Totenhemd
Das Totenhemd ist ein weißes, meist verziertes Hemd, mit dem Tote bekleidet werden. Früher war dies eine lange, dem Toten gehörende Tunika. Heute wird der Verstorbene meistens vom Bestatter zur Beerdigung mit eigener Kleidung versehen.
Im schottischen Volksglauben gibt es die Sage der bean-nighe („Waschfrauen an der Furt“). Dies sind, der Sage nach, die Geister von bei der Geburt verstorbenen Müttern, die die Totenhemden ihrer Kinder waschen.
Literatur[Bearbeiten]
Nina Hofmann, Maike Sander, Harald Orlamünder: Totenhemd und Leichenschmaus – Ein Beitrag zu Bestattungs- und Trauerkultur. Erweiterte Buchausgabe zur Ausstellung vom 16.09.2020 bis 02.05.2021 im Stadtmuseum Ditzingen (= Stadt Ditzingen [Hrsg.]: Beiträge zur Geschichte der Stadt Ditzingen. Band 2). Ubstadt-Weiher; regionalkultur, 2024, ISBN 978-3-95505-470-0.
Weblinks[Bearbeiten]
- SAGEN.at: Das Totenbrauchtum
- spiegel.de: Gestylt ins Grab
- Das Totenhemdchen – Märchen der Brüder Grimm