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Trompetenschnitzlinge

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Trompetenschnitzlinge
Datei:2006-12-19 Tubaria furfuracea.jpg

Gemeiner Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Trompetenschnitzlingsverwandte (Tubariaceae)
Gattung: Trompetenschnitzlinge
Wissenschaftlicher Name
Tubaria
Gillet

Die Trompetenschnitzlinge (Tubaria) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Trompetenschnitzlingsverwandten (Tubariaceae). Sie zählen zu den sogenannten Little brown mushrooms.

Die Typusart ist der Gemeine Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea).<ref name="Gillet1876" />

Merkmale[Bearbeiten]

Datei:2006-12-19 Tubaria furfuracea 2.jpg
Die Hutunterseiten des Gemeinen Trompetenschnitzlings (Tubaria furfuracea) mit typisch ockerbraunen Lamellen

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Trompetenschnitzlinge sind kleine bis mittelgroße, in Hut und Stiel gegliederte Lamellenpilze. Die Hüte sind flach konvex bis niedergedrückt und hygrophan (bei Feuchtigkeit fleckend). Die Oberseite ist trocken, matt und oft etwas filzig oder fein schuppig. Die Hutfarbe ist fleischrötlich bis fleischbräunlich, vollständig weiße Formen sind möglich. Der Stiel ist zylindrisch oder bei manchen Arten an der Basis etwas verdickt. Die ockergelblichen bis braunen Lamellen sind breit angewachsen oder herablaufend. Der Stiel ist meist länger als der Hut breit ist; er kann beringt oder unberingt sein. Das Velum ist meist faserig und bleibt manchmal deutlich erkennbar auf dem Hut oder dem Stiel als Ring oder Ringzone zurück. Das Sporenpulver der Trompetenschnitzlinge ist hell ockerbraun bis rost- oder ziegelbraun.

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Sporen sind elliptisch bis bohnenförmig und glatt bis sehr fein warzig. Sie sind blassocker bis hellrostgelb gefärbt und besitzen keinen Keimporus. Weitere mikroskopische Merkmale der Gattung sind die aus liegenden Hyphen bestehende Huthaut. Die Hyphen besitzen Schnallen, die Lamellentrama ist regulär, Cheilocystiden sind vorhanden; sie sind fadenförmig-keulig oder kopfförmig und dünnwandig.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Trompetenschnitzlinge sind saprobiontische Holz- oder Streu- oder Humusbewohner. Die ziemlich kleinen Fruchtkörper des Gelbblättrigen Trompetenschnitzlings findet man gelegentlich am Boden unter Weißdorn-Büschen auf den eingetrockneten vorjährigen Früchten.

Arten[Bearbeiten]

Die Gattung umfasst weltweit etwa 20 Spezies.<ref name="Kirk2008" /> In Europa kommen 12 Arten vor bzw. sind dort zu erwarten.<ref name="Bollmann2007" /><ref name="Ludwig2001" />

Trompetenschnitzlinge (Tubaria) in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Weißstieliger Trompetenschnitzling Tubaria albostipitata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.A. Reid 1972
Beringter Trompetenschnitzling Tubaria confragosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fries 1838) Harmaja 1978
Flockiger Trompetenschnitzling Tubaria conspersa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Persoon 1800) Fayod 1889
Zistrosen-Trompetenschnitzling Tubaria cistophila Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cheype 1997
Gelbblättriger Trompetenschnitzling Tubaria dispersa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Berkeley & Broome 1828) Singer 1961
Gemeiner Trompetenschnitzling Tubaria furfuracea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Persoon 1801) Gillet 1876
Weißlicher Trompetenschnitzling Tubaria hololeuca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kühner 1957) Bon 1990
Kleinster Trompetenschnitzling Tubaria minutalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Romagnesi 1937
Mosers Trompetenschnitzling Tubaria moseri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raithelhuber 1974
Blasssporiger Trompetenschnitzling Tubaria pallidispora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.E. Lange 1940
Ansehnlicher Trompetenschnitzling Tubaria praestans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Romagnesi 1957) Romagnesi 1957
Geselliger Trompetenschnitzling Tubaria romagnesiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Arnolds 1982

Systematik[Bearbeiten]

Wie in vielen Pilzgruppen ist auch bei den Trompetenschnitzlingen die Abgrenzung der Arten teilweise umstritten. Die Gattung selbst wird von einigen Autoren auch bei den Schleierlingsverwandten (Cortinariaceae) oder den Stummelfüßchenverwandten (Crepidotaceae) eingeordnet.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Angehörigen der Gattung kommen als Speisepilze nicht in Frage.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Bollmann2007"> Achim Bollmann, Andreas Gminder, Peter Reil: Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze. In: Jahrbuch der Schwarzwälder Pilzlehrschau. 4. Auflage. Volume 2. Schwarzwälder Pilzlehrschau, 2007, ISSN 0932-920X (301 S., Verzeichnis der Farbabbildungen fast aller europäischen Großpilze (> 5 mm) inkl. CD mit über 600 Gattungsbeschreibungen). </ref> <ref name="Gillet1876"> Claude Casimir Gillet: Les Hyménomycètes ou Description de tous les Champignons qui Croissent en France. 1876, S. 537–538, doi:10.5962/bhl.title.46975. </ref> <ref name="Kirk2008"> Paul M. Kirk, Paul F. Cannon, David W. Minter, J.A. Stalpers: Dictionary of the Fungi. 10. Auflage. CABI Europe, Wallingford, Oxfordshire (UK) 2008, ISBN 978-0-85199-826-8 (784 S.). </ref> <ref name="Ludwig2001"> Erhard Ludwig: Beschreibungen. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. In: Pilzkompendium. Band 1. IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-43-3 (758 S., deutsch mit englischen Zusammenfassungen, 17 × 24 cm, enthält 20 neue Taxa und 13 Neukombinationen). </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Trompetenschnitzlinge (Tubaria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien