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Tina Eilers

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Tina Eilers, auch bekannt als Augustina von Cleve (* 5. Juni 1910 in Königsfeld, Bezirk Brünn, Österreich-Ungarn als Auguste Emilie Eichler; † 18. November 1983 in Berlin-Steglitz), war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die Geburt von Tina Eilers ist unter dem Namen Auguste Emilie Eichler im Geburts- und Taufbuch der k. k. Infanteriekadettenschule in Königsfeld bei Brünn in Mähren verzeichnet.<ref name="Heirat" /> In einem Interview in der rumänischen Zeitung Ilustratiunea Română gab sie später an, ihre Heimat liege im rumänischen Siebenbürgen, wo sie ihre Eltern jedes Jahr einmal besuche.<ref name="Interview"></ref> Zu ihrer Ausbildung sagte sie, sie habe am Konservatorium in Wien studiert und später ihre Studien in Berlin abgeschlossen.<ref name="Interview" />

Unter dem Künstlernamen „Tina Eilers“ gab sie 1933 unter der Regie von Victor Janson in der UFA-Produktion Die Stimme der Liebe ihr Debüt als Filmschauspielerin. Im darauffolgenden Jahr spielte sie unter der Regie von Robert Wiene die weibliche Hauptrolle in der Komödie Eine Nacht in Venedig. Dennoch blieben ihre Filmauftritte rar. Sie spielte u. a. in den Musicals Eine Nacht in Venedig (mit Wolfgang Liebeneiner) und Boccaccio (mit Willy Fritsch), neben Gustav Fröhlich im Krimi Was wird hier gespielt? und neben Theo Lingen in der Komödie Die Katz’ im Sack. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sie sich fast vollständig vom Filmgeschäft zurück. Ihre letzte Produktion war die Theodor-Fontane-Verfilmung Mein Herz gehört Dir nach dem Roman Mathilde Möhring.

Stattdessen arbeitete Tina Eilers umfangreich als Synchronsprecherin. In einer der ersten Nachkriegssynchronisationen der Internationalen Filmunion (später Filmunion Remagen) lieh sie Arletty in der deutschen Erstsynchronisation von Kinder des Olymp ihre Stimme. Außerdem synchronisierte sie Peggy Ashcroft (Die Frau aus dem Nichts), Maria Casarès (Die Kartause von Parma), Doris Day (Mein Traum bist du, Zaubernächte in Rio), Blandine Ebinger (Der Teufel kam aus Akasava), Ava Gardner (Venus macht Seitensprünge), Greer Garson (Die unvollkommene Dame), Helen Hayes (Unternehmen Entebbe), Lilja Kedrowa (Der zerrissene Vorhang), Angela Lansbury (Samson und Delilah, Henrys Liebesleben) sowie deren Mutter Moyna MacGill (My Fair Lady), Virginia Mayo (Vogelfrei), Mae West (Myra Breckinridge – Mann oder Frau?), Shelley Winters (Ein Fall für Harper) und Angela Baddeley in der Vorabendserie Das Haus am Eaton Place.

Tina Eilers (Augustina von Cleve) starb am 18. November 1983 im Alter von 73 Jahren in Berlin-Steglitz.<ref>Standesamt Steglitz von Berlin, Sterberegister-Eintrag Nr. 3372 vom 1. Dezember 1983 für „die Schauspielerin Auguste Emilie von Cleve geb. Eichler“; eingesehen auf ancestry.de am 2. August 2026.</ref>

Familie[Bearbeiten]

In einem Interview gab Eilers 1935 an, sie habe sich von ihrem Ehemann, einem Offizier der rumänischen Armee, getrennt.<ref name="Interview" /> Ihr rumänischer Ehename Fotescu ist durch den Heiratsregistereintrag der zweiten Ehe belegt. Am 24. Januar 1938 heiratete sie in Berlin den Schauspieler Heinz von Cleve und führte danach unter anderem den Namen Augustina von Cleve. Die Schauspielerin Roma Bahn war ihre Trauzeugin. Im Dezember 1946 wurde die Ehe geschieden.<ref name="Heirat">Standesamt Berlin Iii, Heiratsregister Eintrag Nr. 30 vom 24. Januar 1938 für „Auguste Emilie Fotescu geborene Eichler“ (mit Randvermerk zur Scheidung); eingesehen auf ancestry.de am 2. August 2026.</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1933: Die Stimme der Liebe
  • 1933: Man nehme
  • 1933: Ein Kind ist vom Himmel gefallen
  • 1934: Die Katz’ im Sack
  • 1934: Eine Nacht in Venedig
  • 1936: Donaumelodien
  • 1936: Boccaccio
  • 1939: Weißer Flieder
  • 1939: Ich verweigere die Aussage
  • 1939: Alarm auf Station III
  • 1940: Was wird hier gespielt?
  • 1950: Mein Herz gehört Dir

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Bräutigam: Tina Eilers. In ders.: Stars und ihre deutschen Stimmen. Lexikon der Synchronsprecher. Schüren, Marburg 2009, ISBN 978-3-89472-627-0, S. 85–86.

Weblinks[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />