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The Nihilistic Front

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The Nihilistic Front
Allgemeine Informationen
Herkunft Melbourne, Australien
Genre(s) Death Doom, Industrial Metal, Funeral Doom
Aktive Jahre
Gründung 2005
Auflösung
Website www.nihilisticfront.com
Gründungsmitglieder
Gitarre, Keyboard
Gary „Gaz“ Martin
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Keyboard
Gary „Gaz“ Martin
Schlagzeug, Gesang
Chris Newell
E-Bass
Nick Warren
Schlagzeug
Paul Mazziotta

The Nihilistic Front ist eine 2005 in Melbourne gegründete Death-Doom-Band. Die Gruppe verzichtete über Jahre auf Werbung und Auftritte und veröffentlichte ihre Musik ohne unterstützendes Label. Erst das vierte Studioalbum, Procession to Annihiliation, erschien in Kooperation mit einer Plattenfirma und bescherte der Band internationale Bekanntheit.

Geschichte[Bearbeiten]

Der zuvor bei der Black-Metal-Band Antichrist und den Death-Metal-Bands Excarnated und Abominator als Gitarrist aktive Gary Martin gründete The Nihilistic Front 2005 als Soloprojekt.<ref Name="EoAHM">Brian Giffin: Encyclopaedia of Australian Heavy Metal. Dark Star, Katoomba 2015, S. 228 (google.de).</ref> Martin strebte ursprünglich danach, den Klang von Godflesh und Disembowelment rein instrumental zu adaptieren.<ref Name="Bio">History. The Nihilistic Front, 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 3. März 2017.</ref> Nach ersten Proben beschloss Martin, einen Sänger hinzuzuziehen, da er mit dem Ergebnis als Ein-Mann-Instrumentalprojekt unzufrieden war.<ref Name="Bio" /> So trat noch vor den ersten Aufnahmen der Sänger Chris Newell dem Projekt bei, der mit Martin gemeinsam schon bei Antichrist und Excarnated gespielt hatte.<ref Name="EoAHM" /> Sie verständigten sich auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner und beschlossen, nicht live aufzutreten. Diese selbstverordnete Bühnenabstinenz relativierte das Duo einige Jahre später.<ref Name="DMI"/>

Im Juni 2006 begann The Nihilistic Front mit den Aufnahmen des Debütalbums, das am Anfang des folgenden Jahres unter dem Titel The Four Seasons in Misery im Selbstverlag erschien.<ref Name="Bio" /> Die Gruppe verzichtete auf jede Promotion des Albums, das als CD über kleine Musikvertriebe sowie den Online-Dienst Bandcamp vermarktet wurde.<ref Name="DMI" /> Das Album wurde meist knapp positiv bewertet und als Amalgam aus Funeral-, Death- und Drone-Doom<ref Name="MS4S">Lucas: The Nihilistic Front: The Four Seasons in Misery. Metalstorm, 17. Mai 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Oktober 2017; abgerufen am 8. März 2017.</ref> sowie als „schön krank und krass“ klingend bezeichnet.<ref Name="CDM4S">meden: The Nihilistic Front: The Four Seasons in Misery. Carnagedeathmetal, 11. Juli 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 8. März 2017.</ref>

Im Anschluss an die Debütveröffentlichung begann das Duo mit Aufnahmen zur EP The Null Factor Law, die ursprünglich 2007 als LP erscheinen sollte. Die Veröffentlichung blieb allerdings vorerst aus. Die EP wurde erst 2010 via Bandcamp zum Download angeboten. Anstelle der EP nahm The Nihilistic Front bis zum Frühjahr 2009 das Album Total Disgust for Mankind auf, das als CD ebenfalls im Selbstverlag erschien und über die gleichen Vertriebswege wie das Debüt vermarktet wurde.<ref Name="Bio" /> Das Album wurde aufgrund des weiteren Ausbleibens jeder Werbung in eigener Sache nur selten besprochen, in den wenigen Rezensionen jedoch hoch gelobt und als ein „Meisterwerk“ des extremen Doom Metals bezeichnet.<ref Name="DMI" /><ref Name="DTDFM">The Nihilistic Front: The Null Factor Law. Doommantia, 13. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 8. März 2017.</ref>

Nach dem Erscheinen von Total Disgust for Mankind legten Martin und Newell eine Bandpause ein, um sich anderen Projekten zu widmen, lediglich die EP The Null Factor Law wurde als Download über Bandcamp veröffentlicht. Mitte des Jahres 2011 kam das Duo erneut zusammen, um das dritte Studioalbum Apocryphal Dirge einzuspielen.<ref Name="Bio" /> Da The Nihilistic Front weiterhin auf jede Promotion ihrer Musik verzichtete, wurden The Null Factor Law und Apocryphal Dirge kaum international beachtet, derweil die wenigen vorhandenen Besprechungen der Band erneut eine hohe Qualität sowie eine herausstechende Eigenständigkeit bescheinigten.<ref>Steph LE SAUX: The Nihilistic Front: Apocryphal Dirge. Temple of Perdition, 3. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 8. März 2017.</ref>

Unmittelbar nach der Veröffentlichung von Apocryphal Dirge schrieb das Duo weiteres Material. Zeitgleich stellte The Nihilistic Front eine erste Promo-Kompilation zusammen und verschickte diese an Musikmagazine und Plattenfirmen. Stu Gregg von Aesthetic Death Records, der schon zuvor im Austausch mit der Band gestanden und einige ihrer früheren Alben vertrieben hatte, bot der Gruppe einen Vertrag an. Laut Martin war eine Kooperation mit dem britischen Label schon zu Apocryphal Dirge geplant, aber an Terminschwierigkeiten gescheitert.<ref Name="DMI" /> Erst in der Kooperation mit Aesthetic Death Records wurde der Band die Möglichkeit eröffnet, das Album ohne Verzögerung nach der Produktion über ein Label zu veröffentlichen.<ref Name="Metal.it"/> Während der Werbephase zum vierten Studioalbum verkündete das Duo, erstmals live in Erscheinung treten zu wollen.<ref Name="DMI" /> Procession to Annihiliation erschien 2013 als viertes Studioalbum.<ref Name="Bio" /> Das Album erhielt internationale Beachtung und wurde entsprechend rezensiert. Anders als bei vorherigen Veröffentlichungen, die nur wenig wahrgenommen wurden, befassten sich mit Procession to Annihiliation unter anderem deutsche,<ref Name="V"/><ref Name="HM" /><ref Name="MR" /><ref Name="Power" /> niederländische,<ref Name="Zware" /><ref Name="Lords">Marcel H.: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Lords of Metal, 2013, abgerufen am 8. September 2017.</ref> italienische,<ref Name="Metal.itR">Luigi 'Gino' Schettino: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Metal.it, 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 8. September 2017.</ref><ref Name="Aristo">Mourning: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Aristocraziawebzine, 23. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 8. September 2017.</ref> österreichische,<ref Name="Stormbringer" /> britische,<ref Name="Destr"/><ref Name="Ave" /> finnische,<ref Name="Imperi">Serpent: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. imperiumi.net, 1. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 8. September 2017.</ref> russische,<ref Name="Dark-World">sorrow: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. dark-world.ru, 15. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 8. September 2017.</ref> amerikanische<ref Name="CoC">Chaim Drishner: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Chronicles of Chaos, 24. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 5. Oktober 2017.</ref><ref Name="Cvlt">Sean Reveron: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Cvlt Nation, 9. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 5. Oktober 2017.</ref> und indische<ref Name="to">Kunal Choksi: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Transcending Obscurity, 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. August 2017; abgerufen am 5. Oktober 2017.</ref> Webzines. Die Bewertungen des Albums reichten von der Bezeichnung als „kompletter Fehlschlag“ auf Vampster,<ref Name="V">Captain Chaos: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Vampster, 30. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. September 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> über die Einordnung als Album, welches zwar „einen gewissen Reiz“ ausstrahle, aber dennoch ein Album „für die wenigsten Tage“ sei auf Amboss Mag<ref Name="AM">hendrik / chris: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Amboss-Mag.de, 7. Februar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. September 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> bis hin zu hohen Bewertungen als Musik mit einem „monolithischen Klang, der vom ersten Augenblick an seine Wirkung erziele.“<ref Name="Destr">Luke Hayhurst: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Destructive Music, 30. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref>

Nach den ersten Promotionstätigkeiten durch das Label und Interviews bestritt The Nihilistic Front am 19. April 2014 beim Black- und Death-Metal-Festival When Terror Unites in Melbourne ihr Bühnendebüt.<ref Name="Gig">First Show Announcement. The Nihilistic Front, 24. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. September 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> Um diesen halbstündigen Auftritt absolvieren zu können, luden Martin und Newell den Schlagzeuger Paul Mazziotta von Disembowelment und Inverloch sowie den Bassisten Nick Warren von Asbestosisis als Liveunterstützung hinzu. Bei diesem Auftritt präsentierte die Gruppe ausschließlich neue, bis dahin unveröffentlichte Stücke.<ref Name="Metal.it"/> Im Anschluss an den Auftritt entschieden sich die Musiker, die Bandbesetzung in dieser Form beizubehalten, gemeinsam an neuem Material zu arbeiten und weiterhin vereinzelte Auftritte zu absolvieren. Nach 2014 blieben weitere Verlautbarungen oder Veröffentlichungen der Gruppe aus.<ref Name="Bio" /><ref Name="Gig" /><ref>The Nihilistic Front: Extreme Fucking Doom. The Nihilistic Front, 2014, abgerufen am 9. Oktober 2017.</ref>

Werk und Wirkung[Bearbeiten]

Diskografie

Studioalben

  • 2006: The Four Seasons in Misery (Selbstverlag)
  • 2009: Total Disgust for Mankind (Selbstverlag)
  • 2011: Apocryphal Dirge (Selbstverlag)
  • 2013: Procession to Annihiliation (Aesthetic Death Records)
  • 2023: A Cavernous Descent Into Filth (Selbstverlag)

EPs

  • 2010: The Null Factor Law (Download, Selbstverlag)
  • 2022: World Destroyer (Download, Selbstverlag)

Kompilationen

  • 2012: Promo 2012 (Selbstverlag)

Das Werk von The Nihilistic Front wird von Kritikern als geschlossenes Konzept betrachtet. Die Gestaltung der Tonträger ergänzt die als apokalyptisch bezeichnete Wirkung der Musik.<ref Name="DMI" /><ref Name="HM" /> Dabei zielen Musik und Gestaltung laut Martin auf eine entsprechend nihilistische und misanthropische Stimmung.<ref Name="DMI" /> Die Musiker beschreiben den experimentellen Charakter der Aufnahmen und Auftritte als wesentlichen Aspekt der Gruppe.<ref Name="DMI" /><ref Name="Metal.it"/>

Martin legte Wert darauf, dass die Band nicht als „Live-Entität“ existiere. Auch nach dem Bühnendebüt der Gruppe gab er an, dass Auftritte nur gelegentlich absolviert werden sollten.<ref Name="DMI" /> Martin und Newell lehnten Auftritte anfänglich aufgrund des experimentellen Charakters der Gruppe ab, dieser käme in einstudierten Auftritten nicht zum Ausdruck. So sei bereits veröffentlichtes Material abgeschlossen und für die Musiker nur bedingt interessant.<ref Name="DMI">Mike Liassides: The Nihilistic Front. Doom-Metal, 24. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Oktober 2017; abgerufen am 8. März 2017.</ref><ref Name="Metal.it"/> Entsprechend präsentierte die Gruppe bei Auftritten neues bis dahin unveröffentlichtes Material.<ref Name="Metal.it"/>

Martins Anspruch, fertiges Material schnellstmöglich zu veröffentlichen, stand ebenfalls potentielle Kooperationen mit etwaigen Labeln aufgrund der obligatorischen Verzögerung im Weg.<ref Name="DMI"/><ref Name="Metal.it">Luigi 'Gino' Schettino: The Nihilistic Front. Metal.it, 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. September 2017; abgerufen am 8. September 2017.</ref>

Entstehung der Stücke[Bearbeiten]

Das Gros des instrumentalen Teils der Musik wird von Martin geschrieben und vorgegeben. Zum Teil gibt er Aufnahmen fertiger Stücke an Newell, zum Teil Aufnahmen von Kernelementen wie Sammlungen von Gitarrenriffs, welche beiden anschließend gemeinsam ausarbeiten und vervollständigen. Die endgültige Ausarbeitung neuer Stücke vor den Aufnahmen erfolgt zumeist gemeinsam. Newell und Martin proben die Stücke hierzu in einem abgedunkelten Raum, der die Musiker in eine klaustrophobische Stimmung versetzt. Laut Martin ermögliche die Dunkelheit den Musiker die eigene Identität zu überwinden und für den Zeitraum des Probens jemand anderes zu werden. Insbesondere die Lautstärke der PA-Anlage und die Hitze im Proberaum ergänzten den Erfahrungsraum.<ref Name="DMI" />

Für die Texte der Gruppe ist ausschließlich Newell verantwortlich. Nach Martin entsprechen Newells Texte häufig nicht Martins ursprünglicher Intention beim Schreiben der Musik, dennoch seien Gesang und Texte integraler Bestandteil der Musik und ein wichtiger Teil des angestrebten Gesamtkunstwerkes.<ref Name="DMI" />

Gestalterisches Konzept[Bearbeiten]

Das zur Gestaltung des Albums Procession to Annihilation genutzte Bild

Zur Gestaltung der Alben nutzt die Band Schwarzweißfotografien von verfallenen Gebäuden, welche nach Martin der Stimmung der Musik entsprechen. Dazu betont er, dass für ihn die visuelle Komponente ein wichtiger Bestandteil der Alben sei. Jedoch sei kein Bezug zu den abgebildeten Orten auszumachen, lediglich die emotionale Wirkung der Bilder sei für ihn von Bedeutung.<ref Name="DMI" /> So nutzte das Duo den Ausschnitt eines Bildes von H. D. Chadwick, welches Ruinen im Bereich der Post- und Grant Avenue nach dem Erdbeben von San Francisco 1906 zeigt, zur Gestaltung des Albums Procession to Annihilation ohne entsprechende Herkunftsangaben. In Rezensionen wurde das Bild als Abbildung kriegerischer oder terroristischer Zerstörung interpretiert sowie apokalyptisch verortet.<ref Name="HM" /><ref Name="Destr" /><ref Name="MR">Markus L.: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Musikreviews, 29. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> Auf den Abdruck der Texte verzichtet die Band aufgrund des gestalterischen Konzeptes.<ref Name="DMI" />

Rezeption und Einflüsse[Bearbeiten]

