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Thimerfonat

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Strukturformel
Struktur von Thimerfonat
Allgemeines
Name Thimerfonat
Andere Namen
  • Timerfonat
  • Ethyl-(4-sulfophenyl)sulfanylquecksilber
  • Natriumtimerfonat (Na-Salz)
  • Natriumthimerfonat (Na-Salz)
Summenformel C8H10HgO3S2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 169497
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antiseptikum

Eigenschaften
Molare Masse 418,88 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.786">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag organic compounds of mercury with the exception of those specified elsewhere in this Annex in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Organische Quecksilberverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​310​‐​300​‐​373​‐​410
P: ?
Toxikologische Daten

56 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.v.)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Thimerfonate sodium in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Thimerfonat, auch Timerfonat, ist eine organische Quecksilberverbindung und eine Benzolsulfonsäure, die seit den 1930er Jahren Impfstoffen zugesetzt wird, um diese keimfrei zu halten.<ref>H. Spiess, U. Heininger: Impfkompendium. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2005, ISBN 3-13-498906-9, S. 62–63.</ref> Es wurde meist als Natrium­salz eingesetzt. Mit Ausnahme von pandemischen Impfstoffen in Mehrdosenbehältnissen (also spezielle Impfstoffe im Falle einer Pandemie) werden indes keine organische quecksilberhaltige Verbindungen mehr eingesetzt.<ref>PEI Impfung und Quecksilber / Thiomersal - Antworten auf kritische Fragen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Juli 2018; abgerufen am 31. Juli 2018.</ref>

Thimerfonat war in vielen bakteriellen Impfstoffen (Cholera, Pneumokokken)<ref>Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH: Pharmazeutische Zeitung online: Heil- und Nutzpflanzen mit Haut-Tücken. Abgerufen am 31. Juli 2018.</ref>, in Grippeimpfstoffen<ref>Grippeimpfstoffe 97/98 im Vergleich - arznei telegramm. (arznei-telegramm.de [abgerufen am 31. Juli 2018]).</ref> oder auch bei Impfstoffen gegen Diphtherie<ref></ref> enthalten. Die WHO hatte seinerzeit keine Bedenken gegen den Einsatz.<ref name=":0">Burkhard Schneeweiß und Brigitte Keller-Stanislawski: Impfsicherheit versus Impfskepsis. Abgerufen am 31. Juli 2018.</ref> Sowohl die EMA, als auch das Institute of Medicine sahen keine wissenschaftlichen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus oder anderen neurologischen Störungen bei Kindern.<ref name=":0" /> Die FDA schloss sich dieser Einschätzung an.<ref>Center for Biologics Evaluation and Research: Vaccine Safety & Availability - Thimerosal and Vaccines. Abgerufen am 31. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Natriumtimerfonat wird von der EU auf der Liste der pharmazeutischen Stoffe geführt, für die Zollfreiheit gilt.<ref>Verordnung (EG) Nr. 578/2002 der Kommission vom 20. März 2002 zur Änderung des Anhangs I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen ZolltarifVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. L, Nr. 97, 13. April 2002, S. 1–98.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />