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Tom Reiss

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Datei:Tom Reiss portrait Paris.jpg
Tom Reiss (2011)

Tom Reiss (* 5. Mai 1964 in New York City) ist ein US-amerikanischer Autor, Historiker und Journalist, der durch mehrere seiner Bücher international bekannt wurde.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Tom Reiss wurde am 5. Mai 1964 in New York City geboren. Seine Familie ist jüdischen Glaubens; während seine Großeltern mütterlicherseits im Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden waren, konnte seine Mutter überleben, da sie als Kind in Frankreich versteckt wurde.
Reiss verbrachte seine frühe Kindheit zunächst in Manhattan und dann in San Antonio und Dallas, Texas, wo sein Vater als Neurochirurg bei der Luftwaffe arbeitete. Dann zog seine Familie nach Massachusetts und von dort nach Neuengland. Er besuchte die renommierte Hotchkiss-Privatschule und das Harvard College, wo er als Journalist und Redakteur für Campuszeitschriften tätig war. Im Jahr 1987 erlangte er seinen Abschluss. Reiss übte zahlreiche Nebenjobs aus, die ihn ebenfalls wertvolle Erfahrungen sammeln ließen.

1989 reiste Tom Reiss nach Deutschland, um die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Er war fasziniert von der sog. „Wende“ und den Ereignissen dieser Zeit, vor allem in Ostdeutschland. Reiss beschäftigte sich auch deshalb mit dem Neonazismus und befragte junge Neonazis, um besser nachvollziehen zu können, weshalb sie einer Ideologie anhingen, die vor Jahrzehnten den Tod vieler Mitglieder seiner Familie herbeigeführt hatte.

Hauptwerke[Bearbeiten]

Vor allem durch folgende Schriften wurde Tom Reiss international bekannt:

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Black Count: Glory, Revolution, Betrayal, and the Real Count of Monte Cristo, London 2012. Deutsche Ausgabe: Der schwarze General: Das Leben des wahren Grafen von Monte Christo, München 2013, ISBN 3-423-28017-4.
  • The Orientalist: Solving the Mystery of a Strange and Dangerous Life, New York 2005. Deutsche Ausgabe: Der Orientalist: Auf den Spuren des Essad Bey, Hamburg 2008, ISBN 3-940731-05-6.
  • gemeinsam mit Ingo Hasselbach: Führer-Ex: Memoirs of a Former Neo-Nazi, London 1996.

Reiss hat außerdem als Journalist für den New Yorker, das Wall Street Journal und die New York Times gearbeitet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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