Tina Modotti
| Tina |
|---|
| Edward Weston, 1924 |
| Fotografie, Silbergelatineabzug |
| 23 × 17.5 cm |
| MoMA, New York |
Tina Modotti, eigentlich Assunta Adelaide Luigia Modotti Mondini, (geboren 16. August 1896 in Udine, Italien; gestorben 6. Januar 1942 in Mexiko-Stadt) war Schauspielerin, Fotografin und Revolutionärin. In ihren Fotografien verband sie strenge, modernistische Form mit sozialrevolutionärer Haltung; neuere Ausstellungen – etwa Tina Modotti. L’œil de la révolution (Jeu de Paume, Paris, 2024) – und aktuelle Forschung betonen zunehmend ihr eigenständiges Werk jenseits prominenter Beziehungen.<ref name="NYT2025">Grace Linden: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. August 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Das Museum of Modern Art bewahrt über 30 Fotografien Modottis, darunter Workers Parade (1926).<ref name="NYT2025" />
Leben[Bearbeiten]
Kindheit und Jugend in Italien und Österreich[Bearbeiten]
Tina Modotti war das zweite von sechs Kindern von Giuseppe Modotti, einem Arbeiter, der sich als Mechaniker und Zimmermann durchs Leben schlug, und der Näherin Assunta Mondini. Als sie zwei Jahre war, zog die in ärmlichen Verhältnissen lebende Familie auf der Suche nach Arbeit nach Klagenfurt. Ob Tina Modotti bereits in Kärnten, in Ferlach,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. März 2021 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> die Schule besuchte oder erst nach ihrer Rückkehr nach Udine 1905, ist umstritten.<ref name="DBI">Giuliana Muscio: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Dizionario Biografico degli Italiani, 2017 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Ihr gebräuchlicher Rufname Tina ist eine Verkürzung der Koseform Assuntina ihres ersten Vornamens. Der Familienname war ursprünglich Modotto und wurde Jahrzehnte vor ihrer Geburt durch einen Schreibfehler zu Modotti verändert.<ref name="NYT2025" />
Kurz nachdem die Familie nach Udine zurückgekehrt war, brach ihr Vater, der sich in der Arbeiterbewegung engagierte, zu seinem nach San Francisco ausgewanderten Bruder auf. Obwohl Tina Modotti eine gute Schülerin war, musste sie im Alter von zwölf Jahren auf den Besuch einer höheren Schule verzichten und als Näherin arbeiten gehen, um mit zum Unterhalt der Familie beizutragen. Zugleich half sie ihrem Onkel Pietro Modotti in seinem Fotostudio, der ihr die Grundlagen der Fotografie beibrachte. Ihre ältere Schwester Mercedes reiste 1911 zum Vater; Modotti folgte 1913 mit 16 Jahren in die USA.<ref name="DBI" /><ref name="NYT2025" />
Übersiedlung in die Vereinigten Staaten[Bearbeiten]
Nachdem Tina Modotti 1913 ihrem Vater und ihrer älteren Schwester in die USA nachgereist war, die inzwischen in San Francisco lebten, arbeitete sie dort zunächst als Näherin, fertigte Batiken an und hatte kleine Auftritte auf Bühnen in San Franciscos „Little Italy“. Sie wurde in North Beach durch Theaterauftritte lokal bekannt und arbeitete u. a. als Mannequin in einem Kaufhaus.<ref name="NYT2025" />
Im Jahr 1915 lernte sie den kanadischen Maler und Dichter Roubaix del' Abrie Richey (Robo) kennen, den sie 1917 heiratete.<ref>Möglicherweise gab das Paar die Heirat auch nur vor. Die Modotti-Biographin Patricia Albers konnte trotz ausführlicher Aktensuche in Kalifornien und Oregon keinen Nachweis dieser Eheschließung finden.</ref> Ab 1918 lebte das Paar in Los Angeles, wo Modotti ab 1920 in drei Filmen spielte. Ihr Haus wurde zu einem Treffpunkt der Bohème; in diesem Umfeld lernte sie den Fotografen Edward Weston kennen, mit dem sie – obwohl er verheiratet war – eine Beziehung einging und dessen Modell sie wurde.<ref name="NYT2025" /> Roubaix del' Abrie ging 1921 nach Mexiko. Tina reiste ihm nach, da er ihr ein Land von magischer Schönheit beschrieb.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Vedado Films LLC ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> Er starb jedoch zwei Tage vor ihrer Ankunft, am 9. Februar 1922, an den Pocken.
Während ihres Aufenthalts in Mexiko ließ sich Tina vom „lichterfüllten“ Land, seinen Künstlern und der allgemeinen Aufbruchstimmung faszinieren. Als bald darauf in San Francisco ihr Vater starb, kehrte sie für kurze Zeit dorthin zurück und publizierte 1923 Texte und Gedichte ihres Mannes in The Book of Robo.<ref>Roubaix de l'Abrie Richey: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Mit einer Kurzbiografie von Tina Modotti Richey und einer Einleitung von John Cowper PowysSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Die Zeit in Mexiko[Bearbeiten]
Ende Juli 1923 zogen Tina Modotti, Edward Weston und sein ältester Sohn Chandler nach Mexiko.<ref>Der 13-jährige Chandler Weston, über den sonst wenig bekannt ist, war wohl (auch) als Gehilfe des Vaters mitgenommen worden. Er wurde 1925 durch den zweiten Sohn, Brett Weston, ersetzt, der bereits in Mexiko den Grundstein zu seiner eigenen bedeutenden Karriere als Fotograf legte.</ref> Vereinbart war, dass Modotti sich um Westons Studio und Haushalt kümmern und im Gegenzug das Fotohandwerk erlernen würde. Westons Frau und seine drei übrigen Kinder blieben in den USA. Modotti führte das gemeinsam aufgebaute Studio, arbeitete als Übersetzerin und vernetzte sich in der Hauptstadt mit Diego Rivera, Frida Kahlo und David Alfaro Siqueiros.<ref name="NYT2025" />
Zwei Monate nach ihrem Eintreffen in Mexiko ließ sich das Paar in Mexiko-Stadt nieder, wo sich die beiden in der postrevolutionären Bohème bewegten, unter Künstlern wie den Muralisten David Alfaro Siqueiros, Diego Rivera und José Clemente Orozco und den Fotografen Manuel und Lola Álvarez Bravo. Die „drei Großen“ Maler gründeten 1924 die revolutionäre Zeitschrift El Machete, die 1928 Organ der Partido Comunista Mexicano (PCM) wurde.
1924 stellte Modotti ihre Arbeiten in einer Ausstellung zusammen mit Weston erstmals vor. Deren Eröffnung fand in Anwesenheit des Staatspräsidenten statt. Ihre Fotografien aus dieser Zeit, von Westons Stil beeinflusst, werden heute zu Höchstpreisen gehandelt. Bei kurzen Aufenthalten in San Francisco, 1925 und 1926, besuchte sie ihre inzwischen erkrankte Mutter, lernte die Fotografin Dorothea Lange kennen und erwarb eine Graflex, die zu dieser Zeit bei Amerikas Pressefotografen beliebteste Kamera, die weitaus handlicher war als Westons Apparate. Zurück in Mexiko, bereiste sie drei Monate lang das zentrale Hochland, um zusammen mit Weston das Bildmaterial für Anita Brenners Buch über die Wurzeln zeitgenössischer mexikanischer Kunst, Idols Behind Altars (1929), zu erstellen.<ref name="NYT2025" />
Auf eigene Rechnung experimentierte Modotti mit „dekontextualisierten“ Objekten (u. a. Telephone Wires, Calla Lily) und arbeitete – anders als der stärker formalistisch argumentierende Weston – zunehmend politisch, etwa mit Aufnahmen von Wandbildern Riveras und Orozcos.<ref name="NYT2025" /> Sie schrieb: „I consider myself a photographer, nothing more“ („Ich betrachte mich als Fotografin, nicht mehr“).<ref name="NYT2025" /> 1926 entstand das aus erhöhter Perspektive fotografierte May-Day-Bild Workers Parade (Campesinos), in dem die Rücken der marschierenden ejidatarios mit ihren Sombreros zum ikonischen Klassenzeichen werden; Abzüge befinden sich u. a. im MoMA.<ref name="NYT2025" />
1926 trennte sich das Paar, und Weston ging zurück in die USA. Modotti hatte eine Beziehung mit dem kommunistischen Maler Xavier Guerrero, der wenig später an die Moskauer Lenin-Schule ging. Sie trat 1927 der PCM bei, arbeitete für die Sandinistenbewegung Manos fuera de Nicaragua und nahm an Demonstrationen für Sacco und Vanzetti teil, wobei sie den italienischen Revolutionär und Agenten der Komintern Vittorio Vidali kennenlernte.
Sie lebte weiterhin von Porträtfotografie, arbeitete aber auch für die Magazine Forma, die radikale New Masses in den USA, die auch einen von ihr übersetzten Artikel Guerreros über revolutionäre Kunst abdruckte, und für Horizonte. Zu ihrem Bekanntenkreis gehörten jetzt auch der Fotograf Manuel Álvarez Bravo, der Schriftsteller John Dos Passos, die Schauspielerin Dolores Del Rio und die junge Frida Kahlo (manche Quellen vermerken, es sei Modotti gewesen, die die Kahlo mit Rivera bekannt gemacht habe).
Ab September 1928 hatte sie eine intensive Liebesbeziehung zum emigrierten kubanischen Revolutionär Julio Antonio Mella. Zu dieser Zeit fand ihr politisches Engagement bereits deutlichen Ausdruck in ihren Fotos (z. B. Arbeiterhände, Illustration for a Mexican Song). Als Mella am 10. Januar 1929 auf offener Straße vor ihren Augen erschossen wurde, versuchten Zeitungen, Modotti zu kompromittieren; zwei Tage später wurde sie vernommen, jedoch entlastet – die Kampagnen hielten an.<ref name="NYT2025" />
Im Juni wurde in Mexiko die kommunistische Partei verboten. Die Eröffnung der Modotti-Ausstellung in der Autonomen Universität von Mexiko-Stadt am 3. Dezember 1929 geriet zur politischen Demonstration, sowohl wegen der politischen Brisanz der Bilder (viele davon aus Tehuantepec) als auch wegen der provokanten Präsentation durch den Maler David Alfaro Siqueiros.
Das Magazin Mexican Folkways publizierte Ende 1929 Modottis Manifest Sobre la fotografia (Über die Fotografie).
Ausweisung aus Mexiko und Aufenthalt in der Sowjetunion[Bearbeiten]
Ein erfolgloser Mordanschlag auf den mexikanischen Präsidenten Pascual Ortiz Rubio am 4. Februar 1930 wurde zum Vorwand, die Fotografin im Rahmen einer antikommunistischen Kampagne festzunehmen. Modotti wurde 13 Tage festgehalten und vor die Wahl gestellt, der Partei abzuschwören oder die Ausweisung zu akzeptieren; sie entschied sich für Letzteres.<ref name="NYT2025" /> Zusammen mit Vidali kam sie auf dem Dampfer Edam in Rotterdam an, ging nach Berlin, wo sie Bohumír Šmeral, den ehemaligen ersten Vorsitzenden der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei und den Reporter Egon Erwin Kisch kennenlernte sowie die Fotografin Lotte Jacobi, in deren Studio sie ihre Bilder aus Mexiko ausstellen konnte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Sie arbeitete wieder als Fotografin, die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung veröffentlichte mehrfach ihre Bilder, darunter ein Titelbild mit Modottis Porträt von Mella. Auf das in Berlin florierende Genre der Straßenfotografie ließ sie sich, wie sie Weston schrieb, kaum ein – ihr langsames, kompositorisch geplantes Arbeiten passe nicht dazu.<ref name="NYT2025" />
Im Oktober entschloss sie sich jedoch, nach Moskau zu gehen, wo sie wieder mit Vidali zusammentraf, den sie als „ihren Mann“ bezeichnete, als sie 1932 einen Aufnahmeantrag an das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale stellte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> Sie schloss sich der sowjetischen KP an und gab die Fotografie weitgehend auf, um politische Arbeit zu leisten.<ref name="NYT2025" /> Ihre Tätigkeit führte sie 1935 nach Wien, Warschau, Madrid und Paris.
Spanischer Bürgerkrieg[Bearbeiten]
Unter dem Namen Maria war sie ab dem Juli 1936 wieder in Madrid, zusammen mit Vidali, der Comandante Carlos J. Contreras des Fünften Regiments war. In den drei folgenden Jahren arbeitete sie im medizinischen Hilfsdienst, zeitweise unter Norman Bethune.<ref name="NYT2025" />
1937 half sie in Valencia bei der Vorbereitung des Internationalen Kongresses Intellektuelle gegen den Faschismus, und bereitete zusammen mit Carlos/Vittorio die Veröffentlichung von Miguel Hernández’ Gedichtband Viento del Pueblo vor. Sie kam in Kontakt mit Robert Capa, Gerda Taro, Ernest Hemingway, Antonio Machado, Dolores Ibárruri, Rafael Alberti, André Malraux, die in den Internationalen Brigaden am Spanischen Bürgerkrieg teilnahmen. Zur Vorbereitung des Congreso Nacional de la Solidaridad hielt sie sich 1938 in Madrid auf. Nachdem der Bürgerkrieg verloren war, traf sie zusammen mit Vidali in Paris ein. Ihrem Ansuchen an die Partei, in Italien im Untergrund arbeiten zu dürfen, wurde nicht stattgegeben.
Zurück in Mexiko[Bearbeiten]
Mexikos neuer Staatspräsident Lázaro Cárdenas hob den Ausweisungsbefehl gegen Modotti auf, und zusammen mit Vidali kehrte sie nach Mexiko-Stadt zurück,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> nachdem die USA einen Asylantrag abgelehnt hatten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Fotostiftung Schweiz ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Sie reiste mit einem spanischen Pass unter dem Namen María del Carmen Ruiz Sánchez, arbeitete zunächst illegal und lebte fortan vor allem von Übersetzungen; Unterstützer setzten sich für die Regularisierung ihres Status ein.<ref name="NYT2025" /> Gelegentlich traf sie die emigrierten Schriftstellerinnen Anna Seghers<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und Constancia de la Mora.
In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 1942 erlag sie in einem Taxi einem Herzanfall.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> In der öffentlichen Meinung, geschürt von Rivera, wurde Vidali verdächtigt, seine ehemalige Mitstreiterin in Stalins Auftrag beseitigt zu haben,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> aber auch über Selbstmord wurde gemunkelt. Eine Obduktion nannte cardiac arrest (Herzstillstand) als Ursache; Spekulationen über ein Verbrechen hielten gleichwohl an.<ref name="NYT2025" /> Ein Gedicht Pablo Nerudas, als Nachruf in den Zeitungen publiziert, trug dazu bei, die Wogen zu glätten. Tina Modotti wurde im Prominenten-Friedhof Panteón Civil de Dolores beigesetzt. Unter dem Flachrelief mit dem von Leopoldo Méndez geschaffenen Porträt sind die ersten Verse von Nerudas Gedicht in den Grabstein gemeißelt.
Werk und Rezeption[Bearbeiten]
Modotti arbeitete überwiegend mit Großformatkameras; frühe Abzüge entstanden auch auf Platin- und Palladiumpapier. Während Weston eine konsequent formalistische, von art for art’s sake geprägte Position vertrat, entwickelte Modotti – erkennbar an Serien wie Workers' Hands oder Stillleben (Maiskolben, Bandolier, Gitarre) – eine sozial engagierte Bildsprache, die modernistische Komposition (Linien, Flächen, Strukturen) mit politischer Aussage verband.<ref name="NYT2025" /> Kuratorinnen hoben wiederholt hervor, wie Modotti Fotografie „sozial relevant“ machte; zugleich wurde ihr Werk lange von der Aufmerksamkeit für ihre Beziehungen überschattet.<ref name="NYT2025" /> Seit den 1970er-Jahren, im Zuge der zweiten Frauenbewegung, erfuhr ihr Œuvre zunehmende wissenschaftliche und museale Anerkennung; dass ihr Werk früh ins MoMA gelangte, hängt auch mit Westons Bewahrung und späterer Schenkung zusammen.<ref name="NYT2025" />
Fotobände und Sammlungen[Bearbeiten]
- Photos als Waffe der RH-Agitation, in: MOPR. Zeitschrift für Kampf und Arbeit der Internationalen Roten Hilfe, März 1932, S. 10–11.
- Der Blutstrom der 1000 Gemordeten, in: MOPR. Zeitschrift für Kampf und Arbeit der Internationalen Roten Hilfe, April 1932, S. 23–24.
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
- Das Museum of Modern Art in New York bewahrt über 30 Arbeiten Modottis, darunter Workers Parade (1926).<ref name="NYT2025" />
- Sammlung im Archiv des George Eastman House (englisch)
- Sammlung im Museum of Modern Art (englisch)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Sammlung des San Francisco Museums of Modern ArtSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Tina Modotti auf kunstaspekte
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
- Porträtfotografien
-
Germán List Arzubide, 1925
-
María Marín de Orozco, 1925
-
Anita Brenner, 1926
-
Julio Antonio Mella, 1928
-
Antonieta Rivas Mercado, 1929
-
Manuel Rodriguez Lozano, 1928
Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]
Einzelausstellungen
- 1977: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Museum of Modern Art, New York ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)
- 1989: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. PressetextSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. nGbK-Archiv, 1989 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 1989: Tina Modotti. Fotografin und Revolutionärin. Photoforum Pasquart, Biel/Bienne, Schweiz.<ref name=":0">Biografie von Tina Modotti im Onlinewerk über die historische Fotografie in der Schweiz, fotoCH, abgerufen am 26. September 2020.</ref>
- 1998: Tina Modotti – Manuel Alvarez Bravo. Deichtorhallen, Hamburg.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. April 1998 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2004: Tina Modotti – Edward Weston: Mexico. Museum für Photographie, Braunschweig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Museum für Photographie, Braunschweig, 2004 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2006: Fotografien von Tina Modotti in der Galerie Arte, Zürich.<ref name=":0" />
- 2010: Tina Modotti. Fotografin und Revolutionärin. Kunst Haus Wien, Museum Hundertwasser, Wien, Österreich.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Kunst Haus Wien, Museum Hundertwasser, 2010 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2014: Tina Modotti. Emigrantin, Fotografin, Revolutionärin im Historisches und Völkerkundemuseum, St. Gallen, Schweiz.<ref>Monica Boirar: Tina Modotti – Emigrantin, Fotografin, Revolutionärin. In: Fotointern, 8. November 2014, abgerufen am 26. September 2020.</ref>
- 2015/2016: Retrospektive, Udine<ref>Tina Modotti: una retrospettiva svela la fotografa udinese, abgerufen am 31. Dezember 2016</ref>
- 2022: Tina Modotti. Revolution und Leidenschaft. f3 – freiraum für fotografie, Berlin<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V., Berlin, 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2024: Tina Modotti. L’œil de la révolution (The Eye of Revolution). Jeu de Paume, Paris (größte Modotti-Retrospektive in Paris).<ref name="NYT2025" />
Thematische und Gruppenausstellungen
- 1996: Kunst und Macht im Europa der Diktatoren. 1930 bis 1945. Deutsches Historisches Museum, Berlin.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1996 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2006–2007: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. San Francisco Museum of Modern Art ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)<ref>Jill Lynch, Clara Hatcher Baruth: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. San Francisco Museum of Modern Art, Presseabteilung ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 2011: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Museum of Modern Art, New York, USA ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)
- 2012: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. San Francisco Museum of Modern Art ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- 2014/2015: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Museum of Modern Art, New York, USA ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- 2015: Photography in Mexico: Selected Works from the Collections of SFMOMA. San Francisco Museum of Modern Art.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Filmografie[Bearbeiten]
Tina Modotti als Schauspielerin[Bearbeiten]
- 1920: The Tiger’s Coat<ref>Roy Clements: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Dial Film Company ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
- 1921: Riding With Death<ref>Jacques Jaccard: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Fox Film Corporation, 13. November 1921 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- 1922: I Can Explain<ref>George D. Baker: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Sawyer-Lubin Pictures Corporation, 20. März 1922 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Standbild und Plakate zu The Tiger's Coat[Bearbeiten]
Filme über Tina Modotti (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1981/1982: Vorlage:Filmportal. Dokumentarfilm. Regie: Marie Bardischewski und Ursula Jeshel.
- 1983: Frida Kahlo & Tina Modotti auf YouTube, abgerufen am 19. Dezember 2021 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Lua-Fehler in Modul:TemplatePar, Zeile 145: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). Dokumentarfilm, zeitgleich zur gleichnamigen Ausstellung in Whitechapel, London. Regie: Laura Mulvey und Peter Wollen.
- 1997: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Rai, Italien ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) Buch und Regie: Fiorenza Sartori.
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Dokumentation von TG1 Storia, Rai.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) Regie: Bridgett Patel.
- Tina Modotti - Una vita in scena auf YouTube, abgerufen am 19. Dezember 2021 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Lua-Fehler in Modul:TemplatePar, Zeile 145: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Regie:
- La Storia in Giallo: Tina Modotti auf YouTube, abgerufen am 19. Dezember 2021 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Lua-Fehler in Modul:TemplatePar, Zeile 145: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Regie: Francesco Pannofino, Produktion: Antonella Ferrera.
- Vorlage:IMDb Biografie-Verfilmung als sechsteilige TV-Miniserie. Buch: Paula Alvarez Vaccaro und Aaron Brookner, Regie: Edoardo de Angelis, Hauptdarstellerin: Monica Bellucci als Tina Modotti.<ref>Nick Vivarelli: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 7. August 2018 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) TV-Serie in Produktion von Gabriel Beristain.
Literarische Darstellungen[Bearbeiten]
Tina Modotti ist eine Figur in Robert Cohens Roman Exil der frechen Frauen. Rotbuch Verlag, Berlin 2009. ISBN 978-3-293-20874-2.
Literatur[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
Bibliografien
- Literatur von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Tina Modotti in Swisscovery, dem schweizerischen Suchportal der wissenschaftlichen Bibliotheken
- Tina Modotti in fotoCH, dem Online-Werk zur Fotografie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein
- Vorlage:IMDb
- Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum
- Vorlage:IAI
- Biografie, Literatur & Quellen zu Tina Modotti FemBio des Instituts für Frauen-Biographieforschung
Texte über Tina Modotti
- Tina Modotti nella storia del Novecento (internationaler Kongress an der Universität Udine, div. Video-Beiträge)
- Tina Modotti (1896–1942) – Fotografin, Revolutionärin und Internationalistin. nadir.org
- Irmgard Mailandt: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Ein Vortrag von Christiane Barckhausen-CanaleSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Juni 1995 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Anette Schneider: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. deutschlandfunk, 6. Januar 2017 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Anette Schneider: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. deutschlandfunk, 16. August 2021 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Pablo Neruda: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. GedichtSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- Andrea Kath: 6. Januar 1942 - Die Fotografin Tina Modotti stirbt in Mexiko-City WDR ZeitZeichen vom 6. Januar 2022; mit Patricia Albers.
Tina Modotti als Modell
- Diego Rivera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 28. August 2008 im Internet Archive)
- Diego Rivera: Jungfrau Erde (1927)
- Diego Rivera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 18. November 2008 im Internet Archive), Secretaría de Educación Pública, Mexiko-Stadt
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Modotti, Tina |
| ALTERNATIVNAMEN | Mondini, Assunta Adelaide Luigia Modotti (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspielerin, Fotografin und Revolutionärin |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1896 |
| GEBURTSORT | Udine |
| STERBEDATUM | 6. Januar 1942 |
| STERBEORT | Mexiko-Stadt |
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Person der Arbeiterbewegung (Mexiko)
- Interbrigadist
- Fotograf (20. Jahrhundert)
- Filmschauspieler
- Stummfilmschauspieler
- Estridentismus
- Italienischer Emigrant in den Vereinigten Staaten
- Immigrant in Mexiko
- Italiener
- Geboren 1896
- Gestorben 1942
- Frau