Dem Internetmagazin Hateful Metal zufolge stimme diese Gestaltung den Rezipienten auf die von The Nihilistic Front gespielte Musik ein. Das Duo spiele „derben und zermürbenden Doom, der diese apokalyptische Szenerie bestens wiedergibt.“<ref Name="HM">Aceust: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Hateful Metal, 18. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> Im Spektrum des Doom Metals wird die Musik dabei mit unterschiedlichen Subströmungen assoziiert, zumeist mit dem Death- oder dem Funeral-Doom,<ref Name="Zware">Bart Al Foet: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. zware Metalen, 11. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. März 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref><ref Name="Power">Raphael Päbst: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Power Metal, 1. April 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> häufig mit Querverweisen auf Industrial Metal und Drone Doom.<ref Name="Ave">Pete Woods: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Ave Noctum, 30. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> Als vergleichbare Gruppen werden meist Disembowelment und Godflesh genannt,<ref Name="CDM4S" /><ref Name="Ave" /><ref Name="Stormbringer">Stefan Baumgartner: The Nihilistic Front: Procession to Annihilation. Stormbringer.at, 29. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2017; abgerufen am 9. März 2017.</ref> zur weiteren Verortung der gespielten Musik wird The Nihilistic Front mit Gruppen wie Sunn O))),<ref Name="DTDFM" /> Moss,<ref Name="V" /> entschleunigten Ufomammut,<ref Name="MR" /> Skepticism<ref Name="Zware" /> und Tyranny<ref Name="MS4S" /> verglichen.

Martin bestätigt den assoziierten Einfluss durch Disembowelment und Godflesh.<ref Name="Bio" /> Ebenso nimmt er auf weitere, der als Vergleich herangezogenen Interpreten Bezug und bezeichnet Cthonic Rites von Moss als das extremste je aufgenommene Doom-Album, weshalb es für ihn „auf eine Furcht erregende Art inspirierend“ sei.<ref Name="DMI" /> Neben Moss habe ihn die Musik der frühen Boris und Sunn O))) erst dazu angeregt, die Band zu gründen.<ref Name="DMI" />

Stil[Bearbeiten]

Die Band nennt den eigenen Stil Extreme Fucking Doom.<ref Name="Destr" /> In positiven Rezensionen wird ihr eine hypnotische sowie „absolut dunkle und brutale Atmosphäre“ attestiert,<ref Name="CDM4S" /> diese sei „nicht einfach nur düster und verstörend, sondern auch in Teilen sehr obskur und makaber“<ref Name="HM" /> und von einer „beängstigenden Anspannung erfüllt.“<ref Name="DTDFM" /> Entsprechend wird Procession to Annihilation als „unglaublich trostloses Album“ umschrieben, „das nicht das Leiden der Opfer, die Trauer und den Verlust widerspiegelt, sondern dem Tribut zollt, was für das Leid verantwortlich ist. Tod, Zerstörung, Untergang.“<ref Name="AM" />

Als maßgebende Elemente der Atmosphäre werden das Gitarrenspiel sowie die unterschiedlichen Gesangsstimmen benannt.<ref Name="DTDFM" /><ref Name="CDM4S" /> Martins Gitarrenspiel sei durch eine enorme Verzerrung gekennzeichnet und mitunter fuzzy.<ref Name="Ave" /> Dabei nutze das als „lärmend“<ref Name="HM" /> sowie als „hypnotisch“<ref Name="CDM4S" /> beschriebene und riffbetonte Gitarrenspiel Tremoloriffs und den gezielten Einsatz von Rückkopplungen.<ref Name="DTDFM" /> Der Gesang sei überwiegend „in abgrundtiefe Growls geschraubt“,<ref Name="AM" /> jedoch dennoch „variabel [da] der Gesang, der überwiegend überaus tief und monoton ist, […] hin und wieder auch zu markerschütterndem Gekeife ausufert.“<ref Name="HM" /> Der per Drumcomputer generierte Rhythmus hingegen gilt als schlicht und langsam, gelegentlich als „fragmentiert“.<ref Name="HM" /><ref Name="AM" /> Das Tempo würde nur selten „geringfügig angezogen“.<ref Name="CDM4S" /><ref Name="HM" /> Dem Amboss Mag zur Folge „lockern kleine industrialähnliche Elektroeinspieler das Ganze etwas auf.“<ref Name="AM" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Brian Giffin: Encyclopaedia of Australian Heavy Metal. Dark Star, Katoomba 2015.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />