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Typ 4 20-cm-Raketenwerfer

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Typ 4 20-cm-Raketenwerfer

Datei:Type 4 20cm rocket launcher 4.jpg
Ein Typ 4 20-cm-Raketenwerfer mit geschlossenem Rohr. Die Bodenplatte ist fälschlicherweise nach hinten ausgerichtet, sollte sich jedoch unterhalb des Rohres befinden. Eine in seine drei Teile (Gefechtskopf, Treibladung, Treibladung-Bodenplatte) zerlegte Rakete liegt im Vordergrund.

Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Entwicklungsjahr 1943
Produktionszeit 1944 bis 1945
Stückzahl 1800
Waffenkategorie Raketenwerfer
Technische Daten
Rohrlänge 1,92 m
Kaliber 203 mm
Gewicht in
Feuerstellung
228 kg
Höhenrichtbereich +40 bis +65 Winkelgrad
Seitenrichtbereich 300°
Ausstattung
Munitionszufuhr einzeln

Der Typ 4 20-cm-Raketenwerfer (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Yon-shiki nijissenchi funshinhō) war ein Raketenwerfer, der vom Kaiserlich Japanischen Heer während des Pazifikkrieges von 1944 bis 1945 eingesetzt wurde.<ref name="Ness151">Ness, S. 151.</ref> Die Bezeichnung Typ 4 deutet dabei auf das Jahr der Truppeneinführung, das Jahr Kōki 2604 bzw. 1944 nach gregorianischem Kalender, hin.<ref name="Taki">Type 4 20 cm Rocket Launcher. Taki's Homepage, abgerufen am 20. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Type 4 20cm rocket launcher 3.png
War das ursprünglich geplante Abschussrohr nicht verfügbar konnten die Geschosse von Holz- oder Bambusgestellen aus abgeschossen werden.

Im Laufe des Pazifikkrieges wurde den Japanern ihre artilleristische Unterlegenheit gegenüber den Alliierten immer deutlicher.<ref name="Bishop">Bishop, S. 172</ref> Um dies auszugleichen, entwickelten sie Raketenwerfer für die Nahunterstützung, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht hatten. Bedingt durch ihr geringes Gewicht im Vergleich zu Geschützen und Haubitzen waren sie wesentlich mobiler als letztgenannte und verfügten dennoch über erhebliche Feuerkraft. Durch die wachsende Rohstoffknappheit im Japanischen Kaiserreich fiel es der japanischen Industrie außerdem leichter, Raketenwerfer herzustellen, die grundsätzlich aus einem Rohr und einem Zweibein bestanden, als zeitlich aufwendig und komplizierte Geschütze zu produzieren.<ref name="Bishop" /> Doch wie bei vielen anderen japanischen Militärprojekten war die Abneigung zwischen Heer und Marine ein Grund dafür, warum beide Waffengattungen ihre jeweils eigenen 20-cm-Raketenwerfer entwickelten und kriegsnotwendige Ressourcen damit vergeudet wurden.

Auslieferung der Typ-4-Gefechtsköpfe begann im August 1944. Bis zum Jahresende waren 2900 Gefechtsköpfe produziert, 1945 waren es 6900.<ref name="Ness158">Ness, S. 158</ref> Die Produktion der Werfer mit Zweibein lag bei ca. 1800.<ref name="Ness158" />

Einsätze[Bearbeiten]

Der Typ 4 20-cm-Raketenwerfer war der einzige japanische Raketenwerfer im Zweiten Weltkrieg, der während Kampfhandlungen verwendet wurde. Während der Rückeroberung der Philippinen durch die Alliierten war das 3. Raketen-Artillerie-Bataillon auf Luzon stationiert und setzte den Raketenwerfer ein. Einige Typ 4 bzw. deren Geschosse kamen bei der Verteidigung Iwojimas und Okinawas zum Einsatz.<ref name="Taki" />

Technik[Bearbeiten]

Datei:Type 4 20cm rocket launcher 2.png
Ein Typ 4 in geöffnetem Zustand. Ein feuerbereites Geschoss liegt bereits in der unteren Hälfte.

Der Typ 4 war vom Prinzip her wie ein Mörser aufgebaut; ein ca. 2 m langes Rohr wurde von einem Zweibein gehalten, während der untere Teil des Rohres auf einer Art Bodenplatte ruhte die sich unterhalb des Rohres befand (und nicht hinter dem Rohr, ansonsten hätte der Feuerstrahl der Treibladung die Bodenplatte beschädigt). Als Zielvorrichtung diente ein horizontal und vertikaler Drehmechanismus. Eine Besonderheit des Typ 4 ist, dass lediglich der obere Teil des Rohres der eigentliche Lauf ist. Um den Typ 4 zu laden, wurde der untere Teil des Rohres zur Hälfte nach oben geklappt, sodass das Geschoss in die untere offene Hälfte eingelegt werden konnte. Nach unten hin war das Rohr geöffnet. Nach dem Laden des Typ 4 wurde die geöffnete Rohrhälfte nach unten geklappt und mit Hilfe von zwei Schnellverschlüssen verschlossen. Der Typ 4 20-cm-Raketenwerfer verschoss ein Drall-stabilisiertes Geschoss mit einem Gewicht von 83,7 kg (Heeres-Version) bzw. 85 kg (Marine-Version).<ref name="Ness164">Ness, S. 164</ref> Während der vordere Teil des Geschosses den Gefechtskopf enthielt, waren im unteren Teil sieben Raketentreibladungen angebracht: eine mittig und die restlichen sechs um die mittlere angeordnet. Der Gefechtskopf und die Raketentreibladung waren mit Schrauben miteinander verbunden. Die untere Platte der Raketentreibladung hatte sechs Löcher, die in die Platte mit einem geneigten Winkel eingebohrt war, um dem Geschoss einen Drall zu geben und dessen Flugstabilität erhöhten.<ref name="Ness164" /> Der 16,5 kg (Heeres-Version) bzw. 17,5 kg (Marine-Version) mit Sprengstoff gefüllte Gefechtskopf konnte bis zu 2400 m (Heeres-Version) bzw. 1600 m (Marine-Version) verschossen werden.

Für das Feuern des Geschosses wurde anfangs eine elektrisch ausgelöste Sprengkapsel verwendet, die einen Batteriebetrieb erforderte. Um auf die Batterielösung zu verzichten, setzte sich jedoch ein Reibungszünder durch, der die Treibladung auslöste.<ref name="Ness158"/> Die sieben Raketen lösten danach einen sechs bis neun Meter langen Feuerstrahl aus, der die Rakete aus der Abschussvorrichtung abschoss und der die ersten 100 Meter des Fluges andauerte. Beim Abschuss wurde kein Rauch, jedoch viel hochgewirbelter Staub erzeugt.<ref name="Ness159">Ness, S. 159</ref> Die Flugbahn des Geschosses konnte sowohl vom Abschusspunkt als auch vom Einschlagsgebiet beobachtet werden.<ref name="Ness159"/>

War kein Werferrohr verfügbar, so wurde auf Holz- und Bambusgestelle zurückgegriffen bzw. eine Mulde ausgehoben, in der eine Austiefung in Flugrichtung gegraben wurde.

Technische Daten

Typ 4 des Heeres Typ 4 der Marine
Kaliber 203 mm 210 mm
Rohrlänge 1,92 m 2,00 m
Höhenrichtbereich +40° bis +65° +40° bis +65°
Seitenrichtbereich 300° 300°
Geschützgewicht 228 kg 200 kg
Geschossgewicht 83,7 kg 85 kg
Mündungsgeschwindigkeit V0 175 m/s ?
Maximale Reichweite 2.700 m 1.800 m

Treffergenauigkeit[Bearbeiten]

Nach Ende des Krieges wurden die meisten japanischen Waffen durch die US-Armee auf deren Tauglichkeit und Effektivität untersucht. Im Falle des Typ 4 wurden mehrere Testschüsse abgegeben, wobei der Aufschlag der Geschosse bei einer Reichweite von ca. 2700 m innerhalb eines 91 m langen und 82 m breiten Rechtecks lag.<ref name="Ness164" />

Versionen[Bearbeiten]

  • Typ 4 20-cm-Raketenwerfer des Heeres
    • Mit Zweibein
    • Auf leichter Lafette mit zwei Rädern
    • Als Mehrfach-Raketenwerfer (3 Geschosse nebeneinander auf Holzkarren)
  • Typ 4 20-cm-Raketenwerfer der Marine

Erhaltene Exemplare[Bearbeiten]

Datei:Japanese Type 4 20 cm Rocket Mortar with a 20 cm shell.jpg
Ein Typ 4 im Yasukuni-Schrein

Literatur[Bearbeiten]

  • Steve J. Zaloga: Defense of Japan, 1945 (= Fortress. 99). Osprey Publishing, Oxford u. a. 2010, ISBN 978-1-84603-687-3.
  • Leland Ness: Guide to Japanese Ground Forces 1937–1945: Volume 2: Weapons of the Imperial Japanese Army & Navy Ground Forces Helion & Company, 2014, ISBN 978-1-909982-75-8.
  • Chris Bishop: The Encyclopedia of Weapons of World War II Metrobooks, 2002, ISBN 978-1-58663-762-0.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Type 4 20 cm Rocket Launcher. Taki's Homepage, abgerufen am 20. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Japanese Field Artillery. (PDF; 4,7 MB) US Military Division of the War Department, abgerufen am 14. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Japanese Infantry Rocket Artillery of World War II. YouTube, abgerufen am 14. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Panzerabwehrgeschütze

Typ 94 37-mm-Infanteriegeschütz/Pak • Typ 97 Automatische Kanone • Typ 97 Rheinmetall-Typ 37-mm-Pak • Experimentelle Typ 97 47-mm-Pak • Typ 1 37-mm-Pak • Typ 1 47-mm-Pak • Experimentelle 5,7-cm-Pak • Raku-Go 37-mm-Kanone • Typ 5 7,5-cm-Pak • Experimentelle 10-cm-Pak

Bordkanonen der
gepanzerten Fahrzeuge

Scharfschützenkanone • Typ 90 5,7-cm-Panzerkanone • Typ 94 37-mm-Panzerkanone • Typ 94 7-cm-Panzerkanone • Typ 97 5,7-cm-Panzerkanone • Typ 98 37-mm-Panzerkanone • Typ 99 7,5-cm-Panzerkanone • Typ 100 37-mm-Panzerkanone • Experimentelle 5,7-cm-Panzerkanone • Typ 1 37-mm-Panzerkanone • Typ 1 47-mm-Panzerkanone • Typ 3 7,5-cm-Panzerkanone • Typ 5 7,5-cm-Panzerkanone • Typ 5 10-cm-Panzerkanone • Experimentelle 47-mm-Panzerkanone (kurz)

Flugabwehrkanonen

Typ 3 8-cm-Flugabwehrkanone • Typ 10 12-cm-Flugabwehrkanone • Typ 11 7,5-cm-Flugabwehrkanone • Typ 14 10-cm-Flugabwehrkanone • Typ 88 7,5-cm-Flugabwehrkanone • Typ 88 8-cm-Flugabwehrkanone • Typ 88 10-cm-Flugabwehrkanone • Typ 88 12,7-cm-Flugabwehrkanone • Typ 89 12,7-cm-Flugabwehrkanone • Typ Vi 40-mm-Maschinenkanone • Typ 93 13,2-mm-Schweres-Maschinengewehr • Experimentelle Typ 94 20-mm-Flugabwehr-Maschinenkanone • Typ 96 25-mm-Maschinenkanone • Typ 98 20-mm-Flugabwehr-Maschinenkanone • 8-cm-Flugabwehrkanone Typ 98 • 10-cm-Flugabwehrkanone Typ 98 • Typ 99 8,8-cm-Flugabwehrkanone • Typ 1 Rh-Typ 37-mm Maschinenkanone • Typ 2 20-mm-Flugabwehr-Maschinenkanone • Typ 3 12-cm-Flugabwehrkanone • Typ 4 7,5-cm-Flugabwehrkanone • Typ 5 15-cm-Flugabwehrkanone

Infanteriegeschütze

Typ 41 7,5 cm Gebirgsgeschütz • Scharfschützenkanone • Typ 11 37-mm-Infanteriegeschütz • Experimentelles 7,5-cm-Infanteriegeschütz • Typ 92 7-cm-Infanteriegeschütz • Typ 94 37-mm-Infanteriegeschütz/Pak • experimentelles Typ 97 7,5-cm-Regimentsgeschütz

Feldgeschütze

7-cm-Feldkanone • Typ 31 7,5-cm-Feldgeschütz • Typ 38 7,5-cm-Feldgeschütz • Typ 41 7,5-cm-Kavalleriegeschütz • Typ 90 7,5-cm-Feldgeschütz • Typ 95 7,5-cm-Feldgeschütz

Gebirgsgeschütze

7-cm-Gebirgsgeschütz • Typ 31 7,5-cm-Gebirgsgeschütz • Typ 41 7,5-cm-Gebirgsgeschütz • Typ 94 7,5-cm-Gebirgsgeschütz • Bofors Typ 7,5-cm-Gebirgsgeschütz • Typ 99 10-cm-Gebirgsgeschütz

Haubitzen

Typ 38 12-cm-Haubitze • Typ 38 15-cm-Haubitze • Typ 45 24-cm-Haubitze • Typ 4 15-cm-Haubitze • Typ-7-30-cm-Haubitze • Typ 14 10-cm-Haubitze • Typ 91 10-cm-Haubitze • Typ 96 15-cm-Haubitze • Experimentelle 41-cm-Haubitze

Kanonen

Typ 38 10-cm-Kanone • Typ 41 3-inch (76.2 mm) L/40 Kanone • Typ 45 15-cm-Kanone • Typ 14 10-cm-Kanone • Typ 89 15-cm-Kanone • Typ 92 10-cm-Kanone • Typ 96 15-cm-Kanone • Experimentelle 10-cm-Kanone

Leichte Granatwerfer

Typ 10 50-mm-Granatwerfer • Typ 89 50-mm-Granatwerfer • Typ 98 50-mm-Mörser

Schwere Granatwerfer

25-cm-Artillerie-Mörser • Typ 11 7-cm-Steilfeuer-Infanteriegeschütz • Typ 14 15-cm-Mörser • Typ 93 15-cm-Granatwerfer • Typ 94 9-cm-Granatwerfer • Typ 95 15-cm.-Granatwerfer • Typ 96 15-cm-Mörser • Typ 96 30-cm-Mörser • Typ 97 8-cm-Granatwerfer • Typ 97 9-cm-Granatwerfer • Typ 97 15-cm-Granatwerfer • Typ 98 32-cm-Aufsteckmörser • Typ 99 8-cm-Granatwerfer • Typ 2 12-cm-Mörser • Typ 3 8-cm-Granatwerfer • Experimenteller Typ 3 30-cm-Mörser

Raketenwerfer

12 cm 28-rohrige Raketenkanone • Typ 4 20-cm-Raketenwerfer • Typ 4 40-cm-Raketenwerfer • Typ 4 45-cm-Raketenwerfer • Experimenteller 15-cm-Mehrfachwerfer • Experimenteller 20-cm-Raketenwerfer

Belagerungskanonen

Krupp-Typ 24-cm-Haubitze • 28-cm-Haubitze L/10 • Typ 45 24-cm-Haubitze • Typ-7-30-cm-Haubitze • Typ 96 24-cm-Haubitze

Küstengeschütze
(internationale Liste)

Krupp-Typ 24-cm-Haubitze • 28-cm-Haubitze L/10 • Experimentelle 41-cm-Haubitze • Typ 33 15-cm-Küstengeschütz • Typ 38 12-cm-Küstengeschütz • Typ 38 20-cm-Küstengeschütz • Typ 41 8-cm-Schiffsgeschütz • Typ 3 12-cm-Schiffsgeschütz • Typ 3 14-cm-Schiffsgeschütz • Typ 3 15,5-cm-Schiffsgeschütz • Typ 3 41-cm-Schiffsgeschütz • Typ 11 12-cm-Schiffsgeschütz

Eisenbahngeschütze
(internationale Liste)

Typ 90 24-cm-Eisenbahngeschütz

Die Reihenfolge der Waffen entspricht der zeitlichen Einführung bzw. Entwicklung

Vorlage:Klappleiste/Ende