U
U bzw. u (gesprochen: [<templatestyles src="IPA/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.]) ist der 21. Buchstabe des modernen lateinischen Alphabets und ein Vokal (auch wenn er unter bestimmten Bedingungen konsonantisch ausgesprochen werden kann).
Je nach ausgewertetem Textkorpus kommt U, u in deutschen Texten auf folgende Anteile: 3,65 % in einem linguistischen Skript mit 179922 Buchstaben Länge. Er ist in diesem Korpus der elfthäufigste Buchstabe.<ref>Karl-Heinz Best: Zur Häufigkeit von Buchstaben, Leerzeichen und anderen Schriftzeichen in deutschen Texten. In: Glottometrics 11, 2005, S. 9–31, Daten: S. 28.; ram-verlag.eu (PDF; 1,6 MB); Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden..</ref> In einer Auswertung von 90 Briefen eines Verfassers mit 99586 Buchstaben Gesamtlänge ergab sich als zehnhäufigster ein Anteil von 3,70 % und in Pressetexten von insgesamt 681972 Buchstaben ein Anteil von 4,17 % (ebenfalls zehnthäufigster).<ref>Karl-Heinz Best: Buchstabenhäufigkeiten im Deutschen und Englischen. In: Naukovyj Visnyk Cernivec’koho Universytetu: Herman’ska filolohija. Vypusk 231, 2005, S. 119–127; Daten: S. 121f.</ref>
Das Fingeralphabet für Gehörlose bzw. Schwerhörige stellt den Buchstaben U dar, indem die geschlossene Hand vom Körper weg zeigt und Zeige- und Mittelfinger parallel nach oben weisen. Der Daumen ruht auf der Handfläche.
Herkunft[Bearbeiten]
| Waw-Zeichen (protosinaitisch) | Phönizisches Waw | Griechisches Ypsilon | Etruskisches V | Lateinisches V | Lateinisches U |
| Waw-Zeichen (protosinaitisch) | Phönizisches Waw | Griechisches Ypsilon | Etruskisches V | Lateinisches V | Lateinisches U |
Das U teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem V und dem W, daneben sind das Y und auch das F mit ihm verwandt.
Über Lautwert und Bedeutung des Buchstabens in der protosinaitischen Schrift ist nichts bekannt, das entsprechende Symbol stellt einen Haken oder eine Keule mit runder Spitze dar. Im phönizischen Alphabet verlor der Buchstabe seine Spitze und sah aus wie ein abgerundetes Y. Der Buchstabe erhielt den Namen Waw und wurde verwendet, um den Lautwert [w] darzustellen.
In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon aufgenommen. Im Frühgriechischen war der Lautwert des Ypsilon der dem [w] entsprechende Vokal [u].
Die Etrusker übernahmen das frühgriechische Ypsilon und dessen Lautwert. Mit der Zeit verschwand bei den Etruskern die untere Spitze, der Buchstabe bekam die Form V. Ebenso änderte sich die Bedeutung des Buchstabens: Das Etruskische enthielt auch den dem [u] entsprechenden Halbvokal [w] (im Grunde nichts anderes als ein unsilbisches [u]).
Die Römer übernahmen den Buchstaben ursprünglich mit beiden Lautwerten. Zunächst wurde der Buchstabe in der von den Etruskern übernommenen spitzen Form geschrieben. Zur Amtszeit des späteren Kaisers Claudius als Zensor ab dem Jahr 47/48 begann eine Unterscheidung zwischen U und V, wobei letzterem von ihm das Zeichen Ⅎ gegeben wurde. Die Reform konnte sich allerdings nicht durchsetzen. U und V waren allerdings austauschbar. Bis zum 18. Jahrhundert setzte es sich dann durch, die runde Variante des Buchstabens ausschließlich für den Lautwert [u] zu verwenden.
Schreibweise[Bearbeiten]
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Die auch heute noch in Deutschland anzutreffende Schreibweise des kleinen u mit einem Überstrich oder Haken über dem Buchstaben entstammt der alten deutschen Kurrentschrift. Zur Unterscheidung zum ansonsten identischen Kleinbuchstaben n wurde das u mit einem Strich versehen. Als sich Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland die lateinische Schreibschrift mit ihrem andersartig geformten Kleinbuchstaben n immer mehr durchsetzte, behielten viele Schreiber dennoch die Eigenart des u mit Strich auch in der lateinischen Schrift bei.
Wortbildung[Bearbeiten]
U kann allein im komplexen Wort als Determinans (Bestimmungswort) auftreten: So bildet es einerseits durch Kürzung der Vollform des Determinans ein Kurzwort (speziell: partielles Kurzwort) (Beispiel: U-Musik für Unterhaltungsmusik); aufgrund seiner Schriftform kann es aber auch Determinans eines formikonischen Wortes sein (Beispiel: U-Tal (= U-förmiges Tal)).
Zitat[Bearbeiten]
„um u hervorzubringen, wird die Zunge nach hinten gezogen und in ihrem hinteren Teile zum weichen Gaumen gehoben, während sich die Lippen vorschieben und zu einer kleinen kreisrunden Öffnung zusammenziehen, sodass im Vordermunde ein ziemlich großer Resonanzraum entsteht, der die dumpfe Klangfarbe dieses Vokales bedingt. Diese Lippenrundung wird auch schon früh als Hauptmerkmal dieses Vokals erkannt: Das u ist ein laut gemacht mit spitzen Lippen und zusammen gezogen Mund V. ICKELSAMER Avjb.“
Weitere Verwendungen[Bearbeiten]
- Das Symbol U ist das chemische Symbol für Uran.
- Im Kontext der Newtonsche Gesetze ist U das Symbol für die potentielle Energie eines Systems.
- u ist das Symbol für die Atomare Masseneinheit, und U ist das Symbol für eine Enzymeinheit.
- Im Internationalen Phonetischen Alphabet wird der geschlossene, abgerundete Vokal durch das Kleinbuchstaben ⟨u⟩ dargestellt.
- U ist auch die Quelle des mathematischen Symbols ∪, das eine Vereinigung darstellt. Es wird hauptsächlich für Mengendiagramm und Geometrie verwendet.
- Es wird für mikro- in metrischen Messungen als Ersatz für den griechischen Buchstaben μ (My) verwendet, von dem es sich um eine grafische Annäherung handelt, wenn dieser griechische Buchstabe nicht verfügbar ist, wie in "um" für μm (Mikrometer).
- 'U' (oder manchmal RU) ist eine Standardhöheneinheit in Höheneinheit, wobei jede U 44,50 Millimeter (1,75 Zoll) entspricht.
- Das Präfix U+(dann eine Zahl) wird verwendet, um einen Codepunkt als im Unicode-Zeichencodierungssystem anzuzeigen (um es von anderen Codierungssystemen zu unterscheiden). Zum Beispiel werden die Codepunkte für die Buchstaben ⟨U⟩ und ⟨u⟩ formal im Unicodeblock Lateinisch, erweitert-B angegeben als U+0055 U (LATIN CAPITAL LETTER U) und U+0075 u (LATIN SMALL LETTER U).
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
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- Vorlage:Wikidata: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2008-05-09.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
- Lawrence Lo: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2017-10-29 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Aa Bb Cc Dd Ee Ff Gg Hh Ii Jj Kk Ll Mm Nn Oo Pp Qq Rr Ss Tt Uu Vv Ww Xx Yy Zz
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Úú Ûû Ùù Üü Ŭŭ Ũũ Ūū Ůů Űű Ųų Ưư Ǔǔ Ǖǖ Ǘǘ Ǚǚ Ǜǜ Ȕȕ Ȗȗ Ʉʉ Ṳṳ Ṵṵ Ṷṷ Ṹṹ Ṻṻ Ụụ Ủủ Ứứ Ừừ Ửử Ữữ Ựự Uͤuͤ U̇u̇ Vorlage:Klappleiste/Ende