Theodor Grawert
Julius Theodor Grawert (* 18. Juli 1858 in Zellin; † 27. Januar 1927 in Berlin) war ein deutscher Musiker.
Leben[Bearbeiten]
Theodor Grawert war der Sohn des Musikus Johann August Grawert und seiner Ehefrau Louise Wilhelmine Voigt. Von 1883 bis 1906 war er Stabshoboist beim Königlich Preußischen 13. Infanterie-Regiment in Münster i. W.<ref>Emil Prager (Hrsg.): Militair-Musiker-Almanach für das Deutsche Reich. Verlag der Deutschen Militair-Musiker-Zeitung, Berlin 1892, S. 207 f. (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Nach seinem Studium an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg wurde er 1908 dort zum Professor der Musik ernannt.<ref>Dietmar Schenk: Die Hochschule für Musik zu Berlin Preußens Konservatorium zwischen romantischem Klassizismus und neuer Musik, 1869–1932/33. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08328-6, S. 172–178 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 1910 trat er die Nachfolge des verstorbenen Gustav Roßberg (1838–1910) im Amt des Ersten Armee-Musik-Inspizienten der Königlich Preußischen Armee an, das er bis 1918 innehatte. Quasi in seinem Schatten agierte seit 1908/1909 Oskar Hackenberger als Zweiter Armee-Musik-Inspizient.
Grawert gab 1914 ein Verzeichnis der preußischen Armeemarschsammlung heraus,<ref>Theodor Grawert: Verzeichnis der Königlich Preußischen Armee-Märsche. Parrhysius, Berlin 1914; staatsbibliothek-berlin.de.</ref> die er bei dieser Gelegenheit um eine eigene, IV. Sammlung erweiterte, die allerdings nicht als offiziell anzusehen ist.<ref>Bernhard Habla: Das gedruckte Notenangebot für Blasmusik: Bestandsaufnahme, Übersicht und Beschreibung des Angebots der Verleger in Deutschland und Österreich vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg (= Alta Musica. Band 1). LIT Verlag, Münster 2024, ISBN 978-3-643-91659-4, S. 174 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Im Jahre 1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und übte das Amt des Musikinspizienten bis 1924 aus. Ferner war er Mitglied der Münsteraner Freimaurerloge Zu den drei Balken.
Literatur[Bearbeiten]
- Peter Friedrich Mengel: Das Oderbruch. Band 2. Eberswalde 1934, S. 415 f.
- Paul Frank (= Carl Wilhelm Merseburger), Wilhelm Altmann: Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon. 15. Auflage. Heinrichshofen, Wilhelmshaven 1971, ISBN 3-7959-0083-2.
- Wolfgang Suppan, Armin Suppan: Das Blasmusik-Lexikon. Komponisten – Autoren – Werke – Literatur. 5. Auflage. HeBu, Kraichtal 2010, ISBN 978-3-9806925-9-5, S. 303.
Weblinks[Bearbeiten]
- Werke von und über Theodor Grawert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Theodor Grawert in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grawert, Theodor |
| ALTERNATIVNAMEN | Grawert, Julius Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musiker |
| GEBURTSDATUM | 18. Juli 1858 |
| GEBURTSORT | Zellin |
| STERBEDATUM | 27. Januar 1927 |
| STERBEORT | Berlin |