U 1061
U 1061 (vorheriges/nächstes – alle U-Boote)
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|---|---|
| Typ: | VII F |
| Feldpostnummer: | M-52 982 |
| Werft: | Germaniawerft, Kiel |
| Bauauftrag: | 25. August 1941 |
| Baunummer: | 695 |
| Kiellegung: | 21. August 1942 |
| Stapellauf: | 22. April 1943 |
| Indienststellung: | 25. August 1943 |
| Kommandanten: |
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| Flottillen: |
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| Einsätze: | Fünf Transportfahrten |
| Versenkungen: |
keine |
| Verbleib: | am 9. Mai 1945 in Bergen kapituliert. Nach Loch Ryan, Schottland überführt und am 1. Dezember 1945 bei der Operation Deadlight versenkt. |
U 1061 war ein deutsches U-Boot der Klasse VII F, das von der Kriegsmarine während des U-Boot-Krieges im Zweiten Weltkrieg für Transportaufgaben verwendet wurde. U 1061 transportierte Torpedos, Munition und Nachschubgüter zwischen dem Marinestützpunkt Kiel und den deutschen Stützpunkten in Norwegen. Es war das einzige deutsche U-Boot vom Typ VII F, welches das Kriegsende erlebte.
Bau und Technische Daten[Bearbeiten]
Die Kieler Germaniawerft produzierte ab Kriegsbeginn hauptsächlich U-Boote für die deutsche Kriegsmarine, im Wesentlichen Boote der U-Boot-Klasse VII. Am 25. August 1941 erging der elfte Bauauftrag von Seiten der Kriegsmarine an die Kieler Germaniawerft. Er umfasste insgesamt vier Boote vom Typ VII F.<ref>Neben U 1061 handelte es sich um U 1059, U 1060 und U 1062.</ref> Ein Boot dieser Klasse hatte eine Länge von 77,63 m und war 7,3 m breit. Es verdrängte unter Wasser 1.345 m³ und konnte bei Unterwasserfahrt eine Geschwindigkeit von 7,9 Knoten (kn) erreichen, das entspricht 14,3 km/h.<ref>Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen 1996, ISBN 3-86070-036-7, S. 198.</ref> Am 21. August 1942 wurde U 1061 mit der Baunummer 695 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 22. April 1943. Das Boot wurde am 25. August durch Oberleutnant zur See Otto Hinrichs in Dienst gestellt.
Kommandanten[Bearbeiten]
Otto Hinrichs wurde am 30. November 1913 in Brake geboren. Er gehörte zur Crew 36 und absolvierte als Wachoffizier fünf Feindfahrten auf dem Typ-IX-B-Boot U 105 und dem Typ-IX-C-Boot U 154. Er übergab das Kommando über U 1061 am 19. März 1945 an Oberleutnant zur See der Reserve Walter Jäger. Jäger wurde am 27. Mai 1897 in Zeulenroda geboren und hatte seine U-Boot-Ausbildung im Herbst 1944 absolviert. Danach bis zur Übernahme des Kommandos hatte er als überplanmäßiger Kommandantenschüler<ref>Kommandantenschüler, sogenannte „Konfirmanden“, waren vollausgebildete Offiziere und sind nicht zu verwechseln mit den Offiziersanwärtern, den Fähnrichen.</ref> und Wachoffizier an drei Verlegungsfahrten mit U 1061 teilgenommen.
Flottillenzugehörigkeit und Einsätze[Bearbeiten]
Es befand sich dreimal in der 5. U-Flottille, Kiel, zweimal in der 12. U-Flottille, Bordeaux und führte fünf Transportfahrten bis zum Kriegsende durch, auf denen es Flächen-Absuch-Torpedos, T-5-Zaunkönig-Torpedos, weitere Waffen, Munition und Versorgungsgüter zwischen den skandinavischen Basen der Kriegsmarine in Bergen, Kristiansand, Narvik und Trondheim und den Flottillenstützpunkten Kiel und Gotenhafen transportierte. U 1060 – aus demselben Bauauftrag – war zu dieser Zeit ebenfalls mit Transportaufgaben in diesen Gewässern betraut. Ende Oktober 1944 wurde U 1061 von Flugzeugen des RAF Coastal Command angegriffen und schwer beschädigt. In der Nacht des 30. Oktober erfasste ein Wellington-Kampfflugzeug U 1061 mit dem Leigh-light-Suchscheinwerfer. Während der nun folgenden Angriffe beschädigten Wasserbomben eines Liberator-Bombers das Boot erheblich, doch U 1061 gelang es, zu entkommen. Die U-Boot-Führung verlautbarte, dass alles versucht werden sollte, das Boot zu reparieren, da es besonders wertvoll sei.<ref>Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1999, ISBN 3-453-16059-2, S. 701–702.</ref> Nach der Zerstörung von U 1060 am 4. November war U 1061 das letzte verbliebene Transport-U-Boot der deutschen Kriegsmarine.<ref>U 1059 war im Sommer 1944 zur Versorgung der Gruppe Monsun in den Indischen Ozean beordert und westlich der Kapverdischen Inseln versenkt worden; U 1062 hatte das Zielgebiet zwar erreicht, wurde aber im September im Mittelatlantik versenkt</ref>
Verbleib[Bearbeiten]
Kommandant Jäger kapitulierte am 9. Mai im Stützpunkt Bergen gegenüber britischen Streitkräften. Das Boot verließ Bergen am 30. Mai und lief nach Scapa Flow, dem Stützpunkt der Home Fleet, wo die verbliebenen deutschen U-Boote gesammelt und der britischen Navy übergeben wurden. Hier wurde die deutsche Flagge offiziell eingeholt. Am 4. Juli wurde das Boot nach Loch Ryan verbracht. Von hier aus wurde es am 29. November 1945 von der HMS Enchanter auf die Position 56°10' N – 10°05' W geschleppt und am 1. Dezember um 09:00 Uhr durch Artilleriefeuer des britischen Zerstörers HMS Onslaught (G.04) und des polnischen Zerstörers ORP Piorun (G.56) versenkt.<ref>Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1999, ISBN 3-8132-0514-2, S. 377.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1.
- Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]
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