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Tirli

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Tirli
Datei:TirliCastiglioneDellaPescaiaPanorama2.JPG
Ansicht von Tirli
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Grosseto (GR)
Gemeinde Castiglione della Pescaia
Koordinaten 42° 51′ N, 10° 54′ OKoordinaten: 42° 50′ 43″ N, 10° 53′ 42″ O
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Höhe 404 m s.l.m.
Einwohner 255 (2011)
Telefonvorwahl 0564 CAP 58043

Tirli ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) der Gemeinde Castiglione della Pescaia in der Provinz Grosseto, Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt ca. 10 Kilometer nördlich des Hauptortes Castiglione della Pescaia und ca. 15 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Grosseto in der Maremma<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: TIRLI DI CASTIGLION DELLA PESCAJA nella Maremma Grossetana.</ref>. Tirli liegt im Bistum Grosseto<ref name="GuerriniDiocesiGrosseto">Giuseppe Guerrini: La Diocesi di Grosseto.</ref> und bei 404 Metern und hatte 2001 284 Einwohner.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Offizielle Webseite des ISTAT (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dawinci.istat.it (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Grosseto, abgerufen am 10. August 2016 (italienisch)</ref> 2011 waren es 255 Einwohner.<ref>Italia in dettaglio</ref> Wichtigster Fluss<ref name="Repetti" /> nahe dem Ort ist der 8 km<ref>Webseite des Sistema Informativo Regionale dell’Ambiente della Toscana (SIRA) zum Torrente Ampio, abgerufen am 18. März 2018 (italienisch)</ref> lange Torrente Ampio, der kurz südlich des Ortes fließt und als rechter Nebenfluss in Ponti di Badia in den Bruna mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurden der Berg Monte Tirli und der Fluss Ampio im 9. Jahrhundert von Ludovico Pio in einem Dokument der Abtei Sant’Antimo.<ref name="Repetti" /> Die erste Erwähnung des Ortes als Borgo stammt ebenfalls aus dem 9. Jahrhundert.<ref name="LuoghiFede">Bruno Santi (Hrsg.): I Luoghi della Fede. Grosseto, Massa Marittima e la Maremma.</ref><ref name="Mavarelli/Occhetti">Mavarelli/Occhetti: Castiglione della Pescaia.</ref> Am 11. August 1118 wird der Ort in einem Dokument von Bernardo, Bischof von Roselle, erwähnt, der der Abtei Abbazia di San Bartolomeo a Sestinga bei Vetulonia (heute Gemeinde Castiglione della Pescaia) Gebiete zusprach, zu denen auch Tirli gehörte. 1188 wurde der Ort von Papst Clemens III. in einer Nachricht an Gualfredo bzw. Gualtieri, Bischof von Grosseto, erwähnt.<ref name="Repetti" /> Im frühen 16. Jahrhundert wurde der Ort von den Türken belagert und eingenommen, danach vermischten sich die Eroberer wahrscheinlich mit den Einwohnern.<ref name="Mavarelli/Occhetti" /> 1568 wurde der Ort von Cosimo I. de’ Medici in das Großherzogtum Toskana eingegliedert, danach wurde der Ort Ortsteil von Castiglione della Pescaia.<ref name="Repetti" />

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Chiesa di Sant'Andrea Tirli (GR).jpg
Die Kirche Sant’Andrea Apostolo
Datei:Eremo Sant'Anna (Tirli).JPG
Die Einsiedelei Sant’Anna
  • Chiesa di Sant’Andrea Apostolo, 1674 geweihte Kirche<ref name="LuoghiFede" /> am südöstlichen Ortsrand. Die Altäre wurden 1957, die Fassade 1975 restauriert.<ref name="GuerriniDiocesiGrosseto" />
  • Convento di Sant’Agostino, Kloster des Augustinerordens unterhalb und kurz südlich der Kirche Sant’Andrea. Entstand zur gleichen Zeit wie die Kirche und unterhielt auch die Einsiedelei Sant’Anna.
  • Eremo di Sant’Anna, auch Sant’Anna nel Bosco genannt. Entstand am Anfang des 17. Jahrhunderts durch Giovanni da San Guglielmo (* 1552 in Montecassiano, † 1621 in Batignano<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Padre Giovanni da San Guglielmo. La Vita. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/atlante.chelliana.it Atlante Storico Topografico dei siti di interesse storico culturale del Comune di Grosseto.</ref>). Das heutige Gebäude entstand 1971.<ref name="GuerriniDiocesiGrosseto" />
  • Eremo di Malavalle, auch Eremo di San Guglielmo<ref name="Mavarelli/Occhetti" /> genannt. Einsiedelei, die durch Wilhelm von Malavalle entstand. Die erste Kapelle entstand im Todesjahr des Wilhelm von Malavalle (1157), im 13. Jahrhundert die Kirche. Die Wilhelmiten blieben hier bis ins 16. Jahrhundert. 1564 gab Papst Pius V. den Ort an die Familie Concini, danach folgte der Augustinerorden. Das Kloster wurde 1782 durch Dekret von Leopold II. aufgelöst.<ref name="LuoghiFede" />

Verkehr[Bearbeiten]

  • Die nächstgelegenen Anschlussstellen an den Fernverkehr sind die Anschlussstellen Giuncarico an der Staatsstraße Strada Statale SS 1 (Via Aurelia), ca. 20 km nordöstlich gelegen, oder die Anschlussstelle Grosseto Nord, ca. 20 km östlich gelegen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Giuseppe Guerrini (Hrsg.): La Diocesi di Grosseto. Il mio Amico Editrice, Roccastrada 1996.
  • Cristina Gnoni Mavarelli, Maurizio Occhetti: Castiglione della Pescaia. In: Bruno Santi: Guida Storico-Artistica alla Maremma. Nuova Immagine Edizioni, Siena 1995, ISBN 88-7145-093-0, S. 80.
  • Emanuele Repetti: TIRLI DI CASTIGLION DELLA PESCAJA nella Maremma Grossetana. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
  • Bruno Santi (Hrsg.): I Luoghi della Fede. Grosseto, Massa Marittima e la Maremma. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46786-X, S. 126 f.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tirli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />