit „markigen Worten“ und einer „albernen Maske“ greift „ein kostümierter Superheld als Serienkiller“ zum titelgebenden Tatwerkzeug.<ref name="tittelbach" /> Diese „irrwitzige Erfindung […] passt zum skurrilen »Tatort«-Team aus Münster“, ist Tittelbach überzeugt.<ref name="tittelbach" /> Kraume hat diese Folge „maßgeblich zu verantworten“, in der er „die ganze Verzweiflung einer gescheiterten Existenz“, konträr „zu der Tonlage, die der Zuschauer“ vom Münsteraner Tatort „gewohnt ist“, inszeniert.<ref name="tittelbach" /> Er „belässt trotz der Comic-Held-Anleihen den Krimifall überraschend ernsthaft, legt viel Drama und Empathie in die Geschichte des verlorenen kleinen Mannes und verzichtet gleichzeitig nicht auf komische Einlagen“ und auch „das Gefrotzel zwischen Thiel und Boerne, Boerne und Alberich hält sich in Grenzen“.<ref name="tittelbach" /> Frank Zander mimt in einem „schrägen Gastauftritt“ einen „Zuhälter von imposanter Gestalt“.<ref name="tittelbach" /> Die Folge bewege sich „zwischen Ernst und Hysterie“, während „der vordergründige Witz […] zugunsten einer eher ästhetischen Ironisierung zurückgefahren“ wird.<ref name="tittelbach" /> Tittelbach vergab der Folge vier von sechs möglichen Punkten.<ref name="tittelbach" />

Thomas Ays von moviesection konstatiert, Kraume bleibe „den klar definierten Regeln von Münster treu“ und setzt wie gewohnt auf „ein paar lockere Sprüchchen und Gags, skurrile Figuren, ebensolche Mordfälle und ein Ermittlerduo, was sich irgendwie mag und irgendwie auch nicht“.<ref name="moviesection">moviesection: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Filmkritik (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 27. Dezember 2020.</ref> In der Folge Der Hammer wird es „mitunter aber ernst“, weswegen die „eher gesellschaftlich-kritische Geschichte mit allerhand Dialogwitzen und Gageinlagen aufzulockern“ versucht wird.<ref name="moviesection" /> „Das passt oft ganz gut, und einige richtig gute Lacher lassen sich diesem Fall ebenfalls entlocken“, jedoch „tritt die Ermittlung angesichts dieser Entscheidungen definitiv in den Hintergrund, und es nimmt ihr auch Glaubwürdigkeit“.<ref name="moviesection" /> Die Folge sei „kein schlechter »Tatort« aus Münster geworden, eher einer, der kreativ inszeniert und geschrieben wurde und gleichzeitig einiges zu erzählen hat“.<ref name="moviesection" /> Es störe lediglich, „dass man relativ schnell weiß, wo alles enden wird“.<ref name="moviesection" /> Zusammenfassend vergab Ays vier von fünf möglichen Punkten.<ref name="moviesection" />

Die Redaktion von Kino.de ist der Meinung, die Folge zeige „das Münsteraner Rekord-Duo in einer gewohnt sehenswerten Mischung aus Krimi und Komödie, allerdings mit recht skurrilem Täter“.<ref name="kino">Kino.de: Filmkritik, tpg, abgerufen am 16. März 2014</ref> „Anderswo wäre der Mörder in Strumpfhose eine Witzfigur, selbst wenn sein Werk tödlich ist“, doch „eine derart bizarre Mordserie kann sich vermutlich nur der »Tatort« aus Münster leisten“ mit einem Täter, der „die Toten durchnummeriert“.<ref name="kino" /> Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume sei „eine solide Gratwanderung gelungen“, bei dieser „wirken die Slapstick-Einlagen nicht wie Fremdkörper“.<ref name="kino" /> „Die Qualität des Films“ erwachse aus dem Drehbuch.<ref name="kino" /> Den Protagonisten gelinge ein „großes Schauspiel, weil Prahl und Liefers ihre Figuren mit vollem Ernst sowie einer wunderbaren Mischung aus ebenso komischer wie würdevoller Verzweiflung versehen“.<ref name="kino" /> „An der Seite der beiden Stars bleiben den anderen Darstellern zwangsläufig nur noch Nebenrollen“ in dieser Folge.<ref name="kino" /> „Nur kurz, aber dafür prägnant ist der Auftritt von Sänger Frank Zander“, „die Dialoge sind ebenso ein Vergnügen“ und „das Finale […] sorgt für einen angemessen spannenden Schluss“.<ref name="kino" />

Die Redaktion der TV Today resümiert, die Folge schlage „einen deutlich seriöseren Ton an“, als dies bei vorherigen Episoden der Fall war, Thiel und Boerne ermitteln „ernst wie nie“ und „die neue Münsteraner Ernsthaftigkeit – passt“.<ref name="tvtoday">TV Today: Filmkritik, abgerufen am 13. April 2014</ref> „Die berüchtigten Kabbeleien“ der beiden Hauptakteure sei in dieser Folge „deutlich reduziert“, „die sparsam gesetzten Sprüche treffen aber“.<ref name="tvtoday" /> „Statt einer Krimikomödie inszeniert Genrespezialist Lars Kraume […] mit Brutalität, bedrohlicher Musik und ausgebleichten Farben einen düsteren Kriminalthriller“.<ref name="tvtoday" /> Die Folge erhielt zwei von drei möglichen Punkten.<ref name="tvtoday" />

