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The Fame Monster

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The Fame Monster
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EP von Lady Gaga

Veröffent-
lichung

20. November 2009

Label(s)

Interscope, Cherrytree, Streamline, Kon Live

Format(e)

CD, Doppel-CD, Download

Genre(s)

Pop, Dance, Elektro-Pop, Synthpop

Länge

34:12 (Standard-Version)
1:31:25 (Deluxe-Edition)

Produktion

Chronologie
Hitmixes
(2009)
The Fame Monster The Remix
(2009)
Singleauskopplungen
25. Oktober 2009 Bad Romance
26. Januar 2010 Telephone
20. April 2010 Alejandro
26. Juli 2010 Dance in the Dark

The Fame Monster – deutsch: Das Ruhmungeheuer – ist die zweite EP der US-amerikanischen Sängerin Lady Gaga und wurde am 20. November 2009 veröffentlicht. Die EP war ursprünglich als Zugabe zur Wiederveröffentlichung ihres Debütalbums The Fame gedacht. Aufgrund von künstlerischen<ref name="rollingstone">rollingstone.com</ref> und Marketing<ref>stern.de</ref>-Erwägungen wurde die EP in drei verschiedenen Ausgaben veröffentlicht: Als de-facto-mini-Album mit acht Songs, als Deluxe-Edition mit dem kompletten Debüt-Album zusätzlich, also als de-facto-Doppelalbum, und als Super Deluxe-Edition mit zusätzlicher Merch.

Lady Gaga wirkte als Autorin und Koproduzentin an allen Liedern mit. Weitere Produzenten waren RedOne, Space Cowboy, Fernando Garibay, Darkchild und Ron Fair.<ref>allmusic.com</ref>

Dass der Titel der EP dem des Kopfhörer-Herstellers "Heartbeats", Monster Cable Products, ähnelt, war laut der Sängerin Zufall, obwohl sie die Veröffentlichung der EP bei der Präsentation ihrer für diese Firma mit Dr. Dre entwickelten Kopfhörer ankündigte.

Das Album wurde von Musikkritikern überwiegend positiv aufgenommen, erhielt einen Grammy und erreichte Top-10-Platzierungen in diversen Ländern. Zur Bewerbung des Albums ging Lady Gaga auf ihre zweite Welttournee, die The Monster Ball Tour.

Inhalt und Stil[Bearbeiten]

Inhaltlich verarbeitet Lady Gaga Belastungen während ihrer Welttournee 2008/09 The Fame Ball. Diese dunkle Seite des Ruhms drückt die Interpretin in Monster-Metaphern aus:

„Während ich fast zwei Jahre um die Welt gereist bin, habe ich einige Monster getroffen… Jedes davon wird von einem anderen Song auf dem neuen Album repräsentiert: Meine Angst vor dem Sexmonster, meine Angst vorm Alkoholmonster, meine Angst vorm Liebesmonster, meine Angst vorm Todesmonster.“<ref>naanoo.com</ref>

Datei:Lady Gaga performing So Happy I Could Die on The Monster Ball Tour, Perth, April 2010.jpg
Lady Gaga singt So Happy I Could Die auf der Monster Ball Tour (2010)

Dazu tritt das Bedürfnis Lady Gagas, sich vom Debüt The Fame abzusetzen. Die neuen Songs setzten sich nicht mehr mit Geld oder Ruhm auseinander, sondern mit allem dazwischen.<ref>prnewswire.com</ref> Die Alben The Fame und The Fame Monster seien stimmungsmäßig Gegensätze wie Yin und Yang.<ref name="mtv">mtv.com</ref> Dazu tritt das Interesse der Sängerin an Disfunktionalität und Jenseits: „Ich bin besessen von Monster-Filmen, vom Zerfall der Berühmtheit und davon, wie Ruhm ein Monster in der Gesellschaft ist! Davon handelt mein neues Album“.<ref name="rollingstone" />

