Zum Inhalt springen

Teigitsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Teigitsch
Datei:Teigitschgraben 01 2006.JPG
Die Teigitsch bei Sankt Martin am Wöllmißberg

Die Teigitsch bei Sankt Martin am Wöllmißberg

Daten
Lage Steiermark, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Kainach → Mur → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quellgebiet Osthang des Peterer Riegels und der St. Leonharder Alm
47° 1′ 55″ N, 14° 50′ 55″ O
 {{#coordinates:47,031904|14,848512|
dim=500 globe= name=Quellgebiet Teigitsch region=AT-6 type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 1815 m ü. A.
Mündung Bei Krottendorf-GaisfeldKoordinaten: 47° 1′ 21″ N, 15° 11′ 54″ O
 {{#coordinates:47,022504|15,198372|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Teigitsch region=AT-6 type=waterbody
  }}
47° 1′ 21″ N, 15° 11′ 54″ O {{#coordinates:47,022504|15,198372|
dim=1000 globe= name=Mündung Teigitsch region=AT-6 type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 362 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 1453 m
Sohlgefälle ca. 33 ‰
Länge 43,9 km<ref name="WIS"/>
Einzugsgebiet 282,24 km²<ref name="FV"/>
Linke Nebenflüsse Rafflerbach, Hohlzenzbach, Enzibach, Zwanzerbach, Hemmabach, Gößnitzbach, Teigitschwirtgraben
Rechte Nebenflüsse Peteralpenbach, Bartholomäbach, Mittereggbach, Bärenbach, Koribach, Gressenbergerbach, Packer-Bach, Pfadlbach, Christofbach, Peilerthomabach, Kollerbach, Guggibach, Cosulbach, Nestlerbach, Wagnerbach, Gruberbach, Spengerbachl, Jofensimabach, Nießen Bach, Reinisch-Bach, Koller Bach, Edlerbacherl, Salzbergbach, Forstbacherl, Gaisfelder Dorfbach
Durchflossene Stauseen Hirzmann-Stausee, Langmann-Stausee
Kleinstädte Voitsberg
Gemeinden Hirschegg-Pack, Edelschrott, Sankt Martin am Wöllmißberg, Ligist, Krottendorf-Gaisfeld

Vorlage:Maplink

Die Teigitsch ist ein fast 44 Kilometer langer, rechter Zufluss der Kainach im Bezirk Voitsberg in der Steiermark. Sie entspringt nahe der Grenze zu Kärnten und mündet südlich von Voitsberg in die Kainach.

Name[Bearbeiten]

In einer gefälschten Urkunde, die in das Jahr 1114 datiert ist, wird das Gewässer als flumen Tvikwiz erstmals schriftlich erwähnt. Der Name leitet sich vom slawischen Wort *tyk- „Stange, Balken“ ab.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Verlauf[Bearbeiten]

Datei:Teigitsch Speicher Langmann 01 2006.JPG
Der Langmann-Stausee

Die Teigitsch entspringt im Gemeindegebiet von Hirschegg-Pack, nahe der Landesgrenze zu Kärnten an den östlichen Hängen des Peterer Riegels und der St. Leonharder Alm, welche beide zum Berggebiet der Pack- und Stubalpe gehören. Von dort fließt sie in südöstlicher und östlicher Richtung, bis sie im Ortsgebiet von Krottendorf-Gaisfeld, nahe der Packer Straße in die Kainach mündet. In seinem Mittellauf durchfließt der Fluss eine Klamm.

In ihrem Verlauf durchfließt die Teigitsch zwei Stauseen (Speicher Hirzmann und Langmann) und betreibt vier Kraftwerke: die Kraftwerke St. Martin, Arnstein und Teigitschmühle der Verbund AG (Teigitschgruppe)<ref>VERBUND in der Steiermark</ref> sowie das bereits 1910 errichtete Kraftwerk Edelschrott der Stadtwerke Köflach.<ref>Stadtwerke Köflach: KW Edelschrott</ref>

Flora[Bearbeiten]

Entlang der Teigitsch gibt es Nachweise verschiedener Moosarten wie beispielsweise Hookeria lucens und Odontoschisma denudatum.<ref name="Moosflora" /> Auch Flechten wie die Braune Köpfchenflechte (Baeomyces rufus), Gyalecta derivata, Micarea botryoides, Mycomicrothelia confusa und Pertusaria aspergilla kommen im Teigitschgraben vor.<ref name="Flechten" />

Rezeption[Bearbeiten]

Die Teigitsch findet in zwei Volksmusik-Walzern, dem Teigitschgraben-Walzer und dem s'Diandl von Teigitsch Erwähnung.<ref name="Notenschrift" /> Weiters wurde im Jahr 2012 ein Film mit dem Titel Die Teigitsch über den Fluss gedreht.<ref name="Film" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Teigitsch. In: Digitale Gewässerkartei Steiermark. wis.stmk.gv.at, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  • Teigitsch-Seitenarm. In: Digitale Gewässerkartei Steiermark. wis.stmk.gv.at, abgerufen am 2. Oktober 2025.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Teigitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Film"> Film "Die Teigitsch". Dieter Völker, abgerufen am 27. August 2014. </ref> <ref name="Flechten"> Josef Hafellner: Bemerkenswerte Flechtenfunde in Österreich. www.uni-graz.at, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Mai 2014; abgerufen am 24. Mai 2014. </ref> <ref name="FV"> Lebensministerium: Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete - Murgebiet. (PDF) In: www.bml.gv.at. Abgerufen am 2. Oktober 2025. </ref> <ref name="Moosflora"> Wilibald Maurer: Beitrag zur Moosflora von Steiermark. In: Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark. Band 91. Graz 1961, S. 84–86 (Vorlage:ZOBODAT/URL). </ref> <ref name="Notenschrift"> Elke Margetich, Willibald Stelzl: Schule für Steirische Harmonika. I in Notenschrift. ISBN 3-901384-04-9, S. 48. </ref> <ref name="WIS"> Teigitsch. In: Digitale Gewässerkartei Steiermark. wis.stmk.gv.at, abgerufen am 2. Oktober 2025. </ref> </references>