The Daily Stormer
| Sprachen | Englisch und Spanisch |
|---|---|
| Redaktion | Andrew Anglin u. a. |
| Benutzer | > 300.000 (Stand 2015)<ref name="Bessant" /> |
| Online | 2013–2026 |
The Daily Stormer (TDS) war eine neonazistische, antisemitische Website in den USA im Stil eines Nachrichtenportals. Sie bezeichnete sich selbst als Sprachrohr der Alt-Right. Google und GoDaddy sperrten den Daily Stormer nach den Ausschreitungen und dem Attentat von Charlottesville im August 2017. 2026 stellte die Website den Betrieb ein.
Geschichte[Bearbeiten]

Die Site wurde 2013 vom faschistischen Netzaktivisten Andrew Anglin gegründet. Der Name nahm Bezug auf die NS-Propagandazeitung Der Stürmer aus dem Dritten Reich.<ref name=":0">Adam Klein: Fanaticism, Racism, and Rage Online. Palgrave Macmillan, 2017, ISBN 978-3-319-51424-6, S. 68 ff., doi:10.1007/978-3-319-51424-6.</ref>
Im August 2017 wurde die Site infolge der Ausschreitungen von Charlottesville vom Betreiber GoDaddy und Google gesperrt, da die dabei zu Tode gekommene Gegendemonstrantin verhöhnt worden war.<ref>Daily Stormer being dumped by GoDaddy. In: CBS News. 14. August 2017 (englisch).</ref>
Die Site war zunächst nur im Darknet verfügbar und ließ sich nur episodisch im Clearnet aufrufen, da die Betreiber Schwierigkeiten hatten, einen Domainnamen und eine Internetverbindung zum Hosten der Server zu kaufen.<ref>Romain Dillet: The Daily Stormer was back online for a quick second. In: TechCrunch. Abgerufen am 20. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im März 2026 teilte die Website mit, dass sie schließen werde.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Opinion | Alex Jones' Infowars is shutting down, but his disinformation legacy lives on.] In: MS NOW. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Inhalte[Bearbeiten]
Die Site bezeichnete sich selbst als The world's most visited alt right web site. Zusammen mit Stormfront gehörte The Daily Stormer zu den größten Hate-Speech-Websites im Internet.<ref name=":0" /> Die Inhalte von The Daily Stormer ließen sich der Idee des White Supremacy zuordnen und waren offen antisemitisch und rassistisch.<ref name="Bessant">Judith Bessant: Right-Wing Populism and Young ‘Stormers’: Conflict in Democratic Politics. In: Sarah Pickard, Judith Bessant (Hrsg.): Young People Re-Generating Politics in Times of Crises (= James Sloam, Constance Flanagan, Bronwyn Hayward [Hrsg.]: Palgrave Studies in Young People and Politics. Nr. 1). Palgrave Macmillan, Cham 2017, ISBN 978-3-319-58250-4, S. 143 ff., doi:10.1007/978-3-319-58250-4_8 (Copyright 2018).</ref> Typisch war die Verwendung von Memes wie Pepe dem Frosch. Oft wurde das Design des Headers geändert, wobei auf Symbolik wie den Reichsadler und das Hakenkreuz zurückgegriffen wurde.<ref>Archivierte Ausgabe vom 1. April 2016</ref> Während der Präsidentschaftswahlen 2016 forderte die Site zur Wahl von Donald Trump auf.<ref name="Bessant" />
Laut einem 17-seitigen Dokument, das in einem internen Chat veröffentlicht wurde, waren die Publikums-Zielgruppe Menschen, die zuvor wenig Kontakt zu rechtsradikalen Ideologien hatten. Leser sollen zunächst durch den „bösen Humor“ neugierig gemacht werden und nach und nach die Ideologie internalisieren. Juden bzw. „jüdischer Feminismus“ werden dabei für alles verantwortlich gemacht. Das Handbuch gab auch Tipps für Beleidigungen von Schwarzen, Latinos, Juden, Menschen asiatischer Herkunft, Schwulen und Frauen. Schimpfworte sollen überwiegend in Artikeln, die in „halb scherzhaftem“ Ton verfasst wurden, benutzt werden, in ernsthaften Artikeln soll auf sie verzichtet werden. Stereotype Witze über hasserfüllte Rassisten sind dabei durchaus erwünscht, da so die Leser nicht auf den ersten Blick erkennen können, ob etwas ernst gemeint ist oder nicht. Nach eigenen Angaben verfügte der Daily Stormer über eine „Trollarmee“, die mit Attacken auf ins Visier genommene Personen und Gruppen reagierte, was dem Daily Stormer ermöglichte, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Laut dem internen Handbuch war es der Plan, „den Feind zu entmenschlichen, bis zu dem Punkt, an dem die Menschen bereit waren, über seinen Tod zu lachen“. Es sei zwar illegal, im Internet zu Gewalt aufzurufen oder diese zu begrüßen, gleichzeitig sei es „total wichtig“, die Akzeptanz von Gewalt als Eventualität oder Unausweichlichkeit zu normalisieren.<ref>Karolin Schwarz: Hasskrieger. Der neue globale Rechtsextremismus. Herder, Freiburg 2020, S. 60 ff.</ref>
Medien wie der Independent und Zeit Online beschrieben den Daily Stormer als eine Neonaziseite.<ref>Patrick Beuth: „Daily Stormer“: Kein Netz für Nazis. In: zeit.de. 17. August 2017, abgerufen am 11. September 2017.</ref> Die Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center nannte den Daily Stormer die „Top-Hassseite in Amerika“.<ref>Schwarz, S. 61</ref>
Wirkung[Bearbeiten]
Am 17. Juni 2015 erschoss der 21-jährige Weiße Dylann Roof aus rassistischen Gründen neun Besucher einer Bibelstunde in Charleston. Das Southern Poverty Law Center analysierte Roofs Manifest und kam zu dem Schluss, dass er regelmäßiger Leser und Beitragsschreiber des The Daily Stormer war.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Los Angeles Times, 22. Juni 2015. Abgerufen am 30. Juni 2015 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Alt-Right
- Medien (Vereinigte Staaten)
- Englischsprachiges Medium
- Rechtsextremes Medium
- Rassismus in den Vereinigten Staaten
- Neonazismus
- Holocaustleugnung
- Rechtsextremismus im Internet
- Antisemitische Website
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