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Teichrosen

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Teichrosen
Datei:Nuphar lutea 170803.jpg

Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Seerosenartige (Nymphaeales)
Familie: Seerosengewächse (Nymphaeaceae)
Unterfamilie: Nupharoideae
Gattung: Teichrosen
Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie
Nupharoideae
Ito
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Nuphar
Sm.

Teichrosen (Nuphar) ist die einzige Gattung der Unterfamilie der Nupharoideae innerhalb der Pflanzenfamilie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Die etwa acht Arten sind auf der Nordhalbkugel weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:182 Nuphar luteum.jpg
Sektion Nuphar: Illustration der Gelben Teichrose (Nuphar lutea)
Datei:Aquatic and wetland plants of southwestern United States (Page 908) BHL3347372.jpg
Illustration aus Aquatic and wetland plants of southwestern United States, 1972 der Indianer-Teichrose (Nuphar polysepala)
Datei:Nuphar lutea sl44.jpg
Samen der Gelben Teichrose (Nuphar lutea)
Datei:Nuphar lutea sl30.jpg
Querschnitt durch einen Stiel der Gelben Teichrose (Nuphar lutea)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Teichrosen-Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Diese Wasserpflanzen bilden ein Rhizom, welches im Bereich der Bodenoberfläche wächst. Das von gestauchten Internodien gebildete Rhizom ist länglich-gestreckt, kaum verzweigt und im Querschnitt dorsiventral. Die sprossbürtigen (hier am Rhizom gebildeten) Wurzeln sind dicklich und nur spärlich verzweigt. Die Hauptwurzel ist kurzlebig.

Es werden sowohl Wasser- als auch Schwimmblätter gebildet. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der lange, kantige Blattstiel ist an seiner Basis schwach scheidig. Die am Grund tief eingeschnittene Blattspreite ist ganzrandig oval bis rundlich. Seitennerven erster Ordnung der Spreite verlaufen unter mehrfacher Verzweigung zum Blattrand hin. Die immer vorhandenen Wasserblätter sind hell-grün. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Tragblätter sind reduziert oder fehlen ganz, Vorblätter werden nie ausgebildet. Die Blütenstiele sind lang.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütenhülle besteht aus meist fünf (vier bis sieben) großen, oft gelben und spiralig stehenden Kelchblättern, sowie aus vielen (meist 13) kleineren und ebenso gelb gefärbten und spiralig angeordneten kronblattartigen Honigblättern. Die spiralig angeordneten Staubblätter sind sehr zahlreich vorhanden und mit den Honigblättern durch allmähliche Übergänge verbunden. Die ebenfalls zahlreichen Fruchtblätter sind auf der Rücken- und Bauchseite mit der Blütenachse verwachsen und bilden auf diese Weise einen oberständigen Fruchtstand. Die einzelnen Fruchtblätter besitzen zahlreiche hängende, seitlich-wandständige Samenanlagen.

Die Kelchblätter verbleiben an den reifen Früchten. Die Früchte sind beerenartig, im Reifezustand entlassen sie die säckchenartigen, die Samen umschließenden Fruchtblätter durch Abblättern der Achsenhülle. Den glatten Samen fehlt ein Samenmantel.

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 17.<ref name="FoNA1997" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Nuphar variegatum.jpg
Sektion Astylus: Stierkopf-Teichrose (Nuphar variegata)
Datei:Nuphar subintegerrimum1.jpg
Sektion Nuphar: Japanische Teichrose (Nuphar japonica)
Datei:Nuphar microphylla Bot. Mag. 31. 1243. 1809.jpg
Sektion Nuphar: Nuphar microphylla, Illustration
Datei:Yellowwaterlili.jpg
Sektion Nuphar: Kleine Teichrose (Nuphar pumila)

Auf der Nordhalbkugel ist die Gattung Nuphar in der Holarktis sowie in direkt angrenzenden subtropischen Gebieten weitverbreitet.

Die Gattung Nuphar wurde 1809 durch James Edward Smith in John Sibthorp und James Edward Smith: Florae Graecae Prodromus , Band 1, Seite 361 aufgestellt. Der botanische Gattungsname Nuphar ist abgeleitet von nénuphar (auch ninûfar), einem antiken arabischen oder persischen Namen für die Gelbe Teichrose.<ref name="Genaust1976" /><ref name="Osman1992" /> Ein Synonym für Nuphar Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sm. ist Nymphozanthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rich..<ref name="GRIN" />

Die Unterfamilie Nupharoideae wurde durch Tokutarô Itô aufgestellt.

Die Gattung Nuphar wird in zwei Sektionen gegliedert. Es sind in der Gattung Nuphar nur noch acht Arten enthalten; früher 10 bis 20 Arten:<ref name="GRIN" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John. H. Wiersema, C. Barre Hellquist: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Nuphar. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Fu Dezhi, Donald Padgett: In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001, ISBN 1-930723-05-9. Nuphar., S. 115 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • D. J. Padgett: A monograph of Nuphar (Nymphaeaceae). In: Rhodora, Volume 109, 2007, S. 1–95, doi:10.3119/0035-4902(2007)109[1:AMONN]2.0.CO;2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Hegi1975"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band III Teil 3. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1975. </ref> <ref name="Genaust1976"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2, S. 264. </ref> <ref name="Osman1992"> Nabil Osman (Hrsg.): Kleines Lexikon deutscher Wörter arabischer Herkunft. 3. Auflage. München 1992, S. 96. </ref> <ref name="FoNA1997"> John. H. Wiersema, C. Barre Hellquist: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Nuphar. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Teichrosen (Nuphar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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