Der Lauf wird vom Württembergischen Leichtathletik-Verband veranstaltet und von der Heilbronn Marketing GmbH ausgerichtet. Er findet seit 2001 im Mai oder Juni statt und ist einer der größten Landschaftsläufe in Deutschland.
Der Start ist in der Badstraße in Heilbronn auf Höhe der Böckingerbrücke. Zunächst geht es zur Götzenturmbrücke, dort über den Neckar und entlang des rechten Flussufers in den Stadtteil Sontheim. Hinter Flein kommt ein Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke, dem Haigern bei Talheim. Hier biegt die Strecke des Halbmarathons nach Norden ab, während die des Marathons weiter westwärts verläuft und über Lauffen, wo der Neckar überquert wird, Meimsheim, Hausen und Dürrenzimmern nach Neipperg führt. Über Nordhausen und Nordheim geht es zurück nach Heilbronn, wo im Stadtteil Klingenberg die Halbmarathonstrecke einmündet. Das Ziel befindet sich im Frankenstadion Heilbronn, in unmittelbarer Nähe des Starts. Insgesamt sind beim Marathon 340 und beim Halbmarathon 150 Höhenmeter zu bewältigen.
Im Rahmen der Läufe in den Jahren 2016 und 2017 wurden durch Wissenschaftler der Hochschule Heilbronn vor und nach dem Hauptlauf zwei wissenschaftliche Studien mit 898 (2016) bzw. 845 (2017) Trolli-Läufern durchgeführt.<ref>Monika Pobiruchin, Julian Suleder, Richard Zowalla, Martin Wiesner. Accuracy and Adoption of Wearable Technology Used by Active Citizens: A Marathon Event Field Study. In: JMIR Mhealth Uhealth 2017. Band 5, Nr. 2, 28. Februar 2017, e24. doi:10.2196/mhealth.6395, PMID 28246070 (freier Volltext)</ref><ref>Martin Wiesner, Richard Zowalla, Julian Suleder, Maximilian Westers, Monika Pobiruchin. Technology Adoption, Motivational Aspects, and Privacy Concerns of Wearables in the German Running Community: Field Study. In: JMIR Mhealth Uhealth. Band 6, Nr. 12, 14. Dezember 2018, e201. doi:10.2196/mhealth.9623, PMID 30552085 (freier Volltext)</ref> Diese beschäftigten sich mit den Fragestellungen:
Welche Technologie nutzen Läufer zum Training bzw. während einer Laufveranstaltung?
Vertrauen Läufer in die erfassten Daten der Geräte?
Warum nutzen Teilnehmer eines Marathon und Halbmarathons Technologie?
Würden Teilnehmer die erfassten (Fitness)Daten mit Dritten teilen und gegebenenfalls mit wem?
Die Ergebnisse beider Studien haben gezeigt, dass drei von vier Teilnehmenden ein sogenanntes Wearable während des Trainings oder Wettkampfs einsetzen. Weit verbreitet sind dabei GPS-Sportuhren, gefolgt von Smartphones und App; Activity Tracker und Smartwatches sind hingegen in der Gruppe der ambitionierten Läufer wenig anzutreffen. Die Gruppe der jüngeren Männer (bis 39 Jahre) ist besonders mit dem Einsatz von Technologie beim Laufen assoziiert. Die Genauigkeit der Geräte wurde 2016 evaluiert: Dabei stellte sich heraus, dass GPS-Sportuhren genauer die Laufstrecke gemessen haben, als Smartphones mit kombinierter Lauf-App.
Laut Pressemitteilung der Forscher ergaben sich 2017 in puncto Vertrauen folgende Erkenntnisse: In die Messgenauigkeit „haben dreiviertel der Gerätenutzer ein hohes Vertrauen […]. Bei der Forschungsfrage Warum die Lauf-Begeisterten einen Tracker nutzen, hatten die Studienteilnehmer mehrere Antwortmöglichkeiten. Die meist gewählte Antwort war, mit 54,2 Prozent, die individuelle Trainingskontrolle. Zudem am häufigsten angekreuzt wurde mit 20,5 Prozent die Selbstmotivation. Mit 9,5 Prozent schafft es die reine Neugier auf Platz drei der Hauptgründe.“<ref name=":0">Vanessa Offermann, Abteilung Hochschulkommunikation: Pressemitteilung: Wer nutzt Fitnesstracker und warum? Ergebnisse zur zweiten Trolli-Studie veröffentlicht. Hochschule Heilbronn, 17. Dezember 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Januar 2019; abgerufen am 11. Januar 2019.Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hs-heilbronn.de</ref> Die Bereitschaft zum Teilen von erfassten Fitnessdaten schien für die Befragten durchaus denkbar: „Mehr als die Hälfte würde ihre Fitness-Daten mit Familie und Freunde teilen, hingegen nur ein Drittel mit Ärzten. Nur 12 Prozent wären jedoch bereit, ihre Krankenkasse einzubeziehen.“<ref name=":0" />