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Ulamertorsuaq (Berg)

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Ulamertorsuaq
Die Westwand des Ketil
Die Westwand des Ketil
Höhe 1715 m
Lage Distrikt Nanortalik, Kommune Kujalleq
Dominanz 3,4 km → „Nalumasortoq“<ref>Diese Bezeichnung wird von Bergsteigern genutzt und ist eine Falschschreibung von Naluumasortooq, einem historischen Namen des Ulamertorsuaq, siehe Suikkassuaq und Wehr (2022). Offiziell ist der Gipfel unbenannt.</ref>
Schartenhöhe 773 m
Koordinaten 60° 25′ 0″ N, 44° 31′ 0″ WKoordinaten: 60° 25′ 0″ N, 44° 31′ 0″ W
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Gestein Granit
Erstbesteigung 1974

Der Ulamertorsuaq ist ein grönländischer Berg im Distrikt Nanortalik in der Kommune Kujalleq.

Lage[Bearbeiten]

Der Berg befindet sich am Ufer des Tasermiut Kangerluat etwa 30 km nordöstlich von Tasiusaq und 50 km nordöstlich von Nanortalik. Im Süden trennt das Tal Qoorormiut Kangilliit den Berg vom Nachbarn Suikkassuaq, im Norden und Osten verläuft das große Tal mit dem Fluss Tasermiutsiap Kuua, nördlich davon liegt der Berg Uiluit Qaqqaat. Der Name Ulamertorsuaq bezieht sich auf den westlichen Gipfel.<ref name="na">Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.</ref> Der östliche Gipfel ist offiziell unbenannt, aber bei Bergsteigern unter dem Namen Ketil bekannt,<ref name="jb">Jacques Borlée: Ketil, West Face, South West Greenland, 1984. In: American Alpine Club (Hrsg.): American Alpine Journal. 1986, ISSN 0065-6925, S. 185–186 (Online [PDF]).</ref> während diese den Namen Ulamertorsuaq fälschlicherweise für den südlich gelegenen Suikkassuaq verwenden.<ref>Kenneth Wehr: Kan fake news blive sande? En fortælling om Grønland og Wikipedia. In: Tidsskriftet Grønland. Nr. 2022/4, S. 166–177.</ref> Die Höhe des östlichen Gipfels wird von Bergsteigern mit 2010 m angegeben.<ref name="jb"/> Tatsächlich misst er nur 1715 m, während der westliche Gipfel 1527 m hoch ist.<ref name="na"/>

Besteigung[Bearbeiten]

Südwestlich, südöstlich und östlich des Berges sind kleinere Firnfelder zu finden, der Ketil selbst weist aufgrund seiner steilen Felswände keine Vergletscherung auf.[Beleg?] Der Ketil wird von Kletterern wegen seines festen Granitgesteins geschätzt. 1974 wurde er von einer Seilschaft aus Lienz erstbestiegen, wobei die Route (UIAA V-VI) über die Nordwest- in die Südwand führte. Heute wird die Südwand seltener begangen, es gibt aber drei verschiedene Routen mit Schwierigkeiten bis 7a A1.<ref>Lindsay Griffin: Tasermiut Fjord, Ulamertorsuaq and Ketil, first ascents. In: American Alpine Club (Hrsg.): American Alpine Journal. 2005, ISSN 0065-6925, S. 249–250 (Online [PDF]).</ref> Heute gilt insbesondere die zwischen 1200 und 1450 Meter hohe Westwand als besonders herausfordernde Bigwall und ist mittlerweile durch vier Routen mit Schwierigkeiten bis 5.12 auf der amerikanischen Skala erschlossen.<ref>Doug Byerly: Ketil, West Face. In: American Alpine Club (Hrsg.): American Alpine Journal. 2000, ISSN 0065-6925, S. 243–245 (Online [PDF]).</ref> Möglicherweise gibt es aber mehr gekletterte Linien als dokumentiert, da manche Kletterer fordern, in den Granitbergen Südgrönlands auf exakte Routenbeschreibungen zu verzichten, um auch hier auch weiterhin selbständiges Entdecken eigener Routen zu ermöglichen.<ref>Michael Hjorth: Ketil Fjeld, South Greenland, 1987. bigwall.dk (1994).</ref><ref>Bernard Amy: Apostelens Tommelfinger, Suikarsuak, South Greenland. In: American Alpine Club (Hrsg.): American Alpine Journal. 1977, ISSN 0065-6925, S. 205–206 (Online [PDF]).</ref> Die Ost- und die Nordwand des Ketil sind jedoch vermutlich noch unbestiegen, da sie wegen gefährlicher Schneefelder und starken Flechtenbewuchses weniger attraktiv sind. Auch die zwei Nebengipfel des Ketil, Pyramid und Pingasut, sind beliebte Kletterziele.[Beleg?]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>