Thomas Reider
Thomas Reider (* 1980 in Lienz) ist ein österreichischer Drehbuchautor und Regisseur.
Leben[Bearbeiten]
Thomas Reider wuchs in Osttirol auf und studierte die Fächer Buch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien bis zum Abschluss 2007.<ref>Thomas Reider. In: filmportal.de. Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
2003 war er Ko-Regisseur und Drehbuchautor des Kurzfilms Prises de vues, der 2003 bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gezeigt wurde. Der Film wurde mit dem Preis der „Diagonale“-Jugendjury ausgezeichnet.<ref>Thomas Reider Drehbuchautor*in. Drehbuchverband Austria, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Reider führte Regie beim Fernsehfilm Zorn (2004) der ORF-Reihe Die sieben Todsünden (2004), für den er auch das Drehbuch schrieb.<ref>Junge Filmemacher verfilmten "Die sieben Todsünden" für den ORF. 30. November 2004, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
2007 erhielt er den Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs.<ref>Kulturamt der Stadt Graz: Carl-Mayer-Drehbuchpreis 2007 der Landeshauptstadt Graz. (PDF) Presseinformation. In: Kulturserver Graz. Abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Er schrieb die Drehbücher für die 2009 in Österreich ausgestrahlte Fernsehserie tschuschen:power<ref>tschuschen:power - ORF dreht neue Miniserie. In: Vienna Online. 4. September 2007, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>, sowie für die Kurzfilme Dämonen (2006)<ref>Dämonen. In: Austrian Films. Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref> und Random (2005)<ref>Random. In: Austrian Films. Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>.
Sein erstes verfilmtes Kino-Spielfilm-Drehbuch Stillleben wurde 2011 auf dem internationalen Filmfestival San Sebastian uraufgeführt<ref>Stillleben / Still Life / Still Life. In: San Sebastian Film Festival | 2011. 59th Edition. Abgerufen am 10. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und hat auf der Viennale 2011 seine Österreichpremiere.<ref>STILLLEBEN. In: Viennale. Vienna International Film Festival, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref><ref>Stillleben. In: Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 10. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Als Regisseur drehte er 2012 zusammen mit Sebastian Meise den Dokumentarfilm Outing, das Porträt eines pädophilen Mannes, der ohne Unkenntlichmachung vor der Kamera über seine Neigung und seine Nöte spricht.<ref>Sebastian Meise & Thomas Reider in an interview about OUTING. Abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
2018 schrieb Reider das Drehbuch zum Fernsehfilm Das Wunder von Wörgl über den realen Fall eines Tiroler Bürgermeisters, der während der Weltwirtschaftskrise eine eigene Währung druckte. Bei der anschließenden TV-Dokumentation Der Geldmacher (2019) führte er Regie.
In gemeinsamer Autorschaft mit Sebastian Meise schrieb er das Drehbuch zu Große Freiheit, das eine Romy als bestes Drehbuch<ref>Bestes Drehbuch Kino: Thomas Reider, Sebastian Meise – GROSSE FREIHEIT. 27. September 2022, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref> und den Thomas-Pluch-Drehbuchpreis 2022<ref>Thomas-Pluch-Drehbuchpreis | 2022. Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref> erhielt. Der Film wurde 2021 beim 74. Film Festival in Cannes uraufgeführt.<ref>Cannes: "Un Certain Regard"-Jurypreis an österreichischen Regisseur Sebastian Meise. In: Der Standard. 16. Juni 2021, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Thomas Reider lebt und arbeitet als freier Autor und Regisseur in Wien.<ref>Outing. In: Freibeuterfilm. Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2011: Stillleben
- 2012: Outing
- 2018: Das Wunder von Wörgl
- 2021: Große Freiheit
Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2012: Thomas-Pluch-Drehbuchpreis – Würdigungspreis für Stillleben.<ref>Klaudia Zanon: Thomas Reider bei Diagonale ausgezeichnet. 27. März 2012, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
- 2019: 51. Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung für Das Wunder von Wörgl<ref>TV-Preise der Erwachsenenbildung an ORF-Produktionen. Abgerufen am 26. Juni 2019.</ref>
- 2022: Österreichischer Filmpreis – Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch für Große Freiheit<ref name="oefp2022">Preisträger:innen 2022. In: oesterreichische-filmakademie.at. Abgerufen am 30. Juni 2022.</ref>
- 2022: Romy – Auszeichnung als Bestes Drehbuch für Große Freiheit
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reider, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Drehbuchautor und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 1980 |
| GEBURTSORT | Lienz |