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Thujaminiermotte

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Thujaminiermotte
Datei:Argyresthia thuiella adult.JPG

Argyresthia thuiella

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae)
Unterfamilie: Argyresthiinae
Gattung: Argyresthia
Art: Thujaminiermotte
Wissenschaftlicher Name
Argyresthia thuiella
(Packard, 1871)

Die Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella, Syn.: Bucculatrix thuiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Packard, 1871<ref name="Bugguide">BugGuide: Argyresthia thuiella, abgerufen am 9. März 2015</ref>), manchmal auch in der Schreibweise Thuja-Miniermotte oder Thujenminiermotte<ref name="Lepiforum">Lepiforum, abgerufen am 10. März 2015</ref>, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Dieser sehr kleine Falter erreicht eine Flügelspannweite von etwa acht bis neun Millimetern. Die adulten Tiere haben blassgraue oder weiße Flügel mit drei dunkelgrauen oder schwarzen Streifen oder Flecken, die einen 3-Streifen-Effekt hervorrufen, wenn die Motte die Flügel zusammenklappt, um sich auszuruhen.<ref name="Bugguide" />

Die Raupen werden bis zu 7 Millimeter lang und haben einen rötlich-grünen bis bräunlich-grünen Körper und einen schwarzen Kopf.<ref name="Bugguide" />

Verwandte Arten[Bearbeiten]

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

(Quelle<ref name="Lepiforum"/>)

Flugzeit[Bearbeiten]

Die Art fliegt je nach Gegend von Mai bis Juli und wird vom Licht angezogen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Art fand sich zuerst in Kanada, den nordöstlichen USA und als isolierte Population in British Columbia.<ref>Gattungstabelle der Argyresthia, abgerufen am 9. März 2015</ref> Sie wurde in den USA zuerst 1921 in Connecticut und 1940 in Kanada in Ontario festgestellt.<ref name="Bugguide" /> Mit Baumschulware wurde sie nach Europa eingeschleppt.<ref name="Thuja">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pflanzenschutzinformation vom Landesamt für Verbraucherschutz Brandenburg (Memento vom 23. Februar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 9. März 2015</ref> Sie wurde 1971 in den Niederlanden festgestellt, 1975 in Deutschland und 1976 in Österreich.<ref name="Thuja" />

Lebensweise[Bearbeiten]

Es entwickelt sich eine Generation pro Jahr, sie überwintert mit schlafenden Raupen in den Blättern der Wirtspflanze.<ref name="Bugguide" /> Der Lebenszyklus beginnt im Frühjahr, wenn die Raupen ihre Minen von den Triebspitzen zum Inneren der Krone hin ausweiten. Die Raupen entwickeln sich in nur einer bis zu 5 Millimeter langen Mine.<ref name="arbofux">Diagnosedatenbank für Gehölze, abgerufen am 24. Februar 2015</ref> Sie verpuppen sich von März bis Mai in ihren südlichen Verbreitungsgebieten, bzw. von Mai bis Juni in den nördlichen und fliegen als erwachsene Falter vom späten Mai bis Juli.<ref name="Bugguide" /> Die Eiablage erfolgt im Juni oder Juli. Die neugeschlüpfte Raupe gräbt sich dann eine Mine in das Blatt und frisst bis zum Herbst; dadurch werden die Blätter braun.<ref name="Bugguide" /> Unter milden Bedingungen fressen die Raupen auch über den Winter und spinnen sich im Frühjahr ein.<ref name="arbofux" />

Nahrung[Bearbeiten]

Die grün bis braun gefärbten Raupen fressen vor allem am Thuja occidentalis, aber auch an anderen Pflanzen der Gattung Lebensbaum (Thuja spec.) sowie Scheinzypressen (Chamaecyparis spec) und Federmohn (Macleaya).<ref>Bio-gärtner.de über Miniermottenarten u. ä., abgerufen am 25. Februar 2015</ref>

Schadwirkung[Bearbeiten]

Eine befallene Thuje hat braun verfärbte Triebspitzen. Die Triebe der Scheinzypresse werden erst gelb, dann braun. Das Schadbild ähnelt dem Befall durch Pilze oder Schadbildern von Trockenheit. Am geschädigten Trieb findet sich häufig ein kreisrundes Bohrloch. Die geschädigten Zweigspitzen sind innen hohl gefressen und können mit schwarzen Kotkrümelchen gefüllt sein.<ref name="giessen">@1@2Vorlage:Toter Link/pflanzenschutzdienst.rp-giessen.deGießen: Pflanzenschutzinfothek (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive), abgerufen am 25. Februar 2015</ref> Bäume, die über Jahre mit der Mottenart infiziert sind, können davon sterben, aber im Allgemeinen ist ein Baum in der Lage in einer Wachstumssaison neue Triebe zu treiben. Im Mai sind deutlich die Fraßgänge in den abtrocknenden Blattschuppen im Gegenlicht zu erkennen.<ref name="Pflanzenschutzamt1">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hinweisbroschüre über Krankheiten und Schädlinge an Ziergehölzen (Memento vom 28. Mai 2015 im Internet Archive) Pflanzenschutzamt Berlin, S. 18, abgerufen am 25. Februar 2015</ref> Mehrjähriger Befall fördert zudem Sekundärschädiger, wie Nadelpilze und Rinden- bzw. Splintschädlinge (Thuja-Splintkäfer: Phloeosinus thuiella, Phloeosinus aubei).<ref name="Thuja" />

Bekämpfung[Bearbeiten]

Durch gezielten Schnitt heller oder brauner Triebspitzen an den Gehölzen lässt sich eine deutliche Reduzierung des Befalls erreichen.<ref name="Pflanzenschutzamt1" /> Eine Spritzbehandlung gegen beißende Insekten mit den zugelassenen Mitteln ist ebenfalls möglich.<ref name="giessen" /> Zugelassen sind Präparate mit den Wirkstoffen Azadirachtin (Neem) und Diflubenzuron; wegen Nebenwirkungen nicht zu empfehlen sind Präparate mit den Wirkstoffen Imidacloprid, Acetamiprid, Thiacloprid und Spinosad.<ref name="Thuja" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Kaltenbach, Peter Victor Küppers: Kleinschmetterlinge. Verlag J. Neudamm-Neudamm, Melsungen 1987, ISBN 3-7888-0510-2

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />