Trivialschule
Als Trivialschule wurde im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit eine Lateinschule bezeichnet, die das Trivium unterrichtete im Gegensatz zur Universität, an der das Quadrivium und alle höheren Wissenschaften unterrichtet wurden.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Ausdruck speziell für Schulen verwendet, die nur Elementarunterricht erteilen, sowohl für Schulen, die auf höhere Lateinschulen (Gymnasien) vorbereiteten, als auch für Bürger- oder Volksschulen. Dabei bedeutet „trivial“, auch im negativen Sinne, einfach oder elementar. Ein Trivialschüler ist ein Schüler, der nur eine einfache Schule besucht.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref>
Im letzteren Sinne beschreibt die Oeconomische Encyclopädie von J. G. Krünitz eine Trivialschule so: „Vorlage:Str trim“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
Beispiele für Trivialschulen finden sich neben zahlreichen anderen Städten in Geseke, Siegburg,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />siegburg.de ( vom 3. Oktober 2006 im Internet Archive)</ref> Sankt Andrä (Kärnten) und Hamm.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />hamm.de ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref> In Schüttorf gab es im 16. Jahrhundert auch eine sogenannte Trivialschule, diese verstand sich allerdings als eine Bildungseinrichtung, welche auf das Universitätsstudium vorbereitete und nicht als eine einfache Landschule.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />gbiu.de ( vom 22. Juni 2006 im Internet Archive)</ref>
Unter Kaiserin Maria-Theresia wurde die Schulpflicht für sechs Jahre 1774 in den habsburgischen Landen eingeführt, für die Johann Ignaz Felbiger das Konzept erarbeitete. Wenn hier von Trivialschulen die Rede ist, sind Elementarschulen gemeint.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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