Travis Kalanick
Travis Cordell Kalanick (* 6. August 1976 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Mitgründer sowie ehemaliger CEO des Unternehmens Uber.<ref>Mike Isaac: Uber Founder Travis Kalanick Resigns as C.E.O. In: The New York Times. 21. Juni 2017, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 21. Juni 2017]).</ref>
Ausbildung und erste unternehmerische Tätigkeit[Bearbeiten]
Kalanick besuchte die Granada Hills High School<ref>Phil Hampton: Q&A with Travis Kalanick, Uber co-founder and CEO and a former UCLA student. In: UCLA Newsroom. Abgerufen am 23. August 2016.</ref> und studierte Computer Engineering an der University of California, Los Angeles. 1998 brach er sein Studium ab und gründete verschiedene Unternehmen, u. a. die File-Sharing-Gesellschaft Scour. Scour scheiterte, als die amerikanische Musik- und Filmindustrie sie wegen Urheberrechtsverletzungen auf 250 Mrd. $ verklagte.<ref>Carlo Portmann: Travis Kalanick: Ein Kämpfer in eigener Sache. In: Finanz und Wirtschaft. 21. Februar 2017 (fuw.ch [abgerufen am 13. April 2018]).</ref> Im Jahre 2001 gründete er die Gesellschaft Red Swoosh, die 2007 von Akamai für 18,7 Millionen US-Dollar erworben wurde.<ref>Payday for Red Swoosh: $15 million from Akamai, 12. April 2007</ref>
Uber[Bearbeiten]
2009 gründete Kalanick mit Garrett Camp die Firma Uber.<ref name="mm">Astrid Maier: Wie der Fahrdienstvermittler Uber die Welt überrollen will. In: manager magazin. 20. Oktober 2014, abgerufen am 24. August 2016.</ref> Diese Gesellschaft will den Markt für die Personenbeförderung, der in den meisten Ländern stark reguliert ist, mittels einer Taxi-App sowie über eine Website revolutionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Uber in vielen Ländern gesetzliche und administrative Hindernisse gegen starke Widerstände beseitigen. Kalanicks Haltung wird aus folgendem Zitat deutlich:<ref>Jan Heidtmann: Uber und das Taxigewerbe – Legende vom harmlosen Start-up, Süddeutsche Zeitung vom 2. September 2014</ref>
„Wir befinden uns in einer politischen Kampagne, in der der Kandidat Uber heißt und der Gegner ein Arschloch namens Taxi.“
2016 stellte er Mercedes-Benz in Aussicht, 100.000 S-Klassen abzukaufen, sobald diese autonom fahren würden, was seitens Mercedes um 2020 erwartet wurde.<ref>Daimler winkt Großauftrag von Uber, Spiegel, 18. März 2016</ref> 2017 trat er als CEO von Uber zurück, nachdem ihn fünf Investoren, die zusammen mehr als 40 % der Stimmrechte an der Firma haben, dazu aufgefordert hatten.<ref></ref>
Vermögen[Bearbeiten]
Der Milliardär Travis Kalanick ist einer der reichsten US-Amerikaner. Sein Vermögen betrug gemäß der Forbes-Liste 2018 etwa 4,8 Milliarden US-Dollar. Damit belegte er Platz 422 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt.<ref>Forbes-Profil, abgerufen am 7. Oktober 2016.</ref>
Positionen und politische Aktivität[Bearbeiten]
Kalanick bezeichnete den Roman Der ewige Quell der libertären Autorin Ayn Rand als eines seiner Lieblingsbücher und nutzte das Cover als Profilbild bei Twitter. 2015 bestritt er jedoch in einem Interview, Rands Bücher zu mögen; er habe nicht einmal gewusst, was ein Libertärer sei.<ref></ref><ref></ref> Seit Dezember 2016 beriet er den US-Präsidenten Donald Trump als Mitglied von dessen Strategic and Policy Forum.<ref>Erlesener Beraterstab. Musk, Kalanick, Dimon: Diese Firmenchefs sollen Trump Wirtschaft beibringen. wallstreet online, 15. Dezember 2016, abgerufen am 12. Dezember 2016.</ref> Am 2. Februar 2017 erklärte er seinen Rücktritt von dieser Position.<ref>Dave Lee: Uber boss quits Trump advisory board. BBC News, 2. Februar 2017, abgerufen am 2. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er sagte nach einem Gespräch mit diesem, seine Teilnahme sei falsch verstanden worden und nicht als Unterstützung von Präsident Trump oder seiner Agenda gemeint gewesen. Zuvor hatte es nach Bekanntwerden Aufrufe im Internet gegeben, den Fahrdienst zu boykottieren.<ref>Uber-Chef verlässt Trump-Beratergremium. In: Spiegel Online. 2. Februar 2017, abgerufen am 3. Februar 2017.</ref>
Rezeption[Bearbeiten]
Andrew Keen kritisierte Kalanick mit den Worten: „Er verkörpert die schlimmste Sorte Hybris und Arroganz des libertären Unternehmers.“<ref>Internetkritiker Andrew Keen: „Der Silicon-Valley-Übermensch ist ein Raubritter“, Spiegel Online, 18. Januar 2015.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kalanick, Travis |
| ALTERNATIVNAMEN | Kalanick, Travis C. |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Unternehmer (Uber) |
| GEBURTSDATUM | 6. August 1976 |
| GEBURTSORT | Los Angeles |