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Ulas Samtschuk

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Datei:Ulas-samchuk.jpg
Poster mit Ulas Samtschuk – Menschen der Wahrheit. Es waren solche, welche die Wahrheit über den Holodomor sagten.
Datei:Coin of Ukraine Samchuk R.png
Konterfei von Ulas Samtschuk auf einer 2-₴-Gedenkmünze
Datei:Stamp of Ukraine ua126st.jpg
Ukrainische Briefmarke von 2005 mit Ulas Samtschuk

Ulas Oleksijowytsch Samtschuk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 7. Märzjul. / 20. März 1905greg. in Derman, Gouvernement Wolhynien, Russisches Kaiserreich; † 9. Juli 1987 in Toronto, Kanada) war ein ukrainischer Schriftsteller, Journalist und Essayist. Er war Mitglied der Organisation Ukrainischer Nationalisten und ein Nazi-Kollaborateur,<ref>World Jewish Congress: World Jewish Congress. Abgerufen am 17. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>ToI Staff: Israel urges Ukraine to remove Nazi collaborators from its ‘List of Heroes’. Abgerufen am 17. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der für eine antisemitische Zeitung schrieb.<ref>Lev Golinkin: Nazi collaborator monuments around the world. 27. Januar 2021, abgerufen am 17. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Ulas Samtschuk (1905–1987). Der zutiefst antisemitische Schriftsteller und OUN-Mitglied gab die Zeitung „Volyn“ in Riwne heraus, die in Hunderten von Artikeln den Antisemitismus schürte. Auf der Titelseite der Zeitung wurde unter der Überschrift Aus dem Führerhauptquartier über Hitlers Entscheidungen berichtet und Auszüge aus seinen Reden abgedruckt. „Heute ist ein großer Tag für Kiew“, schrieb Volyn am Vorabend des Massakers von Babi Yar. „Die deutschen Behörden haben dem leidenschaftlichen Wunsch der Ukrainer entsprochen und allen Juden, von denen es noch 150.000 gibt, befohlen, Kiew zu verlassen.““</ref>

Leben[Bearbeiten]

Samtschuk kam im Dorf Derman im heutigen Rajon Sdolbuniw der ukrainischen Oblast Riwne zur Welt und besuchte in Kremenez das Gymnasium.<ref name="languagelanterns" >Biografie Ulas Samtschuk in languagelanterns, abgerufen am 24. August 2016 (englisch)</ref> Nachdem Wolhynien in Folge des Ersten Weltkrieges unter polnische Herrschaft gekommen war, fühlte sich Samtschuk zunehmend diskriminiert und beschloss im Juli 1924 illegal über die Grenze in die neu gegründeten Sowjetukraine zu gelangen, wurde jedoch erwischt und kam wegen illegalem Grenzübertritt ins Gefängnis. Nach Strafverbüßung setzte er seinen Schulbesuch am Gymnasium fort. 1926 begann er mit Veröffentlichungen von Kurzgeschichten seine literarische Laufbahn. Aufgrund seiner Haftstrafe bedingtes höheren Alter wurde er in die polnische Armee zum Dienst in der Stadt Tarnów eingezogen, bevor er die Schule beenden konnte.<ref name="languagelanterns" />

1927 desertierte er, floh nach Deutschland und studierte zunächst an der Universität Breslau sowie, nachdem er 1929 in die Tschechoslowakei gezogen war, bis 1931 an der ukrainischen Freien Universität in Prag. In Prag heiratete er Marjia Zots<ref name="languagelanterns" /> und nahm am kulturellen Leben der ukrainischen Exilgemeinde, darunter Oleksandr Oles und dessen Sohn Oleh Olschytsch, Dmytro Doroschenko, Stepan Smal-Stozkyj und Jewhen Konowalez, teil.

Sein 1934 erschienener Roman Marjia hatte thematisch den Holodomor zur Grundlage. Ebenfalls 1934 erschien der erste Band seiner Trilogie Wolyn. Hierfür erhielt er einen Literaturpreis sowie die Nominierung für den Literatur-Nobelpreis.<ref name="ukrlib" >Biografie Ulas Samtschuk auf ukrlib.com, abgerufen am 24. August 2016 (ukrainisch)</ref>

1938 begab sich Samtschuk in die Karpatenukraine, wo er sich in Reden für deren Unabhängigkeit einsetzte. Aufgrund dessen wurde er verhaftet und inhaftiert, konnte jedoch entkommen und nach Prag zurückkehren.<ref name="languagelanterns" /> Zwischen 1941 und 1943 war er in Riwne Redakteur der Zeitung Wolhynien. In zweiter Ehe heiratete er die Filmschauspielerin Tetiana (Tania) Fedorivna Prakhova († April 1990), nachdem er den Kontakt zu seiner ersten Frau in den Kriegswirren verloren hatte.<ref name="languagelanterns" /> 1944 flüchtete er nach Deutschland, wo er zwischen 1945 und 1948 die literarisch-künstlerische Organisation MUR leitete. 1948 emigrierte Samtschuk nach Kanada, wo er langjähriger Leiter der kanadischen Tochtergesellschaft der Vereinigung der ukrainischen Schriftsteller in Exil wurde.<ref name="Enzyklopädie" >Artikel zu Samchuk, Ulas in der Internet Encyclopedia of Ukraine (Canadian Institute of Ukrainian Studies/University of Toronto), abgerufen am 24. August 2016 (englisch)</ref> Die Zeit in Kanada gehörte zur fruchtbarsten seines Lebens und die ukrainische Diaspora veröffentlichte regelmäßig seine Werke. Seine letzten Lebensjahre litt Samtschuk an Arthritis und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Er starb in Toronto und wurde in Oakville südlich von Toronto beerdigt.

Werke[Bearbeiten]

  • Волинь, 1932–1937 (Wolyn)
  • Кулак, 1932 (Kulak)
  • Гори говорять, 1934 (Hory howorjat)
  • Марія, 1934 (Marija)
  • Юність Василя Шеремети, 1946–1947 (Junist Wassilja Scheremety)
  • Морозів хутір, 1948 (Morosiw chutir)
  • Темнота, 1957 (Temnota)
  • Втеча від себе (Wtetscha wid sebe)
  • Нарід чи чернь? (Narid tschy tschern)
  • П'ять по дванадцятій, 1954 (Pjat po dwanadzjatij)
  • На білому коні, 1956 (Na bilomu koni)
  • На коні вороному (Na koni woronomu)
  • Чого не гоїть огонь, 1959 (Tschoho ne hojit ohon)
  • Куди тече та річка? (Kudy tetsche ta ritschka)
  • На твердій землі, 1967 (Na twerdij semli)
  • Планета Ді-Пі (Planeta Di-Pi)

Quelle:<ref name="UkrLit" >Biografie und Werke Ulas Samtschuk auf UkrLit, abgerufen am 24. August 2016 (ukrainisch)</ref>

Ehrungen[Bearbeiten]

Die ukrainische Nationalbank gab 2005 zu seinem 100. Geburtstag eine Zwei-Hrywnja-Gedenkmünze mit seinem Konterfei<ref name="Nationalbank" >Webseite der Nationalbank der Ukraine; abgerufen am 24. August 2016 (ukrainisch)</ref> und die ukrainische Post eine Briefmarke zu seinem Gedenken heraus. Im selben Jahr wurde zum Jubiläum vor dem Dramentheater in Riwne ein Denkmal ihm zu Ehren errichtet. Ein weiteres Denkmal befindet sich in Sdolbuniw nahe seinem Geburtsort. Des Weiteren gibt es mehrere Museen in der Ukraine, die sich ihm und seinem Werk gewidmet haben und es wurden mehrere Straßen und die von ihm besuchte Schule in Kremenez nach ihm benannt.<ref name="languagelanterns" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ulas Samtschuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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