Der erste Song, Bad Romance, setzt nach The Independent den Ton für das Album mit seiner Mischung aus Disco, etwa Boney M, und Gothic, etwa Depeche Modes fünftes Album Black Celebration.<ref>independent.co.uk</ref><ref>bbc.co.uk</ref> Der fünfte Song des Albums, Dance in the Dark, handelt von einem Mädchen, das sich beim Sex im Hellen unwohl fühlt:

„Sie will nicht, dass ihr Mann sie nackt sieht. Sie wird frei sein, und sie wird ihr inneres Tier herauslassen, aber nur wenn die Lichter aus sind.“<ref>mtv.com</ref>

Im Verlauf des Songs vergleicht Gaga dieses Mädchen mit Werwölfen und Vampiren und nennt Persönlichkeiten, die durch einen tragischen Tod ihr Leben verloren (Marilyn Monroe, Judy Garland, Sylvia Plath, JonBenét Ramsey, Lady Diana, Liberace, Stanley Kubrick und Jesus von Nazaret.<ref name="slantmagazine">slantmagazine.com</ref>), und mit denen man dann "im Dunkeln" tanzen könne. Die Ballade Speechless ist eine „Bitte“ an ihren herzkranken Vater, sich einer Operation zu unterziehen. Die Krankheit ihres Vaters habe sie "sprachlos"<ref>mtv.com</ref> gemacht. So Happy I Could Die ist ein Liebeslied, aber das Objekt der Zuneigung wird Lady Gaga selbst, als sie über Trinken, Tanzen, Beobachten und Selbstbefriedigung singt.<ref name="slantmagazine" /> Alejandro enthält Elemente der Musik von ABBA und Ace of Base, und ist eine Hommage an die schwule Liebe.<ref name="slantmagazine" /> In Telephone geht es darum, im übertragenen Sinne keine Luft mehr zu bekommen, das Leben nicht genießen zu können.<ref>im übertragenen Sinne keine Luft mehr zu bekommen, das Leben nicht genießen zu können</ref>

Ausgaben und Gestaltung[Bearbeiten]

Ausgaben[Bearbeiten]

The Fame Monster erschien am 22. Oktober 2009 in Deutschland als Einzel-CD<ref>amazon.de</ref>. Die drei verschiedenen Ausgaben wurden am 20. November 2009 veröffentlicht: Die erste enthält acht neue Lieder, die zweite Ausgabe (auch als Deluxe-Edition bezeichnet) enthält dazu das komplette Debüt-Album inkl. des japanischen Bonus-Tracks Retro, Dance, Freak. Die dritte Ausgabe, bekannt als Super Deluxe-Edition, beinhaltet neben den beiden Alben einen Bildband, 3D-Brillen, Papierpuppen, ein Puzzle, Bilderstrecken und eine Locke von Lady Gagas Perücke als Lesezeichen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ffh.deffh.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> Die Deluxe-Edition ist dabei zensiert; das dreimalig vorkommende Wort "Bitch" wurde zu "Bit" verkürzt. Auf der 8-Track-Edition sind alle Lieder unzensiert.

Merch[Bearbeiten]

Für dem der Super Deluxe-Edition beiliegenden Bildband konnten Fans Vorschläge machen. Der Band enthält u. a. Fotos, Gedichte und Zeichnungen ihrer Fans und Fotos, die Lady Gaga und das Haus of Gaga auf ihren Reisen gemacht haben,<ref>mtv.com</ref> wie z. B. ein Foto von ihr in Leder-Outfit, für das sie bei der Aufnahme in der Basiliuskathedrale fast verhaftet worden wäre.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.gala.de (Memento vom 2. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

Artwork[Bearbeiten]

Der Designer und Fotograf Hedi Slimane war zuständig für das Cover-Artwork.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."The Fame Monster" - ab 20.11. überall (Memento vom 25. Februar 2010 im Internet Archive)</ref> Das Cover für die Deluxe-Edition zeigt Gaga mit einer blonden Perücke und einem schwarzen Mantel, das Cover der Standard-Edition zeigt Gaga mit braunen Haaren und übermäßigem Eyeliner, der an ihrem Gesicht herunterläuft.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lady GaGa Shows Off The Fame Monster Cover Art (Memento vom 13. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref>

Lady Gaga sagte, sie wolle das Cover dunkler und kantiger als das, was sie vorher gemacht hatte.<ref name="mtv" /> Jedoch fand ihre Plattenfirma das Cover mit den braunen Haaren zu verwirrend und dunkel und für Popmusik unpassend. Gaga antwortete:

„Ihr wisst nicht, was Pop ist, denn jeder sagte mir, ich war nicht Pop im letzten Jahr, und nun schaut her! Also sagt mir nicht, was Pop ist – ich weiß was Pop ist. […] Es ist lustig, denn ich kämpfte und kämpfte und kämpfte, und hatte dann zwei Cover, weil ich diese Yin-und-Yang-Präsentation mit den Covern machen wollte. […] Ich will nicht ein glamouröses Foto von mir, auf dem ich an mir reibe wie andere blonde Mädchen. Ich möchte, dass meine Fans das Bild sehen, und sagen: ‚Ich fühle mich wie sie.‘“<ref name="rollingstone" />

Titelliste[Bearbeiten]

Datei:Lady Gaga performing Bad Romance on The Monster Ball Tour, New York City, January 2010.jpg
Lady Gaga singt „Bad Romance“ auf der Monster Ball Tour

Deluxe Edition

  • Die Deluxe und Super Deluxe Edition enthalten als zweite CD das Debütalbum The Fame.

Bonustracks

Limitierter USB-Stick

  • 1.–8. The Fame Monster (34:09)
  • 9. Bad Romance (Starsmith Remix) (4:55)
  • 10. Telephone (Passion Pit Remix) (5:12)
  • 11. Paparazzi (Demolition Crew Remix Radio Edit) (3:55)
  • 12. Just Dance (Deewaan Remix) (4:18)
  • 13. Love Game (Robot To Mars Remix) (3:13)
  • 14. Eh, Eh (Nothing Else I Can Say) (FrankMusik "Cut Snare Edit" Remix) (3:47)
  • 15. Pokerface (Live From The Cherrytree House) (3:38)
  • 16. Bad Romance (Grum Remix) (4:50)
  • 17. Telephone (Alphabeat Remix) (4:48)
  • 18. Just Dance (Musikvideo) (4:01)
  • 19. Poker Face (Musikvideo) (3:57)
  • 20. LoveGame (Musikvideo) (3:35)
  • 21. Eh, Eh (Nothing Else I Can Say) (Musikvideo) (3:03)
  • 22. Beautiful Dirty Rich (Musikvideo) (3:03)
  • 23. Paparazzi (Musikvideo) (7:45)
  • 24. Bad Romance (Musikvideo) (5:13)
  • 25. Telephone (Musikvideo) (9:31)
  • Anmerkung: Enthält ein digitales Booklet, Single Covers, eine Fotogalerie und Webseiten.<ref>amazon.de</ref>

Singleauskopplungen[Bearbeiten]

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Rezeption[Bearbeiten]

Preise[Bearbeiten]

2010 gewann Gaga den Outstanding Music Artist Award für The Fame Monster während der 21. GLAAD Media Awards. Das Album und seine Songs waren für sechs Grammys bei den Grammy Awards 2011 nominiert gewesen. Die EP als Ganzes wurde in der Kategorie Album of the Year nominiert und gewann den Grammy für Best Pop Vocal Album. Die Single Bad Romance gewann jeweils einen Grammy in der Kategorie Best Female Pop Vocal Performance und Best Short Form Music Video; die Single Telephone wurde in der Kategorie Best Pop Collaboration with Vocals, und Dance in the Dark in der Kategorie Best Dance Recording nominiert.<ref>Grammy Awards 2010 Winners & Nominees. In: people.com. 31. Januar 2010, abgerufen am 14. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rezensionen[Bearbeiten]

Bei Metacritic erhielt das Album eine Bewertung von 77 % („generally favorable“, „im Wesentlichen positiv“), basierend auf 13 Kritiken.<ref>metacritic.com</ref>

In der Rezension im Rolling Stone erhält das Album dreieinhalb (von fünf möglichen) Sternen. Weiter schreibt dort der Kritiker Jon Dolan: „Die Hälfte der Stücke sind Madonna-Imitate. Doch das ist Teil des Konzepts. Ruhmesmonster müssen sich nicht mit Originalität beschäftigen.“ Im Cineasten-Treff wird das Album kritisch besprochen: Die „Songs sind ordentlich produzierter Dancefloor-Pop – nicht mehr und nicht weniger. Und eben nur Teil der großen Inszenierung des Projekts Lady Gaga. Da hat Madonna (bislang) doch noch mehr drauf.“<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.cineastentreff.deBesprechung von Stefan Weber (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>

Kritiker Robert Christgau lobte Lady Gaga für ihr Songwriting und gab dem Album die Bewertung „A-“.<ref>robertchristgau.com</ref> Bill Lamb von About.com gab dem Album fünf von fünf möglichen Sternen und sagte: „The Fame Monster ist das überzeugendste Pop-Stück in den letzten Jahren. Es gibt klare Anzeichen des Einflusses von einigen der Top-Pop Frauen der Vergangenheit wie Madonna, Annie Lennox und Debbie Harry, aber Lady Gaga macht das Album eindeutig ihr Eigen. Ist dies die Richtung des zeitgenössischen Pop, sind wir in der Tat in guten Händen.“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lady Gaga - 'The Fame Monster' (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Kommerzieller Erfolg[Bearbeiten]

Chartplatzierungen[Bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten platzierte sich The Fame Monster als Einzel-CD mit 174.000 verkauften Einheiten auf Platz fünf der Billboard 200, während sich die Doppel-CD mit The Fame mit 151.000 verkauften Einheiten auf Platz sechs platzieren konnte. Außerdem erreichte das Album Platz eins der Top Digital Albums Charts und Platz eins der Dance/Electronic Albums Charts, womit das Album die Originalversion von The Fame vom ersten Platz verdrängte. In Kanada platzierte sich das Album auf Platz zwei der Albumcharts.<ref name="jamcanoe">jam.canoe.ca</ref>

In vielen Ländern wurde The Fame Monster als Re-Release des Debütalbums The Fame gewertet, zu dem auch die Chartplatzierungen zählten. Als solches stieg es in Dänemark, Deutschland, Irland und dem Vereinigten Königreich in die Top 10 der Albumcharts ein und erreichte in den letzteren drei Ländern Platz eins. In Australien und Neuseeland stieg das Album als Re-Release des Debüt-Albums in die Top 10, doch die Verkäufe wurden später als eigenes Album gezählt. In beiden Ländern erreichte das Album Platz eins und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.

Nach einem Konzert in Japan stieg The Fame Monster auf Platz drei und The Fame gleichzeitig auf Platz neun auf, womit es Lady Gaga seit Bruce Springsteen 1992 erstmals wieder einem westlichen Solokünstler gelang, zwei Werke gleichzeitig in den japanischen Top 10 platzieren zu können – als letzte westliche Solokünstlerin schaffte dies Madonna 1985.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: Oricon Style. Oricon, abgerufen am 3. August 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kurz darauf erreichte The Fame Monster Platz zwei.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: Oricon Style. Oricon, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. November 2013; abgerufen am 3. August 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Im Januar 2010 wurde das Album in den USA für 1.000.000 verkaufte Einheiten mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Bis heute erreichte es dort Fünffach-Platin.

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Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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