Tetrapode (Stein)
Tetrapoden ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Einzahl: der Tetrapode) sind Betonblocksteine, die insbesondere in Küstenschutzbauwerken Verwendung finden. Die vier „Arme“ der etwa sechs Tonnen schweren Steine sind vom Mittelpunkt auf die Ecken eines imaginären Tetraeders ausgerichtet. Tetrapoden werden an der Küstenlinie, an Meeresbuhnen, Dämmen oder Hafenmolen aneinander gereiht oder in mehreren Reihen hintereinander und aufeinander geschichtet. Sie dienen als Wellenbrecher und sollen die Kraft der Wellen, die gegen das Ufer oder Wasserbauwerk schlagen, mindern.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Erfindung der Tetrapoden geht auf das französische Laboratorium Établissements Neyrpic in Grenoble zurück. Ab 1950 wurden die Tetrapoden in vielen Ländern für Neyrpic patentiert.<ref>Beitrag von Charles E. Lee (englisch)</ref>
Herstellung[Bearbeiten]
Tetrapoden werden wegen des kostengünstigen Transportes von flüssigem Beton zumeist direkt am Einsatzort gegossen: Dazu werden wiederverwendbare Tetrapoden-Hohlformen aus Stahl mit seewasserfestem Beton gefüllt. Nach der Aushärtung wird die Form geöffnet und für den nächsten Guss vorbereitet, während die fertige Tetrapode von einem Kran oder Schwimmkran an ihren endgültigen Standort gehoben wird.
Anwendungen[Bearbeiten]
Auch im Flussbau werden Tetrapoden zur Uferbefestigung eingesetzt. Sie bieten den Vorteil, dass zahlreiche Hohlräume als Rückzugsgebiet für Fische und andere Wassertiere entstehen. Bewährt haben sie sich auch bei der Errichtung von Leitdämmen oder Hafenbefestigungen auf festem Untergrund.
Forschungsprojekte[Bearbeiten]
Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) startete 2009 ein Projekt, um zu erforschen, welche Auswirkungen die Tetrapoden an der deutschen Nordseeküste auf die natürliche Entwicklung von Küstenstrukturen haben. Besonders wollen die Forscher herausfinden, wie die Tetrapoden Einfluss auf Salzwiesen und Wattflächen nehmen.
Militärische Verwendung als Panzersperre[Bearbeiten]
Tetrapoden werden auch als Panzersperren eingesetzt.<ref>J. E. Kaufmann, H. W. Kaufmann: The Atlantic Wall: History and Guide.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Militärische Denkmäler in den Kantonen Glarus, Appenzell Inner- und Ausserrhoden und St. Gallen: Inventar der Kampf- und Führungsbauten. ( vom 16. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Monuments militaires dans les cantons de Neuchâtel et du Jura: Inventaire des ouvrages de combat et de commandement ( vom 17. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Bernhard Clasen: Trumps „Friedensplan“: In großen Teilen schlecht, aber immerhin: ein Plan. In: Die Tageszeitung: taz. 21. November 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 21. November 2025]).</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />