Upernavik-Museum
| Datei:Upernavik old church 2007 06 02.jpg Die alte Kirche – das erste Gebäude des Museums (2007) | ||||||
| Daten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ort | Upernavik
{{#coordinates:72,780391|−56,151044|primary
|
dim=250 | globe= | name=Upernavik Museum | region=GL-AV | type=building
}} |
| Art |
Lokalmuseum
| |||||
| Eröffnung | 1953 | |||||
| Leitung |
Edvard Petersen
| |||||
| Website | ||||||
| ISIL | [[[:Vorlage:ISIL-Link]] {{#property:P791}}] | |||||
Das Upernavik-Museum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist das Heimatmuseum (Lokalmuseum) von Upernavik.
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmals kam 1936 die Idee auf in Upernavik ein Museum zu eröffnen, aber diese wurde vorerst nicht weiter verfolgt. Mit der Dekolonialisierung Grönlands 1953 wurde die Kirche von Upernavik, in der zuvor die Syssel-Ratssitzungen stattgefunden hatten, außer Gebrauch genommen. Andreas „Suko“ Lund-Drosvad, der Handelsverwalter von Kangersuatsiaq, schlug deswegen vor, das Gebäude in ein Museum umzufunktionieren. Er hatte bereits eine größere archäologische und ethnografische Sammlung, die er dafür zur Verfügung stellte. 1968 besuchte eine Delegation des noch jungen Landesmuseums die Gegend, und der Student Keld Hansen arbeitete die Sammlung auf. Später stiftete Heinrich Larsen dem Museum ein Torfmauerhaus. Die Anwohner Kristoffer Kleemann, Niels Møller und Sofie Thomassen prägten das Museum während der 1970er Jahre. 1987 wurde das Architekturbüro von Karsten Rønnow beauftragt, die seit 1979 leerstehenden, verfallenden, aber geschützten alten Handels- und Missionsgebäude in das Museum zu integrieren. 1991 wurde das Museum offiziell von der grönländischen Regierung anerkannt. Während der 1990er Jahre wurden die Gebäude aufwendig restauriert und 1997 als Museumsgebäude in Gebrauch genommen.<ref name="historie">Historie. Upernavik-Museum.</ref><ref>Bo Albrechtsen: Upernavik Museum. In: Bo Albrechtsen, Daniel Thorleifsen (Hrsg.): Museer i Grønland i 50 år. NKA, Nuuk 2016, ISBN 978-87-89108-01-8, S. 258–264.</ref><ref>Naja Illeris: De grønlandske lokalmuseer. Rapport om museernes vilkår i 2004. Dansk Polarcenter, Kopenhagen 2005, ISBN 87-90369-79-3, S. 9 f.</ref><ref>Daniel Thorleifsen, Bo Albrechtsen: Upernavik Museum. Danmarks Nationalleksikon.</ref> Das Upernavik-Museum ist das älteste Museum Grönlands sowie das nördlichste Freilichtmuseum der Welt.<ref name="gk">Upernavik. groenlandkreuzfahrt.de.</ref>
Gebäude[Bearbeiten]
Folgende Gebäude sind heute Teil des Freilichtmuseums:
- B-3: Die alte Kirche war lange Zeit das einzige Museumsgebäude. Sie wurde 1839 errichtet und erhielt 1882 einen Kirchturm. Nachdem lange Zeit die Ausstellungsgegenstände dort lose herumlagen, wurde das Gebäude mit der Integration der anderen Gebäude 1997 in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und zeigt heute, wie der Sysselratssaal vor 70 Jahren aussah.<ref name="historie"/><ref>Den Gamle Kirke B-3. Upernavik-Museum.</ref>
- B-11: Die Böttcherei wurde 1848 errichtet. Sie dient heute als Wohnhaus für eingeladene Künstler aus aller Welt, die dort arbeiten und ihre Kunst dem Museum stiften.<ref name="historie"/><ref>Den gamle bødkerværksted B-11. Upernavik-Museum.</ref>
- B-12: Die frühere Wohnung des Kolonialverwalters wurde vermutlich 1777 gebaut und steht seit 1832 in Upernavik. Heute ist sie das Hauptgebäude des Museums und wird als Ausstellungslokal, Bürogebäude und Kiosk benutzt.<ref name="historie"/><ref>Den gamle kolonibestyrerbolig B-12. Upernavik-Museum.</ref>
- B-14: Der alte Laden wurde 1864 gebaut und erhielt 1916 einen Anbau. Er dient heute ebenfalls als Ausstellungsfläche.<ref name="historie"/><ref>Den gamle butik B-14. Upernavik-Museum.</ref>
- B-98: Die alte Pastorenwohnung wurde 1866 gebaut und dient heute als Sitz des Museumsleiters.<ref name="historie"/>
- B-99: Die frühere Schule stammt aus dem Jahr 1911 und das Magazin und die Werkstatt des Museums.<ref name="historie"/>
- B-X: Das Torfmauerhaus war das zweite Gebäude des Museums. Im Gegensatz zu den Torfmauerhäusern anderer Museen in Grönland handelt es sich um keinen Nachbau.<ref name="historie"/>
Mit Ausnahme des Torfmauerhauses sind alle Gebäude geschützt. Für detaillierte Beschreibungen zur Geschichte und Architektur der einzelnen Gebäude, siehe die Liste der Baudenkmäler in Upernavik.
Ausstellung[Bearbeiten]
Ein Großteil der Ausstellung geht heute noch auf die Privatsammlung von Andreas „Suko“ Lund-Drosvad zurück. Ausgestellt sind vor allem Gerätschaften für die Jagd, wie Umiaks, Kajaks und Hundeschlitten sowie Jagdwaffen. Im Museum befindet sich außerdem eine größere Kunstausstellung des in Grönland tätigen dänischen Malers Aage Gitz-Johansen (1897–1977) und des grönländischen Bildhauers Otto Thomassen (1895–1971). Es werden zudem wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.<ref>Samlinger. Upernavik-Museum.</ref><ref name="gk"/>
Das Museum in Upernavik bietet außerdem eine Genealogie-Datenbank an, die aus einer indizierten Version aller Kirchenbücher aus Upernavik besteht und somit genealogische Informationen über alle Personen im Distrikt Upernavik vom 18. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre bietet.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website.
- Upernavik Museum. Visit Greenland.
- Upernavik (inkl. Museum). groenlandkreuzfahrt.de.
- Die Genealogie-Datenbank des Museums.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>