The Story of Stuff
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2007 |
| Länge | 20 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Louis Fox |
| Drehbuch | Louis Fox, Annie Leonard<ref name="LA Times">Margot Roosevelt: Teaching ‘stuff’ about ecology. In: Los Angeles Times. 13. Juli 2010, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>, Jonah Sachs |
| Produktion | Erica Priggen |
| Schnitt | Braelan Murray |
The Story of Stuff ist ein animierter Dokumentarkurzfilm über den Lebenszyklus von Waren. Die Dokumentation kritisiert exzessiven Konsum und befürwortet Nachhaltigkeit.
Das Drehbuch wurde von Filmemacherin Annie Leonard geschrieben, welche zusätzlich als Sprecherin fungierte. Finanziert wurde der Film von der Tides Organisation, Funders Workgroup for Sustainable Production and Consumption, Free Range Studios und anderen Organisationen. Der Film wurde von Free Range Studios produziert<ref>Story Of Stuff. storyofstuff.com, abgerufen am 29. Dezember 2013.</ref> und im Dezember 2007 zum ersten Mal online gezeigt.<ref>The Story of Stuff. storyofstuff.com, abgerufen am 29. Dezember 2013.</ref>
Das Video wird unter anderem in Grundschulen, Universitäten, Kunstprogrammen, Wirtschaftskursen und Nachhaltigkeitsprogrammen in Unternehmen verwendet.<ref name="NYTlesson">Studying „Stuff“ Examining „The Story of Stuff“ with a Critical Eye. In: The New York Times. 15. Mai 2009, abgerufen am 29. Dezember 2013.</ref> Bis Februar 2009 wurde das Video bereits in 228 Länder und Gebieten aufgerufen. Laut der Los Angeles Times (Stand Juli 2010) wurde der Film in 15 Sprachen übersetzt und von mehr als 12 Millionen Menschen angesehen.<ref name="LA Times" />
Inhalt[Bearbeiten]
Das 20-minütige Video zeigt eine kritische Sicht der Konsumgesellschaft, mit Fokus auf die Vereinigten Staaten. Es soll „die Verbindungen zwischen einer Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen aufdecken, und ruft dazu auf, gemeinsam eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu schaffen“.<ref>The Story of Stuff. 28. Juli 2008, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> Der Film teilt sich in sieben Kapitel: Einführung, Rohstoffgewinnung, Produktion, Vertrieb, Konsum, Entsorgung und eine Alternative.
Das Video beschreibt die Wirtschaft materieller Waren als ein System, dass sich in Rohstoffgewinnung, Produktion, Vertrieb, Konsum und Entsorgung aufteilen lässt. Um die Probleme des Systems darzustellen, erweitert Leonard dieses Modell außerdem um Menschen, Regierungen und Unternehmen.
Leonards These “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „ein lineares System ist auf einem endlichen Planeten nicht nachhaltig“) wird im Video mit statistischen Daten untermauert. Zwar enthält das Video selbst keine Quellen für ihre Aussagen, allerdings stellt die Produktionsfirma ein annotiertes Drehbuch zur Verfügung, welches Fußnoten mit Erklärungen und Referenzen für die Behauptungen enthält:
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „... mehr als 50 % unserer Staatsausgaben kommen dem Militär zugute...“) Sie zitiert die Website der War Resisters League, wobei sich die Zahl von den offiziellen Berichten der amerikanischen Regierung unterscheidet. Letztere bewertet den Anteil mit ungefähr 20–25 %.<ref>Citizen’s Guide to the Federal Budget, irs.gov</ref> Die WRL erklärt den Unterschied dadurch, dass sie keine Treuhandfonds wie Social Security berücksichtigt (da diese Einnahmen nicht direkt aus den Einkommenssteuern stammen), Unterstützung von Veteranen als Teil von früheren militärischen Ausgaben ansieht, und außerdem 80 % der Schuldzinszahlungen miteinberechnet, mit der Begründung, dass die meisten Schulden durch weniger militärische Ausgaben verhinderbar gewesen wären.<ref>Where Your Income Tax money really Goes, warresisters.org</ref>
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Von den 100 größten Wirtschaftssystemen der Welt sind 51 Unternehmen.“) Sie zitiert Anderson & Cavanagh (2000),<ref>Anderson & Cavanagh: The Top 200: The Rise of Global Corporate Power. 1996.</ref> welche diese Behauptung wiederum auf die 1999 von Fortune<ref>Fortune Magazine, July 31, 2000.</ref> und dem World Development Report veröffentlichten Zahlen zu BIP und Unternehmensumsätzen stützt.