Felix Müller von der Rheinischen Post freut sich, dass „mit den reichlich auserzählten Figuren“ in der Jubiläumsfolge „noch einmal ein echter Knaller“ gelungen sei, „vielleicht die beste Münster-Comedy seit Jahren“.<ref name="rp_online-2014-04-13">Rheinische Post: Absolut sehenswerte Folge am Sonntagabend – Münster-Tatort: Ein Hammer zum Jubiläum, 13. April 2014</ref> Frank Zander spiele seine Gastrolle „umwerfend komisch“.<ref name="rp_online-2014-04-13" /> Zudem enthalte die Folge „wunderbare skurrile Einfälle“ und Drehbuchautor und Regisseur Lars Kraume „hat vor allem ein feines Händchen dafür, der Thiel-Figur einiges an Verzweiflungs-Komik abzugewinnen“.<ref name="rp_online-2014-04-13" /> „Schon für die wenigen Sekunden, in denen wir Frank Zander in seiner kleinen Gastrolle zusehen dürfen, lohnt sich dieser »Tatort«“, lautet die Einschätzung weiter.<ref name="rp_online-2014-04-13" /> Die Auflösung des Falls hingegen sei „keineswegs sein Höhepunkt“.<ref name="rp_online-2014-04-13" /> „Es ist vielmehr die Figurenkonstellation, es ist die erkennbare Spielfreude auch von Nebenfiguren“, die von Christine Urspruch, Mechthild Großmann sowie Friederike Kempter.<ref name="rp_online-2014-04-13" /> Müller räumt ein, „ja, es gibt komplett überdrehte Situationen, aber sie sind lustig, und sie bringen die wirklich ernsten und auch tragischen Seiten dieser Geschichte zum Leuchten. So absurd sie auch sein mag.“<ref name="rp_online-2014-04-13" />

Angelika Zahn vom Focus urteilt, „im aktuellen Fall steht das Klamaukige im krassen Gegensatz zu einem düsteren, grausamen Fall […] und wirkt deshalb mehr als einmal deplatziert.“<ref name="focus_2014-04-13">Focus: Kurzer Prozess: „Tatort“ Münster: Ätzender Superheld mordet für Gerechtigkeit und Groß-Puff, Angelika Zahn, 13. April 2014</ref> Die Folge sei „unheimlich“, denn „so albern und skurril sich der selbsternannte Superheld »Der Hammer« in seinem zusammengeschusterten Kostüm und seiner Plastik-Wasserpistole präsentiert, so erbarmungslos rechnet er mit seinen Opfern ab“.<ref name="focus_2014-04-13" /> „Frank Zander mimt das zweite Mordopfer, einen fiesen Zuhälter, was man ihm zu 100 Prozent abnimmt“, urteilt Zahn weiter.<ref name="focus_2014-04-13" /> Die Folge bleibe „spannend bis zur letzten Minute“, so dass Zahn zum „einschalten“ rät, da die Episode „ein sehenswerter »Tatort« mit vielen Überraschungsmomenten“ sei.<ref name="focus_2014-04-13" />

Überwiegend negative Kritiken[Bearbeiten]

Nach Urteil von dpa-Korrespondenten Carsten Linnhoff „gelingt der sonst typische Spagat zwischen Komödie und Krimi diesmal nicht“.<ref name="WN_2014-04-12">Westfälische Nachrichten: Rätselhafter Serientäter: In ihrem 25. „Tatort“ bekommen es die Ermittler in Münster auch mit politischen Intrigen zu tun (online), Medien, Carsten Linnhoff, 12. April 2014</ref> „Das Ensemble spielt sich gekonnt wie immer die Lacher zu“, „die Thriller-Elemente aber wirken bieder“ und „der Serienmörder kommt als Witzfigur daher“.<ref name="WN_2014-04-12" /> Doch „nicht nur die aufgemotzten Thriller-Phasen wirken aufgesetzt“, sondern „auch Thiels Versuch, als vermeintlich korrupter Polizist einem Politiker eine Falle zu stellen, geht nicht nur filmisch mächtig schief“.<ref name="WN_2014-04-12" /> Linnhoff ist der Meinung, „hier hat das Drehbuch Schwächen“.<ref name="WN_2014-04-12" /> Auch die nur „kurze Einlage für Entertainer Frank Zander“ sei mit dessen Ermordung „viel zu schnell“ beendet, „denn die Figur der Rotlicht-Größe verkörpert Zander überzeugend“.<ref name="WN_2014-04-12" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tatort: Der Hammer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive/>

Vorlage:Navigationsleiste Tatort-Folgen mit Kommissar Thiel und Professor Boerne