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Unterscheid

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Unterscheid
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Unterscheid (Bergisch Gladbach)
Unterscheid (Bergisch Gladbach)
Lage von Unterscheid in Bergisch Gladbach
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Unterscheid ist ein Ortsteil im Stadtteil Schildgen von Bergisch Gladbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Unterscheid geht auf die Hofstelle Unterscheid zurück, die in der hochmittelalterlichen Rodeepoche als Lehngut der Grundherrschaft Osenau angelegt wurde. 1414 wurde die Siedlung im Hofregister der Herrschaft Osenau in der Form Schaidt erwähnt und in der Zehntliste von 1602 als das Gut zum Scheit bezeichnet.<ref name="schulte">Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 34 f., ISBN 3-9804448-0-5</ref>

Aus einer erhaltenen Steuerliste von 1586 geht hervor, dass die Ortschaft Teil der Honschaft Grimßgewalt im Kirchspiel Odenthal war.<ref name="Muller">Gerd Müller: Odenthal, Geschichte einer Bergischen Gemeinde, Herausgegeben von der Gemeinde Odenthal, Odenthal 1976</ref> Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Miselohe, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Hof kategorisiert wurde und mit Scheid bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Scheid. Aus ihr geht hervor, dass Unterscheid zu dieser Zeit Teil von Unterodenthal in der Herrschaft Odenthal war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius : Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde die Herrschaft aufgelöst. Unterscheid wurde politisch der Mairie Odenthal im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Odenthal im Kreis Mülheim am Rhein.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Scheid verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Unterscheid oder ohne Namen verzeichnet.

Unterscheid war seit jeher Teil der katholischen Pfarrgemeinde Odenthal bis zur Abpfarrung von Schildgen. Im Zuge der kommunalen Neugliederung kam Unterscheid 1975 mit Schildgen zur Stadt Bergisch Gladbach.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie Bemerkung
1822<ref>Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 1. Karl August Künnel, Halle 1821.</ref> 66 Ackergüter gen. Scheidt
1830<ref name="restorff2">Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830</ref> 79 Ackergut gen. Scheid
1845<ref name="Uebersicht">Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]</ref> 47 8 Ackergüter gen. Scheid
1871<ref>Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> 40 7 Hofstelle
1885<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.</ref> 39 9 Wohnplatz
1905<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909.</ref> 28 6 Wohnplatz

Etymologie[Bearbeiten]

Scheid leitet sich vom althochdeutschen sceit (= Grenze) her. Es bezeichnet in Flurnamen eine Grenze, bei der es sich vielfach um eine bewaldete Erhöhung zwischen zwei Tälern als Trennlinie handelt. Die Siedlung ist folglich eine untere Grenze und verweist damit auf die Gemarkungsgrenze zu Odenthal.<ref Name="schulte"/>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964
  • Helmut Rosenbach: Das alte Paffrath – Katterbach, Paffrath, Hand – in Geschichte und Geschichten, ICS Communikations-Service GmbH, Bergisch Gladbach 1993

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