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Thomas Cup

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Datei:Indonesia postage stamp Badminton-1961.TIF
Thomas Cup auf einer indonesischen Briefmarke

Der Thomas Cup ist die Mannschaftsweltmeisterschaft im Badminton für Männer. Der offizielle Name ist „The International Badminton Championship Challenge Cup“. Der Thomas Cup gehört zu den weltweit fünf Turnieren der 7* Kategorie. Das Pendant für die Damen ist der Uber Cup. Seit 1984 werden diese beiden Veranstaltungen gemeinsam ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Turnier wurde nach dem ersten IBF-Präsidenten Sir George Alan Thomas, der den Wettbewerb angeregt und den Pokal gestiftet hat, benannt. Der Pokal wurde 1939 gestiftet, der erste Thomas Cup fand 1948/49 statt. Aufgrund des Charakters als Mannschaftswettbewerb ist der Thomas Cup traditionell fest in den Händen der im Badmintonsport starken asiatischen Nationen, wie China, Indonesien und Malaysia. Obwohl Dänemark schon bei der erstmaligen Austragung 1949 im Finale stand, gelang es erst 2016 als bisher einzige europäische Nation den Wettbewerb zu gewinnen. Indonesien (1994–2002) und China (2004–2012) halten den Rekord für die meisten Titel in Folge mit fünf.

Trophäe[Bearbeiten]

Gefertigt wurde dieser dreiteilige Pokal 1939 in London von Atkin Bros of London. Er ist 71,12 cm hoch und ist, einschließlich der Handgriffe, 40,64 cm breit. Auf dem Deckel ist die Figur eines Spielers befestigt. Auf der Vorderseite von dem Kelch befindet sich folgende Inschrift: „The International Badminton Championship Cup presented to the International Badminton Federation by Sir George Thomas, Bart., 1939“. Auf der Rückseite des Kelches und auf dem Sockel werden die Namen der Siegerteams gedruckt.

Modus[Bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten]

Bis 1982 wurde der Thomas Cup alle drei Jahre ausgetragen. Seitdem findet er alle zwei Jahre statt. Er wird auch in den Jahren ausgetragen in denen Olympische Spiele stattfinden.

Bis 1984 wurden im Thomas Cup je Begegnung neun Spiele gespielt. Seit 1984 werden nur noch fünf Partien, und zwar drei Einzel und zwei Doppel, gespielt. Die Reihenfolge ist erstes Einzel, erstes Doppel, zweites Einzel, zweites Doppel und drittes Einzel.

Bis 2012 gab es regionale Qualifikationsturniere. Seitdem 12 Teams die Endrunde erreichen konnten, galt folgende Einteilung: Asien stellt vier Teilnehmer, Europa drei, und Ozeanien, Amerika und Afrika je einen Teilnehmer. Die beiden noch fehlenden Plätze wurden automatisch dem Titelverteidiger und dem Gastgeber gegeben.

Für die Austragung 2014 wurde der Modus abermals geändert. Die Anzahl der teilnehmenden Teams wurde von 12 auf 16 erhöht und die Teilnehmer wurden über die Weltrangliste ermittelt. Zudem wurde eine Kontinentalquote eingeführt, sodass mindestens ein Team pro Kontinent entweder am Thomas Cup oder am Uber Cup teilnimmt. Für Asien und Europa galt eine Mindestanzahl von drei Nationen pro Wettbewerb. Bis in das Jahr 1998 wurden alle Spiele gespielt. Seit 2000 wird in der K.-o.-Runde nur noch gespielt, bis der Sieger feststeht.

Aktueller Modus[Bearbeiten]

Das aktuell gültige Format sieht 16 Teams vor. Titelverteidiger und Gastgeber sind automatisch qualifiziert. Dazu kommen die fünf Gewinner der kontinentalen Meisterschaften. Der Rest der Teilnehmer orientiert sich an der Weltrangliste der einzelnen Nationen, die sich aus den drei besten Einzelspielern und den zwei besten Doppelpaarungen zusammensetzt. Die Quotenplätze für Europa und Asien wurden auf jeweils vier erhöht.

Das Turnier selbst wird in einem kombinierten System aus Gruppenphase und K.-o.-System ausgetragen. Die 16 Mannschaften werden in 4 Gruppen in je 4 Teams aufgeteilt. Die Gruppenersten- und zweiten bestreiten das Viertelfinale. Es gibt kein Spiel um Platz 3. Die Verlierer der Halbfinale erhalten automatisch eine Bronzemedaille. Ein Match zwischen zwei Nationen besteht immer aus drei Einzeln und zwei Doppeln, also aus insgesamt fünf Spielen pro Begegnung. Die Spielreihenfolge ist standardmäßig 1. Einzel, 1. Doppel, 2. Einzel, 2. Doppel, 3. Einzel. Diese kann unter Beachtung bestimmter Regularien des Weltverbands geändert werden.<ref name=":0">France’s Thomas Cup order of play sparks debate – SPOTV NOW. In: spotvnow.com. 4. Mai 2026, abgerufen am 10. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut Regularien gibt es acht verschiedene Möglichkeiten der Spielreihenfolge, wobei beachtet werden muss, dass kein Spieler zwei Spiele direkt hintereinander spielen darf und ein Einzel immer vor dem Doppel zu spielen ist. Zudem muss dem Spieler eine mindestens 30-minütige Pause zwischen zwei Spielen eingeräumt werden, sofern er bei zwei Spielen eingesetzt wird.<ref name=":0" /> In der Gruppenphase werden alle fünf Spiele gespielt, auch wenn der Gewinner bereits feststehen sollte. Ab dem Viertelfinale werden nur die Partien ausgetragen die zur Ermittlung des Gewinners notwendig sind. Sollte es einer Nation gelingen die ersten drei Spiele für sich zu entscheiden, gilt damit die Begegnung als gewonnen.

Austragungsorte und -jahre, Finalteilnehmer[Bearbeiten]

Jahr Ort Gewinner Finalist
1949 Preston, England England Malaya FoderationDatei:Flag of Malaya (1950–1963).svg Föderation Malaya Danemark Dänemark
1952 Singapur, Singapur Singapur Malaya FoderationDatei:Flag of Malaya (1950–1963).svg Föderation Malaya Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1955 Singapur, Singapur Singapur Malaya FoderationDatei:Flag of Malaya (1950–1963).svg Föderation Malaya Danemark Dänemark
1958 Singapur, Singapur Singapur Indonesien Indonesien Malaya FoderationDatei:Flag of Malaya (1950–1963).svg Föderation Malaya
1961 Jakarta, Indonesien Indonesien Indonesien Indonesien Thailand Thailand
1964 Tokio, Japan Japan Indonesien Indonesien Danemark Dänemark
1967 Jakarta, Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia Indonesien Indonesien
1970 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia
1973 Jakarta, Indonesien Indonesien Indonesien Indonesien Danemark Dänemark
1976 Bangkok, Thailand Thailand Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia
1979 Jakarta, Indonesien Indonesien Indonesien Indonesien Danemark Dänemark
1982 London, England England China Volksrepublik Volksrepublik China Indonesien Indonesien
1984 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China
1986 Jakarta, Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China Indonesien Indonesien
1988 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia China Volksrepublik Volksrepublik China Malaysia Malaysia
1990 Tokio, Japan Japan China Volksrepublik Volksrepublik China Malaysia Malaysia
1992 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia Malaysia Malaysia Indonesien Indonesien
1994 Jakarta, Indonesien Indonesien Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia
1996 Hongkong, Datei:Flag of Hong Kong (1959-1997).svg Hongkong Indonesien Indonesien Danemark Dänemark
1998 Hongkong, Hongkong Hongkong Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia
2000 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China
2002 Guangzhou, China Volksrepublik Volksrepublik China Indonesien Indonesien Malaysia Malaysia
2004 Jakarta, Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China Danemark Dänemark
2006 Sendai und Tokio, Japan Japan China Volksrepublik Volksrepublik China Danemark Dänemark
2008 Jakarta, Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China Korea Sud Südkorea
2010 Kuala Lumpur, Malaysia Malaysia China Volksrepublik Volksrepublik China Indonesien Indonesien
2012 Wuhan, China Volksrepublik Volksrepublik China China Volksrepublik Volksrepublik China Korea Sud Südkorea
2014 Neu-Delhi, Indien Indien Japan Japan Malaysia Malaysia
2016 Kunshan, China Volksrepublik Volksrepublik China Danemark Dänemark Indonesien Indonesien
2018 Bangkok, Thailand Thailand China Volksrepublik Volksrepublik China Japan Japan
2020 Aarhus, Danemark Dänemark Indonesien Indonesien China Volksrepublik Volksrepublik China
2022 Bangkok, Thailand Thailand Indien Indien Indonesien Indonesien
2024 Chengdu, China Volksrepublik Volksrepublik China China Volksrepublik Volksrepublik China Indonesien Indonesien
2026 Horsens, Danemark Dänemark China Volksrepublik Volksrepublik China Frankreich Frankreich

Rekordtitelträger: Indonesien Indonesien (16)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Weblinks[Bearbeiten]

Vorlage:Klappleiste/Anfang Preston 1949 | Singapur 1952 | Singapur 1955 | Singapur 1958 | Jakarta 1961 | Tokio 1964 | Jakarta 1967 | Kuala Lumpur 1970 | Jakarta 1973 | Bangkok 1976 | Jakarta 1979 | London 1982 | Kuala Lumpur 1984 | Jakarta 1986 | Kuala Lumpur 1988 | Nagoya & Tokio 1990 | Kuala Lumpur 1992 | Jakarta 1994 | Hongkong 1996 | Hongkong 1998 | Kuala Lumpur 2000 | Guangzhou 2002 | Jakarta 2004 | Sendai & Tokio 2006 | Jakarta 2008 | Kuala Lumpur 2010 | Wuhan 2012 | Neu-Delhi 2014 | Kunshan 2016 | Bangkok 2018 | Aarhus 2020 | Bangkok 2022 | Chengdu 2024 | Horsens 2026 Vorlage:Klappleiste/Ende