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Underdog Cru

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Underdog Cru
Allgemeine Informationen
Herkunft Rostock, Deutschland
Genre(s) Hip-Hop
Aktive Jahre
Gründung 1995
Auflösung 2003
Website
Letzte Besetzung
Mas Massive (Olaf Nückel)
DJ Joaf
Rap
Homez
Gast- und Livemitglieder
Rap
Marteria

Die Underdog Cru war eine von 1995 bis 2003 existierende Rostocker auf Deutsch rappende Hip-Hop-Gruppe.

Geschichte[Bearbeiten]

Olaf Nückel, der sich später den Alias „Mas Massive“ zulegte, begann 1991 Liedtexte zu schreiben, die er über schlichte Beat-Loops rappte.<ref name="ctp">Mas Massive aka Mas77 Massive. Biografie. In: c-t-p.de. Abgerufen am 6. Juli 2014.</ref> Als er 1992<ref name="PP">Jan Kleinschmidt (verantw.): Underdog Cru. V.I.P. Zu viele HipHop Starz. Hrsg.: Public Propaganda. Hamburg 2000 (Promo-Sheet).</ref>/1993<ref name="ctp" /> den in seinem Stadtteil Reutershagen lebenden DJ Joaf über die gemeinsame Leidenschaft für den FC Hansa Rostock kennenlernte, nahm das Hobby Fahrt auf, denn Loaf teilte seine musikalische Vorliebe und besaß technische Gerätschaften, die musikalische Experimente ermöglichten.<ref name="PP" /><ref name="laut">Underdog Cru. Laut.de-Biographie. In: laut.de. Abgerufen am 6. Juli 2014.</ref> Sie nannten sich „Straßenjungs“ und fabrizierten im Homerecording-Style aus freien Beatsequenzen von CDs und Videospielen komplexere Loops als in Nückels Anfangszeit, über die sie rappten und cutteten, was dann auf Kassette mitgeschnitten wurde.<ref name="PP" /> Mit dem Zukauf weiteren Equipments sammelten sie, mal jeder für sich allein, mal gemeinsam, mal assistiert von neugierigen Freunden, Erfahrungen mit der Turntabletechnik.<ref name="ctp" /> Da sich niemand sonst aus der Clique mit Hip-Hop anfreunden konnte und sie sich zu Außenseitern entwickelten, die erste Engagements als Support-DJs<ref name="ctp" /> annahmen, beschlossen sie die Namensänderung in „Underdog Cru“.<ref name="PP" />

1995 stieß Homez aus dem benachbarten Rostock-Evershagen hinzu.<ref name="PP" /><ref name="laut" /> Wie viele andere DDR-Jugendliche hatte er Mitte der 1980er Jahre den Film Beat Street zu Gesicht bekommen und war seitdem mit dem Bronx-Virus infiziert.<ref name="PP" /> Zu dritt ging die Liederentwicklung nun leichter von der Hand.<ref name="laut" /> Eines der ausgearbeiteten Stücke schaffte es 1997 auf den Northside Connection-Sampler. Schließlich konnte Mitte 1996<ref name="PP" /> auf dem Stralsunder Minilabel P.O.sin-music des Rappers Pussi<ref name="laut" /> das nur 3000 DM Produktionskosten<ref name="PP" /> aufweisende Debütalbum Maximum veröffentlicht werden. Zunächst im Eigenvertrieb, dann mit der Vertriebsfirma EFA im Rücken,<ref name="ctp" /> wurden über 6.000 Exemplare abgesetzt.<ref name="ctp" /><ref name="PP" /> Es folgten eine ganze Reihe weiterer Sampler-Beiträge,<ref name="PP" /><ref name="laut" /> ebenso verschiedentliche Auftritte, unter anderem mit Fünf Sterne deluxe oder den ostdeutschen Vorzeige-Hip-Hoppern Tefla & Jaleel.<ref name="PP" /> 2000 gelang der Wechsel zum SPV-Sublabel Punchline Records, wo im November die EP V.I.P. – Zu viele Hip Hop Starz erschien.<ref name="PP" /><ref name="laut" /> Ein Jahr später absolvierte die Cru, erweitert durch den damals noch unbekannten Rapper Marteria, eine Tournee im deutschsprachigen Raum<ref name="ctp" /> mit den Londonern Mark B & Blade.<ref name="laut" /> Im März 2002<ref name="Johannesberg">Stefan Johanneberg: Underdog Cru. Zu Viel Des Guten. Das Rostocker Hip Hop-Trio liefert Burner am laufenden Band. In: laut.de. Abgerufen am 6. Juli 2014.</ref><ref name="hiphop">Underdog Cru. Zu Viel Des Guten. Pressetext / Beschreibung. In: hiphop.de. Abgerufen am 6. Juli 2014.</ref> wurde das lange geplante<ref name="PP" /> und doch verschobene Album Zu viel des Guten veröffentlicht. Darauf ist Marteria bei zwei Stücken als Gast vertreten, jedoch nicht bei der 12"-Single Boombastisch, die ein Sample aus Boss Whistler von Roger Whittaker<ref name="Johannesberg" /><ref name="allesreal">Christian: Underdog Cru. Zuviel des Guten. In: allesreal.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Oktober 2014; abgerufen am 6. Juli 2014.</ref> verwendet. Marteria unterstützte die Gruppe weiterhin live bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2003.

Stil[Bearbeiten]

Laut.de bezeichnete die Musik als „groovige Tracks“ mit „optimistischen Reimen“ und „freshen Beats“, machte aber auch eine „etwas düstere Variante“ aus.<ref name="Johannesberg" /> Allesreal.de beschrieb sie als „abwechslungsreiche Mischung aus lockeren, kritischen oder nachdenklichen Tönen“, die mal „düster“, mal „melancholisch“, mal „aggressiv“, mal „clubtauglich“ daherkämen. Am Flow müsse jedoch gearbeitet werden.<ref name="allesreal" /> Bei hiphop.de ist von einem peinlich-schwachen CD-Beginn die Rede. Die 20 Lieder pendelten zwischen kritisch, düster und spaßbetont, aber die Wortspiele seien „teilweise sehr gezwungen“. Insgesamt sei zumindest eine Weiterentwicklung in Sachen Atmosphäre, Inhalt und Reime festzustellen.<ref name="hiphop" /> Vom „dämlichen“ Intro und seinen „halbgaren“ Folgestücken berichtete auch rp-online, nur dass diese Rezension vollends negativ ausfiel. Zu hören sei ein „zäher Einheitsbrei“ mit bemühten Reimen. Programmierfähigkeiten allein würden nicht ausreichen, musikalisches Können gehöre genauso zum guten Hip-Hop.<ref>Stefan Lange: Underdog Cru: Zu viel des Guten. In: rp-online.de. 10. Mai 2002, abgerufen am 6. Juli 2014.</ref>

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1998: Maximum (Album, P.O.sin-music)
  • 2000: V.I.P. – Zu viele Hip Hop Starz (EP, Punchline Records)
  • 2002: Zu viel des Guten (Album, Punchline Records)
  • 2002: Boombastisch (12"-Single, Punchline Records)

Quellen[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

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