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Wir [die USA] stehen für 5 % der Weltbevölkerung, aber wir konsumieren 30 % aller Rohstoffe und verursachen 30 % des weltweiten Abfalls.“) Sie zitiert Seitz (2010)<ref>John L. Seitz: Global Issues: An Introduction. 2001.</ref> und ein Kapitel in Global Environmental Issues, welches der USA eine Müllerzeugung von 10 Milliarden Tonnen pro Jahr vor dem Jahrtausendwechsel zuschreibt.<ref>Taylor & Morrissey: Global Environmental Issues. 2004, S. 229–264.</ref>
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „80% des ursprünglichen Waldbestandes ist verschwunden.“) Sie zitiert die National Resources Defense Council Website, welche behauptet, dass nur ungefähr 20 % der ursprünglichen Wälder bestehen,<ref>The Canadian Boreal Forest, National resources Defense Council</ref> und die Website des Rainforest Action Network.<ref>ran.org Rainforest Action Network</ref>
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Im Amazonas alleine verlieren wir 2000 Bäume pro Minute.“) Sie zitiert de Seve (2002),<ref>de Seve: Welcome to my jungle … before it’s gone. 2002.</ref> welche die Abholzungsrate im Amazonasgebiet 1995 mit 20.000 km² pro Jahr beziffert.
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Auf jeden US-Amerikaner sind pro Tag mehr als 3000 Werbungen ausgerichtet.“) Diese Anzahl kommt von der American Academy of Pediatrics<ref>American Academy of Pediatrics: Committee on Communications Policy Statement: children, adolescents, and advertising. In: Pediatrics. Band 118, Nr. 6, 2006, S. 2563–2569, doi:10.1542/peds.2006-2698, PMID 17142547.</ref>, welche diese wiederum einem Albuquerque Journal Artikel aus 1999 von Kolumnistin Ellen Goodman entnehmen.<ref>zitiert als Ellen Goodman: Ads pollute most everything in sight. In: Albuquerque Journal. 27. Juni 1999, S. C3.</ref>
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Jeder US-Amerikaner verursacht ungefähr 2 kg Müll pro Tag.“) Sie zitiert die U.S. Environmental Protection Agency Website, welche angibt, dass im Jahr 2005 245,6 Millionen Tonnen Hausmüll produziert wurden.<ref>Municipal Solid Waste in the United States: 2005 Facts and Figures</ref> Taylor & Morrissey (2004)<ref>Taylor & Morrissey: Coping with Pollution: Dealing with Waste. 2004, S. 247.</ref> bestätigen diese Zahl.
- “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Annie Leonard, deutsch: „Dioxin ist die giftigste, von Menschen gemachte Substanz, die der Wissenschaft bekannt ist. Und Müllverbrennungsanlagen sind die Hauptverursachern von Dioxin.“) Sie zitiert Mocarelli et al.<ref>Paolo Mocarelli, Pier Mario Gerthoux, Enrica Ferrari, Donald G. Jr Patterson, Stephanie Kieszak, Paolo Brambilla, Nicoletta Vincoli, Stefano Signorini, Pierluigi Tramacere, Larry L. Needham: Paternal concentrations of dioxin and sex ratio of offspring. In: The Lancet. Band 355, Nr. 9218, 2000, S. 1858–1863, doi:10.1016/S0140-6736(00)02290-X, PMID 10866441.</ref>
Leonard zitiert außerdem was Victor Lebow 1955 über Wirtschaftswachstum sagte:
“Our enormously productive economy... demands that we make consumption our way of life, that we convert the buying and use of goods into rituals, that we seek our spiritual satisfaction, our ego satisfaction, in consumption... we need things consumed, burned up, replaced and discarded at an ever-accelerating rate.”
„Unsere enorm produktive Wirtschaft... verlangt, dass wir Konsum zu unserer Lebensweise machen, dass wir das Kaufen und Benutzen von Gütern zu einem Ritual machen, dass wir unsere spirituelle Zufriedenheit, die Befriedigung unseres Egos, im Konsum suchen... Wir wollen Dinge konsumieren, verbrauchen, ersetzen und wegwerfen, und das mit immer wachsender Geschwindigkeit.“
Reaktion[Bearbeiten]
The Story of Stuff wurde zum öffentlichen Diskussionsthema, vor allem nachdem The New York Times am 10. Mai 2009 eine Titelstory über das Video veröffentlichte.<ref>Leslie Kaufman, A Cautionary Video About America’s ‘Stuff’, The New York Times, May 10, 2009.</ref> Schon vor dem The New York Times Artikel nannte The Sustainable Enterprise Fieldbook den Film eine erfolgreiche Darstellung der Probleme des Konsumkreislaufs,<ref>Wirtenberg, Russell, Lipsky: The Sustainable Enterprise Fieldbook: When it All Comes Together. 2008.</ref> und Greyson (2008)<ref>Greyson: Sustainable Energy Production and Consumption. 2008, S. 139–158.</ref> sagte, er sei ein fesselnder Versuch, die Ideen zyklischer Wirtschaft zu vermitteln. Ralph Nader bezeichnete den Film als “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ralph Nader, deutsch: „ein Leitbild für Klarheit und Motivation“). John Passacantando, Geschäftsführer von Greenpeace, nannte ihn einen “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.John Passacantando, deutsch: „Mega-Hit auf drei Ebenen“).
Die Dokumentation zog auch die Aufmerksamkeit rechtsorientierter Berichterstatter wie Glenn Beck auf sich, der das Video als ein “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Glenn Beck, deutsch: „antikapitalistisches Märchen, das leider nahezu keine korrekten Fakten enthält“) bezeichnete.<ref>Debunking Story of Stuff, Glennbeck.com, September 22, 2009.</ref> Beeinflusst von rechtsorientierten Stellungnahmen stimmte die Schulbehörde in Montana knapp gegen eine Ausstrahlung des Films im Unterricht.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Viral Video ‘The Story of Stuff’ Is Full of Misleading Numbers ( vom 14. Januar 2014 im Internet Archive), Fox News, May 14, 2009.</ref><ref>Jesse Froehling, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Politics of Stuff ( des Vorlage:IconExternal vom 7. September 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Missoula Independent, February 19, 2009.</ref><ref>Missoula School Board Bans Story of Stuff, Yes! March 11, 2009.</ref> Die darauf folgende öffentliche Protestwelle führte zu einer Änderung des Regelwerks und einer Auszeichnung für die Lehrerin, die das Video in einer Biologiestunde gezeigt hatte.<ref>Michael Moore: Big Sky teacher who showed ‘Story of Stuff’ earns EcoDareDevil Award. The Missoulian, 12. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2010; abgerufen am 17. Juli 2010. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
- The Age of Stupid
- Flammschutzmittel
- Dioxine
- Müllverbrennung
- Geplante Obsoleszenz
- Umweltverschmutzung
- Recycling
- The Meatrix
Literatur[Bearbeiten]
- Sarah Anderson, John Cavanagh: The Top 200: The Rise of Global Corporate Power. Institute for Policy Studies, Washington, D.C. 1996.
- Sarah Anderson, John Cavanagh: The Top 200: The Rise of Global Corporate Power. Institute for Policy Studies, Washington, D.C. 2000 (corpwatch.org [PDF]).
- Karen de Seve: Welcome to my jungle … before it’s gone. In: Science World. 2002 (findarticles.com).
- James Greyson: Sustainable Energy Production and Consumption. Hrsg.: Frano Barbir, Sergio Ulgiati. Springer, 2008, ISBN 978-1-4020-8493-5, Systemic economic instruments for energy, climate and global security, S. 139–158 (wiser.org).
- James Madison: Letters and other writings of James Madison. Volume 4 of Letters and Other Writings of James Madison: Fourth President of the United States, James Madison. J. B. Lippincott & co., 1865 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- John L. Seitz: Global Issues: An Introduction. 1. Auflage. Wiley-Blackwell, 2001.
- Ros Taylor, Kathy Morrissey: Global Environmental Issues. Hrsg.: Frances Harris. John Wiley and Sons, 2004, ISBN 0-470-84561-9, Coping with Pollution: Dealing with Waste, S. 229–264.
- Jeana Wirtenberg, William G. Russell, David Lipsky: The Sustainable Enterprise Fieldbook: When it All Comes Together. AMACOM Div American Mgmt Assn, 2008, ISBN 978-0-8144-1278-7.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Story of Stuff Offizielle Website
- Story of Stuff YouTube
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Kein lokales Bild, aber Bild auf Wikidata
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-05
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-01
- Filmtitel 2007
- US-amerikanischer Film
- Dokumentarfilm
- Kurzfilm
- Wirtschaftskritischer Film
- Ökologie im Film