Trichodina
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| Trichodina | ||||||||||||
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Elektronenmikroskopaufnahme einer Trichodina auf den Kiemen einer Meeräsche | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Trichodina | ||||||||||||
| Ehrenberg, 1830 |
Trichodina ist eine symphoriontisch lebende Gattung aus der Gruppe der Wimperntierchen.
Beschreibung[Bearbeiten]
Der Körper ist flach-zylindrisch bis scheibenförmig gebaut.<ref name=wort>Rudolf Röttger: Wörterbuch der Protozoologie, in: Protozoological Monographs, Bd. 2 (2001), S. 218, ISBN 3-8265-8599-2</ref> Die Haken des zur Anhaftung am Untergrund und zur Fortbewegung dienenden, dreiteiligen Hakenkranzes bestehen aus geraden oder gebogenen Außenhaken, einem dünn-gestreckt stab-, stachel- oder nadelförmigen Innenhaken und einem verbreiterten Mittelteil.<ref name="bass">Linda Basson, J. G. Van As: Differential diagnosis of the genera in the family Trichodinidae (Ciliophora: Peritrichida) with the description of a new genus ectoparasitic on freshwater fish from southern Africain: Syst. Parasitol., 1989, Vol. 13, S. 153, doi:10.1007/BF00015224</ref><ref name="ill">Denis H. Lynn, Eugene B. Small: Ciliophora, Peritrichia In: </ref>
Die dem Untergrund abgewandt liegende und als Mundöffnung dienende adorale Wimpernspirale verläuft um das Körperende in einem Kreis zwischen 360° und 540°.<ref name="bass"/>
Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]
Trichodina-Arten finden sich weltweit mit Ausnahme der Antarktis in stehendem und fließendem Süß- und Salzwasser.<ref name="bass"/> Sie besiedeln symphoriontisch die Haut von Fischen, Amphibien, Moostierchen und Nesseltieren, kommen aber auch frei flottierend vor. Bei geschwächten Fischen können sie als Schwächeparasiten bei Massenbefall die Haut schädigen und eine Trichodiniose verursachen.<ref name=wort/> Wie alle Wimpertierchen filtern sie Partikel aus dem sie umgebenden Wasser.
Taxonomie[Bearbeiten]
Die Gattung wurde 1830 durch Christian Gottfried Ehrenberg erstbeschrieben, die Typusart ist Trichodina pedunculus. Für die Gattung wurden über 170 Arten beschrieben, von denen allerdings rund 70 Arten wegen unzureichender Beschreibungen nicht mehr anerkannt werden.<ref name="bass"/><ref>William Hugo Gaze, Rodney Wootten: Ectoparasitic species of the genus Trichodina (Ciliophora: Peritrichida) parasitising British freshwater fish in: Folia Parasitologica, Vol. 45, S. 177–190, 1998</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />