Tunding


Tunding war eine Gemeinde im damaligen Landkreis Dingolfing in Niederbayern. Zum 1. Januar 1971 wurde sie nach Mengkofen im Landkreis Dingolfing-Landau eingemeindet.<ref></ref>
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde umfasste ursprünglich die Orte Neukreit, Niedertunding und Obertunding.<ref name="OVZ1875" /> Das Dorf Oberwackerstall und der Weiler Unterwackerstall mit einem Gebiet von gut 130 Hektar wurden am 1. Juli 1931<ref>Bernd Stadlbauer: Dingolfing. = Historischer Atlas von Bayern/Teil Altbayern. Reihe I, Band 65, München 2015, S. 399</ref> in die Gemeinde Tunding umgegliedert. Vorher gehörten die Orte zur damaligen Gemeinde Puchhausen<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 435 (Digitalisat). </ref> und lagen vermutlich in einer südliche Exklave von Puchhausen.<ref>Auf der Gemeindegrenzkarte von 1961 besteht keine gemeinsame Grenze zwischen Puchhausen und Tunding, da der östliche Teil von Tunzenberg zwischen den genannten Gemeinden liegt.</ref> 1961 hatte die Gemeinde ein Gebiet von 574,82 Hektar und 319 Einwohner in 65 Wohngebäuden.<ref name="OVZ1961" /> Die Gemeinde Tunding lag im nördlichen Teil des heutigen Landkreises Dingolfing-Landau im tertiären Hügelland. In einem rechten Seitental der Aiterach, von mäßigen Hügeln umschlossen, nur nach Westen offen. In der Talsohle fließt der Schwedenbach, im Volksmund der „Schwebach“ genannt, der zwischen Mengkofen und Ettenkofen in die Aiterach mündet. Das Pfarrdorf Obertunding war Sitz der Gemeinde und ist Sitz der seit 1772 bestehenden römisch-katholischen Pfarrei Tunding, und der weitaus größte Ortsteil.
Die Pfarrkirche St. Katharina befindet sich in Obertunding. Die römisch-katholische Pfarrei Tunding umfasste bis zur Dekanatsreform 2000 neben dem früheren Gemeindegebiet von Tunding auch die ehemalige Gemeinde Lengthal, die seit dem 1. Mai 1978 zu Moosthenning gehört.<ref>Dekanat Dingolfing</ref>
Untypisch für eine ehemalige Gemeinde gibt es kein Gemarkung Tunding, das ehemalige Gemeindegebiet liegt in der Gemarkung Tunzenberg.
Geschichte[Bearbeiten]
Nach dem Steuerbuch des Jahres 1434 gehöre Tunding zur Obmannschaft Moosthenning im Amt Lengthal.<ref>Bernd Stadlbauer: Dingolfing. = Historischer Atlas von Bayern/Teil Altbayern. Reihe I, Band 65, München 2015, ISBN 978-3-76966-557-4, S. 191</ref>
Die im 18. Jahrhundert bestehende Obmannschaft Tunding umfasste neben dem Pfarrdorf Obertunding (26 Anwesen) auch das zwölf Kilometer entfernt liegende Dorf Graflkofen (3 Anwesen, heute Gemeinde Mamming).<ref>Bernd Stadlbauer: Dingolfing. = Historischer Atlas von Bayern/Teil Altbayern. Reihe I, Band 65, München 2015, ISBN 978-3-76966-557-4, S. 344</ref> Niedertunding (7 Anwesen) dagegen gehörte zur Obmannschaft Moosthenning und Thürnthenning.<ref>Bernd Stadlbauer: Dingolfing. = Historischer Atlas von Bayern/Teil Altbayern. Reihe I, Band 65, München 2015, ISBN 978-3-76966-557-4, S. 318</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Seite über Tunding auf der Internetpräsenz der Gemeinde Mengkofen
- http://www.tunding.de
- Vorlage:Bavarikon Ort
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>