Ueda Kazutoshi
Ueda Kazutoshi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 11. Februar 1867 in Edo; † 26. Oktober 1937) war ein japanischer Sprachwissenschaftler und erster Ordinarius der neu gegründeten literatur- und sprachwissenschaftlichen Fakultät der Kaiserlichen Universität Tokio. Er studierte in Leipzig und Berlin bei Herrmann Paul Sprachwissenschaft. Nach seiner Rückkehr nach Japan beeinflusste er die Reformbewegung zur „Vereinheitlichung von Umgangs- und Schriftsprache“ (Gembun-Itchi) durch die von ihm angeregte Einrichtung einer „Kommission zur Untersuchung der Landessprache“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kokugo chōsa iinkai). Er war der Vater der Schriftstellerin Enchi Fumiko. Zu seinen Schülern zählten der Linguist und Essayist Shinmura Izuru (1876–1967), sowie die Linguisten Hashimoto Shinkichi (1882–1945), Kindaichi Kyōsuke (1882–1971) und Kameda Jirō (1876–1944).
Leben[Bearbeiten]
Ueda schloss sein Studium an der literaturwissenschaftlichen Fakultät der Kaiserlichen Universität Tokio 1888 ab. Während seines Studiums hatte er bei Basil Hall Chamberlain Vorlesungen zur Philologie gehört. Von 1890 an studierte Ueda in Leipzig und Berlin. In seiner Zeit in Deutschland hörte er Vorlesungen bei Georg von der Gabelentz und machte die Bekanntschaft der Junggrammatiker Karl Brugmann, Eduard Sievers und auch die Wilhelm Wundts. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris kehrte er 1894 nach Japan zurück. Er erhielt einen Lehrstuhl für Philologie an der Universität Tokio und unterrichtete Vergleichende Sprachwissenschaft und Lautlehre. 1895 heiratete er Murakami Tsuruko.<ref name="szabo">Eschbach-Szabo: Die Begründung der modernen japanischen Sprachwissenschaft. S. 255–56.</ref> Von 1919 bis 1926 war er zudem Leiter der Kōgakkan-Universität.
Als Mitglied des Wissenschaftsausschusses des japanischen Oberhauses ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) gewann er als Berater für Fragen der Sprach- und Schriftreform zunehmend an Bedeutung. 1900 wurde auf sein Betreiben hin vom Kultusministerium die „Kommission zur Untersuchung der Landessprache“ eingerichtet. Im gleichen Jahr wurde das Fach Philologie umbenannt in Sprachwissenschaft (gengogaku).<ref name="szabo" /> Gemeinsam mit seinem Schüler Shinmura gründete Ueda 1926 die „Japanische Gesellschaft für Phonetik“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Nihon oseigaku kyōkai).<ref name="szabo" /> Ueda führte den Begriff „Standardsprache“ (hyōjungo) als Übersetzung für Paul Herrmanns „Gemeinsprache“ in Japan ein.
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1895 Kokugo-ron ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa „Abhandlung über die Landessprache“)
- 1895 Shin kokuji-ron ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa „Abhandlung über eine neue Schrift“)
- 1895 Nihongogaku no hongen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa „Ursprung der japanischen Sprachwissenschaft“)
- 1905 Fūtsūkyōiku no kiki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa „Die Krise der Allgemeinbildung“)
- 1915 Rōmaji-biki kokugo jiten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa „Japanisch Wörterbücher angeordnet nach lateinischen Buchstaben“)
Literatur[Bearbeiten]
- S. Noma (Hrsg.): Ueda Kazutoshi. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1642.
Weblinks[Bearbeiten]
- Viktoria Eschbach-Szabo: Die Begründung der modernen japanischen Sprachwissenschaft. (PDF) In: Was heißt hier „fremd“? – Studien zu Sprache und Fremdheit. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 1997, S. 253–265, abgerufen am 1. April 2014.
- Roland Schneider: Der Übersetzungsdisput zwischen Karl Florenz und Ueda Kazutoshi. In: Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens e. V. Band 137. Hamburg 1985 (PDF [abgerufen am 31. März 2014]).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ueda, Kazutoshi |
| ALTERNATIVNAMEN | 上田 萬年 (japanisch); Ueda Mannen (sinojapanische Lesung) |
| KURZBESCHREIBUNG | japanischer Linguist |
| GEBURTSDATUM | 11. Februar 1867 |
| GEBURTSORT | Edo |
| STERBEDATUM | 26. Oktober 1937 |