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Totlast

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Als Totlast,<ref name="Quelle 1" /> auch Totgewicht<ref name= "Quelle 2" /> oder Tote Last,<ref name= "Quelle 3" /> in der Fördertechnik die Last, die aus dem Gesamtgewicht der zur Förderung erforderlichen Fördermittel gebildet wird.<ref name= "Quelle 2" /> Die Totlast ist die minimale Last, die in einer Förderanlage auftritt.<ref name= "Quelle 4" /> Die Totlast bildet zusammen mit der Nutzlast die Gesamtlast einer Förderanlage.<ref name= "Quelle 2" /> Im Transportwesen bezeichnet man als Totlast das Gewicht, das mit der Nutzlast mittransportiert werden muss.<ref name= "Quelle 13" />

Grundlagen und Zusammensetzung[Bearbeiten]

Damit eine Nutzlast von einem Punkt zu einem anderen Punkt gefördert werden kann, sind bestimmte Fördermittel erforderlich, mit denen die Nutzlast bewegt werden kann.<ref name="Quelle 1" /> Bei einfachen Förderanlagen ist dies nur das jeweilige Fahrzeug, mit dem die Nutzlast transportiert wird.<ref name="Quelle 5" /> Bei Hub- und Zuggeräten werden am Hebezeug angebrachte Lastaufnahmemittel, wie z. B. Traversen oder Greifer zum Bewegen der Nutzlast, benötigt.<ref name="Quelle 6" /> Bei Schachtförderanlagen muss ein größerer Aufwand betrieben werden, um eine Nutzlast hin und her zu bewegen.<ref name= "Quelle 7" /> Die dort verwendeten Fördermittel sind das Förderseil, die Zwischengeschirre sowie die Fördergefäße oder Fördergestelle.<ref name= "Quelle 2" /> Hinzu kommen auch eventuell benötigte Förderwagen, die einen Teil der Totlast bilden.<ref name= "Quelle 3" /> Aber auch Verschmutzungen der Fördermittel, die das Gewicht unnötig erhöhen und mit transportiert werden, wie z. B. Anbackungen an den Wänden von Fördergefäßen, zählen zur Totlast einer Förderanlage.<ref name= "Quelle 8" /> Alle diese Fördermittel und Gegenstände haben ein Gewicht, das von der Antriebsmaschine der Förderanlage bewegt werden muss.<ref name= "Quelle 7" /> Die Totlast einer Förderanlage hat deshalb einen Einfluss auf den Energiebedarf der Förderanlage.<ref name= "Quelle 9" />

Nutzlast/Totlast-Verhältnis[Bearbeiten]

Um mit einer Förderanlage eine möglichst große Nutzlast effektiv fördern zu können, ist es wichtig, dass die Anlage ein günstiges Verhältnis von Nutzlast zu Totlast hat.<ref name= "Quelle 2" /> Dabei sollte die Totlast stets gering sein, sodass das Verhältnis von Nutzlast zu Totlast möglichst groß ist.<ref name= "Quelle 10" /> Hierdurch ist die Leistungsfähigkeit einer Förderanlage positiv beeinflussbar.<ref name= "Quelle 2" /> Bei Fahrzeugen wie z. B. Muldenkippern liegt das Nutzlast/Totlast Verhältnis bei 3,6 zu 1.<ref name="Quelle 1" /> Auch Bandfördersysteme haben, aufgrund ihrer leichten und einfachen Konstruktion, ein geringes Totlast/Nutzlast Verhältnis.<ref name= "Quelle 10" /> Anders sieht es bei Schachtförderanlagen aus.<ref name="Quelle 1" /> Hier liegt das Nutzlast/Totlast Verhältnis, je nach Förderanlage, zwischen 1 zu 0,9 bis 1 zu 1,6.<ref name= "Quelle 11" /> Maßgeblichen Einfluss auf dieses Verhältnis hat die Länge des Förderseiles.<ref name= "Quelle 2" /> Mit zunehmender Teufe erhöht sich das Eigengewicht des Förderseils und somit erhöht sich die Totlast. Das hat zur Folge, dass das Nutzlast/Totlast Verhältnis sinkt.<ref name= "Quelle 7" /> Aber auch die Art der Schachtförderung hat einen Einfluss auf Verhältnis von Nutzlast zu Totlast. So haben Gestellförderungen ein schlechteres Nutzlast/Totlast Verhältnis als Gefäßförderungen.<ref name= "Quelle 12" />

Totlastverringerung[Bearbeiten]

Durch die Verringerung der Totlast ist es möglich, innerhalb bestimmter Grenzen, die Nutzlast zu erhöhen.<ref name="Quelle 1" /> Insbesondere bei Schachtförderanlagen mit großen Teufen ist es sehr wichtig, die Totlast zugunsten einer Erhöhung der Nutzlast zu verringern.<ref name= "Quelle 2" /> Dies lässt sich durch den Einsatz von Werkstoffen mit höherer Festigkeit erreichen.<ref name="Quelle 1" /> Da die einzelnen Komponenten bergbehördlichen Vorgaben wie Seilsicherheit und Sicherheitswerten für Fördergerüste unterliegen, muss die jeweilige Förderanlage zusätzlich überprüft werden, ob eine Reduzierung der Totlast zugunsten der Erhöhung der Nutzlast möglich und zulässig ist.<ref name= "Quelle 2" /> Eine weitere Möglichkeit zur Totlastverringerung ist die regelmäßige Reinigung der Fördermittel von Verunreinigungen wie z. B. Anbackungen von Schüttgütern.<ref name= "Quelle 8" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references>

<ref name="Quelle 1">Fördertechnik im Steinkohlenbergbau unter Tage. In: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Hrsg.): Informationstagung, Band 1, Luxemburg 1978, Verlag Glückauf GmbH, ISBN 3-7739-0233-6, S. 91–92, 261–374.</ref> <ref name= "Quelle 2">H. Arnold, D. Fuchs, H. Nöller, E. Ulrich: Untersuchungen zur Leistungssteigerung der Hauptschacht-, Blindschacht- und Abteufförderanlagen durch Totgewichtsverringerung. In: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Hrsg.): Technische Forschung Kohle, Abschlussbericht, Bochum 1980, S. I-II, 2-7.</ref> <ref name= "Quelle 3">H. Hoffmann, C. Hoffmann: Lehrbuch der Bergwerksmaschinen (Kraft und Arbeitsmaschinen). Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, Berlin Heidelberg 1926, S. 166–167.</ref> <ref name= "Quelle 4">Stefan Vöth: Bremsprozesse im Blickpunkt Hubwerke mit Sicherheitsbremsen 2/3, In: Hebezeuge Fördermittel: Fachzeitschrift für technische Logistik, Nr. 4, Berlin 2015, Huss Medien GmbH, S. 192–194.</ref> <ref name="Quelle 5">Horst Roschlau, Wolfram Heintze: Bergmaschinentechnik. Erzbergbau - Kalibergbau. Mit 333 Bildern und 54 Tabellen, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1977, S. 255.</ref> <ref name="Quelle 6">Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribition (BGHW) (Hrsg.): Winden, Hub- und Zuggeräte. BG Vorschrift D 8, 1997, S. 50.</ref> <ref name= "Quelle 7">Fritz Schmidt: Die Schachtfördermaschinen. Erster Teil. Die Grundlagen des Fördermaschinenwesens. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage, mit 178 Abbildungen im Text, Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, Berlin Heidelberg 1923, S. 17–22, 48–59, 74, 95, 124, 166.</ref> <ref name= "Quelle 8">C. Vorwerk, T. Kuczera, K. - H. Wehking: Versatzbaustoffe, eine Herausforderung für die Fördertechnik. In: Institut für Fördertechnik und Logistik (Hrsg.): 12. Fachtagung Schüttgutfördertechnik, Stuttgart 2007.</ref> <ref name= "Quelle 9">W. A. Günthner (Hrsg.): Erweiterte Logistiksystemplanung unter Einbeziehung des Energieverbrauchs. In: Forschungsstelle Technische Universität München, Forschungsbericht, München 2013, ISBN 978-3-941702-36-3, S. 27.</ref> <ref name= "Quelle 10">Universität Stuttgart Institut für Lagertechnik und Logistik (Hrsg.): Jahresbericht 2001/2002., S. 31.</ref> <ref name= "Quelle 11">Hans Bansen (Hrsg.): Die Bergwerksmaschinen. Vierter Band, Die Schachtförderung. Verlag von Julius Springer, Berlin 1913, S. 51.</ref> <ref name= "Quelle 12">Horst Roschlau, Wolfram Heinze, SDAG Wismut (Hrsg.): Wissensspeicher Bergbautechnologie. 1. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1974., S. 182.</ref> <ref name= "Quelle 13">Benedikt Froelicher: Nutzlast und tote Last bei der Eisenbahn, beim Automobil und beim Flugzeug, 1949.</ref>

</references>