Thorium(IV)-chlorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Kristallstruktur von Thorium(IV)-chlorid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Th4+ Vorlage:Farbe Cl− | ||||||||||||||||
| Kristallsystem |
tetragonal<ref name="Mooney" /> | |||||||||||||||
| Raumgruppe |
I41/amd (Nr. 141)<ref name="Mooney" /> | |||||||||||||||
| Gitterparameter |
a = 847,3 pm | |||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Thorium(IV)-chlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Thoriumtetrachlorid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | ThCl4 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 1136.</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 373,85 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="brauer" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
4,6 g·cm−3<ref name="brauer" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
770 °C<ref name="brauer" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
921 °C<ref name="brauer" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Gefahren- und Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
Radioaktiv | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Thorium(IV)-chlorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Thoriums aus der Gruppe der Chloride.
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Thorium(IV)-chlorid kann durch Chlorierung von Thorium(IV)-oxalat mit einem Gemisch von Kohlendioxid und Tetrachlorkohlenstoff gewonnen werden.<ref name="brauer" />
Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Thorium(IV)-oxid mit Kohlenstoff und Chlor oder mit Tetrachlorkohlenstoff.<ref name="brauer" />
- <math>\mathrm{ThO_2 + 2 \ C + 2 \ Cl_2 \longrightarrow ThCl_4 + 2 \ CO}</math>
- <math>\mathrm{ThO_2 + 2 \ CCl_4 \longrightarrow ThCl_4 + 2 \ COCl_2}</math>
Es sind eine Reihe weiterer Synthesen bekannt. So zum Beispiel die Herstellung aus den Elementen, die Reaktion von Thorium(IV)-hydrid mit Chlorwasserstoff oder Thorium mit Ammoniumchlorid.<ref name="Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, J. Fuger" />
Das Hydrat, welches aus wässrigen Lösungen auskristallisiert<ref name="Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, J. Fuger">Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, J. Fuger: The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements (Set Band 1–6). Springer, 2010, ISBN 978-94-007-0211-0, S. 80 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, kann mit Hilfe von Thionylchlorid in das Anhydrat umgewandelt werden.<ref name="brauer" />
- <math>\mathrm{ThCl_4 \cdot 8 H_2 O + 8 \ SOCl_2 \longrightarrow ThCl_4 + 8 \ SO_2 + 16 \ HCl}</math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Thorium(IV)-chlorid ist ein weißer, hygroskopischer, kristalliner Feststoff, der durch Sublimation in Form großer Nadeln erhalten werden kann. Er ist leicht löslich in Wasser und besitzt eine tetragonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe I41/amd (Raumgruppen-Nr. 141) und den Gitterparametern a = 847,3 pm, c = 746,8 pm, welche isotyp mit der von Uran(IV)-chlorid ist.<ref name="brauer" /> Es tritt über 405 °C in einer weiteren Modifikation auf, die ebenfalls eine tetragonale Kristallstruktur besitzt und bei Abkühlung auch unterhalb von 405 °C metastabil ist.<ref name="Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, J. Fuger" /> Thoriumchlorid reagiert mit einer Reihe von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen.<ref name="DOI10.1002/hlca.19190020152">G. Jantsch, W. Urbach: Über Verbindungen des Thoriums. I. Über Additions- und Substitutionsverbindungen des Thoriumchlorids. In: Helvetica Chimica Acta. 2, 1919, S. 490–500, doi:10.1002/hlca.19190020152.</ref> Das Hydrat zersetzt sich bei Erhitzung über 100 °C zu basischen Chloriden.<ref name="Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, J. Fuger" /> Neben dem Oktahydrat sind weitere Hydrate der Verbindung bekannt.<ref name="DOI10.1002/zaac.19030350157">A. Rosenheim, V. Samter, J. Davidsohn: Über Verbindungen des Thoriums. In: Zeitschrift für anorganische Chemie. 35, 1903, S. 424–453, doi:10.1002/zaac.19030350157.</ref>
Verwendung[Bearbeiten]
Thorium(IV)-chlorid wird als Zwischenprodukt zur Herstellung von Thorium verwendet.<ref name="C. Parameshwara Murthy">C. Parameshwara Murthy: University Chemistry. New Age International, 2008, ISBN 978-81-224-0955-0, S. 69 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Dies wurde bereits bei der Entdeckung des Thoriums von Berzelius durch Reduktion mit Kalium durchgeführt.<ref name="Dr. B. K. Sharma">B. K. Sharma: Nuclear and Radiation Chemistry. 7. Auflage. 2001, ISBN 81-85842-63-9, S. 158 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II): Thorium(II)-iodid
Oxidationsstufe (III): Thorium(III)-iodid
Oxidationsstufe (IV): Thorium(IV)-fluorid | Thorium(IV)-chlorid | Thorium(IV)-bromid | Thorium(IV)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Radioaktiver Stoff
- Wikipedia:Keine GHS-Gefahrstoffkennzeichnung verfügbar
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Thoriumverbindung
- Chlorid