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Teixobactin

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Strukturformel
Strukturformel von Teixobactin
Allgemeines
Name Teixobactin
Andere Namen

N-Methyl-D-phenylalanyl-L-isoleucyl-L-seryl-D-glutaminyl-D-alloisoleucyl-L-isoleucyl-N-[(3S,6S,9S,12R,13S)-3-[(2S)-2-butanyl]-6-{[(4S)-2-imino-4-imidazolidinyl]methyl}-9,13-dimethyl-2,5,8,11-tetraoxo-1-oxa-4,7,10-triazacyclotridecan-12-yl]-L-serinamid

Summenformel C58H95N15O15
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 86341926
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 1242,466 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Teixobactin ist ein experimenteller Wirkstoff mit antibiotischen Eigenschaften, der im Januar 2015 durch einen Artikel in der Fachzeitschrift Nature vorgestellt wurde.<ref name="PMID 25561178">L. L. Ling, T. Schneider, A. J. Peoples, A. L. Spoering, I. Engels, B. P. Conlon, A. Mueller, T. F. Schäberle, D. E. Hughes, S. Epstein, M. Jones, L. Lazarides, V. A. Steadman, D. R. Cohen, C. R. Felix, K. A. Fetterman, W. P. Millett, A. G. Nitti, A. M. Zullo, C. Chen, K. Lewis: A new antibiotic kills pathogens without detectable resistance. In: Nature. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] Januar 2015, doi:10.1038/nature14098, PMID 25561178.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die gegen Gram-positive Bakterien wirksame Substanz Teixobactin soll (bisher) keine Resistenzentwicklung bei denjenigen Bakterien zeigen, die für Teixobactin empfindlich sind, weil in den Aufbau der Bakterienzellwand „an vielen entscheidenden Stellen“ eingegriffen wird und durch viele gleichzeitig notwendige Anpassungen der Bakterien eine Resistenzbildung erschwert wird. Teixobactin bindet an den Vorläufermetaboliten des Peptidoglykans, Lipid II, sowie an den Vorläufer von Teichonsäure, Lipid III,<ref name="PMID 25561178" /> was die Peptidoglykansynthese blockiert. Zusätzlich kompromittiert Teixobactin die bakterielle Plasmamembran, indem es, zusammen mit Lipid II, fibrillenartige Aggregate formt.<ref>Rhythm Shukla, Francesca Lavore, Sourav Maity, Maik G. N. Derks, Chelsea R. Jones: Teixobactin kills bacteria by a two-pronged attack on the cell envelope. In: Nature. Band 608, Nr. 7922, 11. August 2022, S. 390–396, doi:10.1038/s41586-022-05019-y.</ref> Keiner der untersuchten Stämme von Staphylococcus aureus oder Mycobacterium tuberculosis war resistent gegen Teixobactin.<ref name="PMID 25561178" /> Teixobactin wurde als Kooperation der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und der Northeastern University mit den Firmen NovoBiotic Pharmaceuticals und Selcia entdeckt und charakterisiert.<ref name="PMID 25561178" />

Teixobactin wurde aus dem im Boden lebenden gramnegativen Bakterium Eleftheria terrae isoliert.<ref name="PMID 25561178" /> Teixobactin ist ein cyclisches Depsipeptid, das als nichtribosomales Peptid aus elf Aminosäuren durch die Enzyme Txo1 und Txo2 erzeugt wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>